Spinnmilben

Spinnmilbe
Stark vergrößerte Ansicht einer Spinnmilbe.

Spinnmilben (Tetranychidae) kommen weltweit mit etwa eintausendzweihundert Arten vor. Sie gehören zur Unterfamilie der Milben. Ähnlich einer Spinne besitzt sie acht Beine, einen mit Borsten behaarten Körper, wird aber nur 0,5 bis einen Millimeter groß und ist kaum mit bloßem Auge erkennbar. Die Farben der Spinnmilben variieren von Blassgelb über Grün bis hin zu Rot oder Braun.

Die Bekanntesten unter ihnen sind die Lindenspinnmilbe, die Rote Spinnmilbe sowie die Gemeine Spinnmilbe, da sie große wirtschaftliche Schäden anrichten können.

Spinnmilben befinden sich auf den Unterseiten der Laubblätter, spinnen zu ihrem Schutz meist Netze, außer an Orchideen und Kakteen, und ernähren sich durch Saugen der Pflanzensäfte, bis die Blätter helle Sprenkel aufweisen. An diesen Stellen trocknen die Blätter ein und fallen in der Folge ab.

Besonders betroffen von Spinnmilben sind häufig Fuchsien, Schönmalven, Geranien und Pelargonien, Efeu, Primeln, Buntnesseln, Rhododendren, Azaleen und viele Palmenarten. Auch Zimmerpflanzen wie Aralien, Klimmen und Zypergras werden häufig befallen.

Rote Spinnmilben
Rote Spinnmilben können zur Page werden, die man bekämpfen muss.

Zu Hochform laufen Spinnmilben insbesondere bei warmen Temperaturen auf, vor allem im Winter bei Heizungsluft. Sie vermehren sich dann zu Tausenden, da ein Weibchen in seinem Leben mehrere Hundert Eier auf der Unterseite der Blätter ablegt, aus denen die Larven nach drei Tagen schlüpfen und nach etwa sieben bis vierzehn Tagen selbst fortpflanzungsfähig sind.

Biologische Bekämpfung und Hausmittel

Eine erfolgversprechende Methode ist der Einsatz von PP-Raubmilben. Insbesondere bei einem starken Befall lohnt es sich, Raubmilben anzuschaffen, da sie sofort nach dem Aussetzen mit dem Vertilgen der Eier, Larven und ausgewachsenen Spinnmilben beginnen. Unter guten Bedingungen erfolgt auch bei den Raubmilben eine rasche Fortpflanzung, sodass sich in Kürze ein ausgewogenes Gleichgewicht herstellen wird.

Bei einem geringen Befall können biologische Produkte auf Rapsölbasis eingesetzt werden. Diese verkleben die Atmungsorgane der Spinnmilben, sodass diese sich nicht weiter fortpflanzen können.

Ebenso können befallene Kübel- oder Topfpflanzen reichlich mit Wasser übersprüht und oberirdisch mit Folien eingepackt werden, damit ein feuchtes Klima entsteht. Die Pflanze kann dann „eingepackt“ ins Freie verbracht werden und wird in dieser Zeit nur von unten gegossen. Durch das sehr feuchte Klima wird die Produktion der Milben stark eingeschränkt, bis sie etwa nach vierzehn Tagen ausgestorben sind.

Chemische Behandlung

Im Handel sind geeignete Insektizide gegen Spinnmilben erhältlich, müssen jedoch, wie bei allen Insektiziden, vorsichtig und zielgerichtet verwendet werden.

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