Zitronenbaum

Der Zitronenbaum (Citrus limon) gehört zur Familie der Rautengewächse und ist bei uns eine der beliebtesten Kübelpflanzen. Er wird auch als LimonenbaumZitrusbaum, Zitronen– oder Zitruspflanze oder einfach nur Citrus bezeichnet. Seit dem 13. Jahrhundert sind Zitronen in Europa bekannt und wurden bereits früher als Nahrungsmittel verwendet.

Zitronenbaum Frucht
Ein Zitronenbaum im Garten oder auf der Terrasse versprüht einen mediteranen Flair.

Hinweis: Zitronen werden auch als Limonen bezeichnet. Umgangssprachlich hat es sich aber eingebürgert das Limonen mit Limetten gleichgesetzt werden.

Zitronenbäume wachsen als mittelgroße Bäume und sind vor allem im Mittelemeerraum heimisch. Unter unseren klimatischen Bedingungen werden sie jedoch als Kübelpflanzen kultiviert, weil sie nicht winterhart sind und erreichen deshalb je nach Kübelgröße ebenfalls stattliche Ausmaße bis zu fünf Metern Wuchshöhe.

Zitrusbäume sind immergrüne Gehölze, die an verzweigten Ästen längliche, ovale bis breit lanzettlich zugespitzte Blätter hervorbringen. An jungen Trieben findet man häufig kleine Dornen vor.

Oft zeitgleich erscheinen zwischen Mai und Juni die weißen bis rosafarbenen Blüten sowie die oft eiförmigen bis runden, vorerst grünen Früchte.

Pflanzung und Standort

Zitronenbaum
Blätter des Zitrusbaums

Ein Zitronenbaum sollte einen hellen, vollsonnigen, aber vor Regen und Wind geschützten Standort erhalten. Eine Pflanzung erfolgt im Frühjahr in einem ausreichend großen Kübel, da er an geeigneten Standorten recht schnell wächst.

Zu bevorzugen ist normale Blumenerde oder auch im Fachhandel erhältliche Zitruspflanzenerde. Ein besonderes Augenmerk ist auf eine ausreichende Drainage am Boden des Kübels zu richten, da Zitronenpflanzen keine Staunässe vertragen. Hier können Tonscherben oder Kies gute Dienste leisten.

Verwendet werden sollten zudem keine Tontöpfe, da die darin entstehende Verdunstungskälte den meisten Zitruspflanzen schadet.

Zitronenpflanzen eignen sich zur Verschönerung von Terrassen und Balkonen, aber auch als Dekorationselemente an Teichen oder Brunnen. Im Zusammenspiel mit Oleander, Engelstrompeten und Olivenbäumen versprühen sie ein mediterranes Flair.

Soll der Zitrusbaum mit kleineren Stauden untermalt werden, eignen sich Lavendel, Steppensalbei oder niedrig wachsende Ziergräser wie das Lampenputzer– oder das Federgras.

Pflege, Düngung und Vermehrung des Citrus

Ist das Zitronenbäumchen noch recht klein, benötigt es vielfach eine Stütze. Diese kann später entfernt werden, wenn sich die Zweige zu stärkeren Ästen entwickelt haben.

Das Umtopfen ist nur dann vorzunehmen, wenn der Wurzelballen den Kübel tatsächlich vollständig eingenommen hat. Auf ein jährliches Umtopfen sollte eher verzichtet werden, da Zitrusbäume dies nicht mögen.

Zitronen vermehren
Zitronen lassen sich einfach aus Samen vermehren.

Während der Vegetationszeit zwischen Mai und September müssen Zitronenbäume regelmäßig gewässert werden. Überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer sollte jedoch entfernt werden. Zu empfehlen ist dafür kalkfreies Wasser.

Gedüngt wird im Abstand von etwa zwei Wochen mit einem handelsüblichen Zitronenbaumdünger. Die Düngergaben beschränken sich jedoch ausschließlich auf die Vegetationsperiode des Citrus von Mai bis September. Danach werden sie eingestellt.

Die Vermehrung kann mit den Kernen der entstehenden Früchte vorgenommen werden. Diese werden in einen Topf mit gut drainierter Blumenerde gesetzt und bis zum Aufgang mit einer Plastiktüte überzogen. Zeigt sich der Keimling, kann die Plastiktüte entfernt und die Jungpflanze weiter kultiviert werden. Bis die Zitronenpflanze allerdings Früchte trägt, kann einige Zeit vergehen. In unseren Breitengraden benötigen Zitronen acht Jahre und länger bis die erste Frucht getragen wird. Veredelte Zitronenbäumchen tragen in der Regel schneller und zuverlässiger Früchte.

Zitronenbäume schneiden und überwintern

Da Zitronenbäume zwischen Mai und September im Freien am besten gedeihen, sollten zu lang gewordene Triebe kräftig eingekürzt werden. Bereits bei Jungpflanzen sollten deshalb Rückschnitte kurz vor dem Einwintern vorgenommen werden, damit ein buschiges Wachstum gefördert wird. Ältere Exemplare neigen zum Verkahlen und vertragen ebenfalls kräftige Rückschnitte, die im Spätsommer vorgenommen werden sollten.

Zur Überwinterung empfiehlt sich ein heller Raum, dessen Temperaturen zehn Grad Celsius nicht überschreiten sollten. Dann werden die Wassergaben allmählich reduziert, sodass die Erde trotzdem nicht vollständig austrocknet.

Krankheiten und Schädlinge

Vor allem während der Überwinterung können etliche Schädlinge den Zitronenbaum befallen. Das können vor allem Schild– und Wollläuse, aber auch Spinnmilben sein. Diese ernähren sich von den Trieben und Blättern und schädigen damit die Zitruspflanze. Hier sollten Insektizide zum Einsatz kommen und im Anschluss die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Dazu eignet sich außerdem das häufige Einsprühen mit kalkfreiem Wasser.

Auch die Wurzelfäule kann durch zu hohe Wassergaben auftreten und lässt die Pflanze eingehen. Wird diese Krankheit rechtzeitig erkannt, können befallene Wurzelteile abgetrennt und entsorgt werden. Anschließend sollten die Wassergaben deutlich reduziert werden, um der Krankheit nicht erneut Vorschub zu leisten.

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