Sumpf-Wolfsmilch Euphorbia palustris

Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris)

Die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) gehört zu den einheimischen Pflanzen und zählt zur Familie der Wolfsmilchgewächse und ist daher verwandt mit dem Weihnachtsstern und dem Bleistiftbaum. Die Familie umfasst etwa zweitausend Arten, darunter sind etwa vierzig Arten in Europa beheimatet.

Sumpf-Wolfsmilch Euphorbia palustris
Blüten der Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris)

Früher wuchs die Sumpf-Wolfsmilch entlang vieler Flüsse und Bäche. Mittelweile wurde sie aus ihren natürlichen Verbreitungsgebieten durch Industrialisierung und Ausbauten weitgehend verdrängt, sodass die Sumpf-Wolfsmich seit 1996 als gefährdete Art in Deutschland gilt.

Die Sumpf-Wolfsmilch ist eine ausdauernde, krautige, sommergrüne Staude, die an Uferrändern Wuchshöhen von bis zu über einem Meter erreicht. Sie wächst aufrecht, zeigt weidenähnliche, frischgrüne, lanzettlich, ganzrandige Blätter und bildet zwischen Mai und Juni ihre gelbgrünen Blüten aus. Sie stehen in Dolden dicht beieinander und leuchten aufgrund ihrer Vielzahl weithin. Später bilden sich kleine, kugelige Kapselfrüchte.

Im Herbst nimmt das Laub der Pflanze eine schöne Färbung an, die von Grün zu Gelb bis hin zu einem leuchtenden Rot variieren kann. Auch die Stängel verfärben sich dann rötlich.

Pflanzung und Standort

Die Sumpf-Wolfsmilch eignet sich hervorragend zur Solitärpflanzung an Uferzonen und Teichrändern. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und einen frischen, feuchten Boden, der mit Nährstoffen angereichert ist. Im Gartenbeet kann sie auch trockener stehen, sollte dann jedoch keinen vollsonnigen Standort erhalten.

Wolfsmilch
Der Saft der Wolfsmilch-Pflanzen ist in der Regel giftig und verursacht Hautreizungen.

Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder Herbst in Abständen von mindestens fünfzig Zentimetern. In Gruppen gepflanzt wirkt die Sumpf-Wolfsmilch besonders zur Blütezeit sehr eindrucksvoll. Dann sollten wenigstens fünf Pflanzen beieinanderstehen.
Bei der Pflanzung sollte reifer Kompost in das Pflanzloch eingegeben werden. Er versorgt die Pflanze vorerst mit ausreichenden Nährstoffen und sichert damit ein gutes Anwachsen.

Sehr attraktiv wirkt die Pflanze auch im Hintergrund zu anderen Ufer- und Teichpflanzen, wie etwa Taglilien, Funkien, Sumpfdotterblumen, Sumpf-Iris, Sumpf-Vergissmeinnicht und Seerosen.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Die Sumpf-Wolfsmilch sollte stetig feuchtgehalten werden. Das heißt, dass Pflanzen, die auf relativ trockenen Gartenbeeten kultiviert werden, regelmäßige Wassergaben erhalten müssen. Vor allem an heißen Tagen erhöht sich der Wasserbedarf, sodass ein zweimaliges Gießen täglich empfehlenswert ist.
Auch Pflanzen, die an Ufern stehen und einen sonnigen Standort haben, sollten dann kräftig gegossen werden.

Im Frühjahr sollte in den Boden reifer Kompost eingearbeitet werden. Das fördert einen kräftigen Austrieb und führt der Pflanze genügend Nährstoffe zu.

Wenn die Pflanze im Spätherbst verwelkt ist, kann sie bodentief abgeschnitten werden. Hier empfiehlt sich das Arbeiten mit Handschuhen, da an den Schnittstellen ein weißlicher Saft herausläuft, der zu Hautreizungen führen kann. Wie bei den meisten Wolfsmilchgewächsen ist dieser austretende Saft giftig. Es ist deshalb auch besondere Vorsicht hinsichtlich Kindern und Haustieren geboten.

Große Stauden können im Herbst oder Frühjahr problemlos geteilt und dadurch vermehrt werden. Hierfür wird mit einem Spaten ein Teilstück abgetrennt und an anderer Stelle wieder eingepflanzt. Auch hierbei ist das Arbeiten mit Handschuhen empfohlen.

Krankheiten und Schädlinge

Wächst die Sumpf-Wolfsmilch an geeigneten Standorten gut, wird sie weder von Krankheiten noch von Schädlingen heimgesucht.

 

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