Hornveilchen

Hornveilchen
Hornveilchen sind pflegeleicht und robust.

Hornveilchen (Viola cornuta) sind kleiner als Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) und größer als Feldstiefmütterchen (Viola tricolor), aber nicht minder attraktiv. Sie gehören zur Familie der Veilchengewächse und sind weltweit mit etwa fünfhundert Arten vertreten. Häufig werden sie auch als Mini-Stiefmütterchen bezeichnet.

Hornveilchen Ministiefmütterchen
Hornveilchen, auch Ministiefmütterchen genannt, sind eine Bereicherung für jeden Garten.

Die meisten Hybriden sind winterhart bis zu minus fünfzehn Grad Celsius und setzen nur bei starken Frösten ihre Blüte aus. Sie gelten als Halbstauden, da ihre typischen, kleinen Blütenköpfe an verzweigten Stielen fast unermüdlich über das ganze Jahr blühen. Die Pflanzen wachsen buschig und erreichen Wuchshöhen von circa fünfzehn bis zwanzig Zentimetern.

Großblumige Hornveilchen eignen sich aufgrund ihrer unermüdlichen Blüte sehr gut zur Bepflanzung von Kübeln, Ampeln und Balkonkästen, aber auch kleinblumige Sorten sind für Schalen oder als Unterpflanzung von Gehölzen bestens geeignet.

Hornveilchen neigen an günstigen Standorten zum Verwildern, da sie sich fortlaufend selbst aussäen. Viele Arten kreuzen sich damit auch ganz von allein, sodass immer neue Farbvariationen im Garten zu finden sind.

Regelrecht dramatische Akzente erzielt man mit der schwarzvioletten Sorte „Blackjack“ und leuchtend gelben Varietäten, aber auch mehrfarbige Sorten in Lila- und Brauntönen beleben die Gartenlandschaft immens.

Pflanzung und Standort

Hornveilchen gedeihen sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Plätzen sehr gut. Normale, gut durchlässige Gartenerde oder für Gefäßkulturen Einheitserde sind für Hornveilchen ideale Voraussetzungen.

Hornveilchen
Hornveilchen sind pflegeleicht und robust.

Gepflanzt werden die Jungpflanzen von März an bis in den Oktober in Abständen von etwa zehn Zentimetern. Durch die Selbstaussaat der Pflanzen können Jungpflanzen auch problemlos über das gesamte Jahr, außer in frostigen Zeiten, umgesetzt werden.

Sehr schöne Akzente bilden die Hornveilchen in Gruppen gepflanzt, aber auch im Zusammenspiel mit den einfarbigen Blüten von Primeln im Frühjahr, Astern oder Zinnien im Sommer sowie Chrysanthemen im Herbst.

Als Unterpflanzung von laubabwerfenden Gehölzen wie Felsenbirne, Deutzie, Tamariske oder Perückenstrauch wirken sie insbesondere in der kalten Jahreszeit sehr belebend.

Pflege, Düngung und Vermehrung

[the_ad_placement id=“im-content“]Es ist zu empfehlen, verwelkte Blüten regelmäßig zu entfernen, damit die Nachblüte gefördert wird. Natürlich können diese auch bis zur Samenreife stehengelassen werden, um einer Selbstaussaat stattzugeben.

Im Frühjahr oder Sommer gesetzte Pflanzen können zur vermehrten Blütenbildung eine Düngung in Form von herkömmlichem Flüssigdünger im Gießwasser erhalten. Danach ist keine weitere Düngung erforderlich.

Die Vermehrung kann mittels Aussaat in der Zeit von Februar bis März im Haus, von April bis Juli draußen in Töpfen mit Einheitserde vorgenommen werden. Pflanzen, die im Haus vorgezogen wurden, können ab Mai ins Freiland verpflanzt werden. Die weiteren Pflanzen aus Töpfen oder der Selbstaussaat werden bis Oktober an ihren endgültigen Standort gesetzt.

Sorten, die sich nicht rein vermehren, können auch durch Kopfstecklinge im Sommer in Töpfen mit Einheitserde an halbschattigen Standorten bewurzelt werden. Diese werden ebenfalls im Oktober an Ort und Stelle ausgepflanzt.

Krankheiten und Schädlinge

Für Hornveilchen haben Krankheiten keine besondere Bedeutung. Wie bei den meisten Veilchen können größere Schäden an den Pflanzen durch einen Schneckenbefall entstehen.