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Taglilien

Taglilien rot

Sehr verbreitet sind rote Taglilien.

Etwa 30000 Züchtungen zeichnen die Taglilie (Hemerocallis) als eine der ungewöhnlichsten und vielseitigsten mehrjährigen Stauden aus. Zur Gattung gehören neben laubabwerfenden Züchtungen ebenso immergrüne oder halbimmergrüne Stauden.

Taglilien öffnen, wie der Name bereits sagt, ihre Blüten nur für einen Tag von Mai bis September, je nach Sorte, wobei sich ständig neue Blüten öffnen. Das Angebot reicht von Zwergzüchtungen für kleine Gärten in Höhe von 25 Zentimetern bis hin zu großen, üppigen Stauden bis zu einem Meter Wuchshöhe. Stammarten der Taglilien sind zwar weniger verbreitet als die Hybriden, aber wichtig für die Züchtung. Hier gibt es sogar Exemplare, die eine Höhe von 1,50 Meter erreichen können.

Es gibt Züchtungen in verschiedenen Tönen von Creme, Gelb, Orange, Rot, Magenta oder Purpur. Auch duftende Sorten sind unter ihnen anzutreffen.

Taglilien unterscheiden sich in ihrer Blütenform in zwei Hauptgruppen: Trompetenlilien und Türkenbundlilien. Sehr große Trichter werden als kelchförmig bezeichnet. Es gibt sowohl Trichter- als auch Türkenbundlilien mit nach oben weisenden Blüten.

Pflanzung und Standort

Taglilie gelb

Gelbe Taglilie.

Geeignet sind fast alle Böden, feucht oder trocken. Beste Ergebnisse erzielt man jedoch in humosem Boden oder mit Kompost angereicherter Erde. Die Taglilie bevorzugt einen vollsonnigen Standort, verträgt jedoch auch halbschattige Plätze gut.

Eine Neupflanzung der Staude sollte im Frühjahr oder Herbst erfolgen. Im Abstand von 15 bis 30 Zentimetern bei ausreichender Bewässerung ist ein gutes Anwachsen zumeist garantiert.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Verwelkte Blüten sollten vor der Samenbildung entfernt werden, um die Pflanze nicht unnötig zu schwächen und ein reichhaltiges Blühen zu fördern. Die Düngung mit einem Volldünger ist im zeitigen Frühjahr sehr empfehlenswert und fördert die Blüte. Während der Vegetationszeit sind dann keine weiteren Düngerzugaben erforderlich.

Vermehrt wird die Staude durch Teilung im Frühjahr oder Herbst. Dazu muss das Laub der Staude unmittelbar vor und nach der Teilung unbedingt entfernt werden. Während des Anwachsens benötigt die Pflanze sehr viel Wasser. Danach verträgt sie auch bis zu zwei Wochen Trockenheit, sollte dann jedoch ausreichend gewässert werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bei Wassermangel oder Staunässe bringen die Pflanzen weniger Blüten hervor.

Ein ernsthafter Schädling der Taglilie ist die Gallmücke. Diese verhindert die Blütenbildung und macht die Pflanze sehr unansehnlich. Hierfür sollte man ein Augenmerk auf angeschwollene Knospen haben, da sich dort die Larven der Gallmücke entwickeln und schließlich die Knospen bereits vor der Blüte abwerfen. Daher sollten die Pflanzen regelmäßig auf Befall kontrolliert werden und eventuell infizierte Knospen ausgebrochen werden.