Luzernen

Luzerne Ewiger Klee Medicago Sativa
Luzerne, auch Ewiger Klee genannt, wird häufig zur Gründüngung verwendet.

Die Luzerne (Medicago sativa) wird auch als Alfalfa, Schneckenklee oder Ewiger Klee bezeichnet und zählt, wie auch Stangenbohnen, Erbsen, Blauregen oder Lupinen zur Familie der Hülsenfrüchtler. In Mitteleuropa wird die Luzerne als Feldpflanze angebaut und verwildert beständig. So findet man sie häufig an Feldrändern, auf Trockenwiesen und auf Halbtrockenrasen.

Luzerne Ewiger Klee Medicago Sativa
Luzerne, auch Ewiger Klee genannt, wird häufig zur Gründüngung verwendet.

Schon im alten Persien galt die Luzerne als wichtige Futterpflanze für Pferde. Überlieferungen nach wurde sie bereits im Jahr 470 vor Christus nach Griechenland gebracht, später nach Italien und Amerika. 1699 nahm sie schließlich Einzug in Deutschland und hat sich seitdem in Mitteleuropa behauptet.

Die Luzerne wächst als ausdauernde, krautige, überwinternde Pflanze. Sie ist ein Tiefwurzler, bei der sich die Wurzeln bis zu fast fünf Metern ausbreiten können. Das gibt ihr die Möglichkeit, auch trockene Perioden unbeschadet zu überstehen.

Die Luzerne kann an günstigen Standorten Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreichen.
In der Zeit zwischen Juli und September blüht die Luzerne in hellen und dunklen Violetttönen. Sie wird fast ausschließlich von Hummeln bestäubt.

Wie viele andere Hülsenfrüchtler verfügt die Luzerne als Leguminose über die Fähigkeit, durch Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und sie dem Boden zuzuführen und zu binden. Das macht sie auch für den Hobbygärtner sehr interessant, insbesondere zur Verbesserung der Bodenstruktur in Form einer Gründüngung.

Luzerne Alfalfa Schneckenklee
Blattwerk der Luzerne.

Vor allem nährstoffarme, schwere Böden regenerieren sich durch einen Bewuchs mit Luzerne. Die Luzerne sorgt für Beschattung, bleibt im Winter auf der Erdoberfläche liegen und kann im Frühjahr in den Boden eingearbeitet werden. Ihre stickstoffbindende Fähigkeit kommt damit auch heimischen Blumen- und Gemüsebeeten zugute.

Häufig wird die Luzerne zur Gründüngung gemeinsam mit anderen Pflanzen, wie beispielsweise Gelbsenf und Bienenfreund, in Beete eingebracht.

Einer besonderen Bedeutung kommt der Luzerne außerdem in der Landwirtschaft zu. Aufgrund ihres hohen Protein-, Lysin- und Vitamingehalts sowie ihres hohen Rohfasergehalts wird sie bereits ab dem ersten Standjahr als Futtermittel intensiv genutzt. Zudem verbessert sie gleichermaßen die Bodenstruktur stark genutzter Flächen.

Pflanzung und Standort

Die Luzerne bevorzugt sonnige, warme Standorte sowie tiefgründige, wasserdurchlässige Böden mit neutralem pH-Wert. Es empfiehlt sich eine Kalkung des Bodens vor der Aussaat, wenn nicht ausreichend Kalk im Boden vorhanden ist.

[the_ad_placement id=“im-content“]Von April bis Juli ist die Aussaat der Luzerne möglich. Hierfür sollte ein unkrautfreies, feinkrümeliges Beet hergerichtet werden. Sie verbessert auch die Struktur eines Komposthaufens und muss dort bis spätestens August ausgesät werden.

Das Saatgut wird breitwürfig ausgebracht, eingeharkt und festgewalzt. Bis zum Aufgang und auch danach sollten mäßige Wassergaben erfolgen.

Da sie sehr langsam wächst, ist ein früher Aussaattermin zu bevorzugen. Das sichert das gute Einwachsen bis zum Winter.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Luzerne Medicago Sativa
Luzerne (Medicago Sativa) bindet Stickstoff aus der Luft im Gartenboden.

Um die Luzerne als Gründüngung zu nutzen, sind mäßige Wassergaben vollkommen ausreichend. Sie übersteht jedoch auch längere Zeit ohne Wasser, wenn sie schon länger als ein Jahr steht und regelmäßig abgeschnitten wird.
Luzerne kann geschnitten werden, sobald sie etwa acht Zentimeter hoch ist und die Blütezeit beginnt.

Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig. Als Gründüngung verbleibt die Pflanze auch im Winter auf dem Beet und wird im Frühjahr in den Boden mittels Umgraben eingearbeitet.

Wer eine Selbstaussaat wünscht, schneidet die Luzerne nicht und lässt die Samen an Ort und Stelle fallen. Zudem können aufgeblühte Köpfchen abgeschnitten, getrocknet und bis zum nächsten Jahr gelagert werden, um sie an anderer Stelle erneut auszusäen.

Krankheiten und Schädlinge

Selten wird die Luzerne von der Welkekrankheit, einer Pilzerkrankung, heimgesucht. Wie der Name bereits andeutet, welken dann alle Teile der Pflanze recht schnell. Das führt zum vollständigen Absterben der Pflanzen und ist dann auch nicht zu verhindern. Ist dies der Fall, sollten die Pflanzen entsorgt (nicht auf dem Kompost) und der Boden vollständig ausgetauscht werden.