Blumenhartriegel

Blumenhartriegel gelten als aparte, reichblühende Sträucher, die ihre Heimat vor allem in Asien und Amerika haben. Alle zählen zur Gattung der Hartriegel (Cornus) und sind weltweit mit etwa vierzig Arten vertreten.

Japanischer Blumenhartriegel
Japanischer Blumenhartriegel

Die sommergrünen Blumenhartriegel verzaubern vor allem wegen ihrer unübersehbaren, eindrucksvollen, meist bis zu zehn Zentimeter großen Blüten. Jedoch sind die Blüten an sich viel kleiner, aber die farbigen Hochblätter (Brakteen) sorgen für eine wahre Augenweide.

Vor allem bekannt bei uns ist der Cornus florida, ein aus Nordamerika stammender Hartriegel. Er wächst als Baum und wird etwa vier bis sechs Meter hoch. Die Pflanze zeigt grünes, zugespitztes Laub, das sich im Herbst scharlachrot und violett verfärbt. Ist die Pflanze etwa zwei Meter hoch, entwickelt sie ab Mai gelblich-weiße, kleine Blüten, die durch vier meist weiße Hochblätter umgeben werden. Diese sind für die eigentliche opulente Wirkung maßgeblich.

Auch der Japanische Blumenhartriegel, Cornus kuosa, sowie der Chinesische Blumenhartriegel, (Cornus kuosa var.chinensis) sind bei uns sehr beliebt. Sie sind in der Zeit von Juni bis Juli mit zahlreichen Blüten förmlich übersät. Diese zeigen neben Weiß auch rosafarbene Nuancen. Im Herbst nimmt das Laub eine gelbe bis rote Färbung an und sorgt damit nochmals für schöne Akzente im Garten.

Als besondere Zierde gelten im Herbst die himbeerähnlichen Früchte des Chinesischen Blumenhartriegels. Sie stehen dann an den unbelaubten Ästen wie aufgereiht.

Pflanzung und Standort

Blumenhartriegel
Blumenhartriegel

Blumenhartriegel bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Der Boden sollte sandig-humos oder lehmig-humos und weder zu feucht noch zu trocken sein. Staunässe muss daher genauso vermieden werden wie zu große Trockenheit. Bei zu schweren Böden sollte zudem grober Sand zur Pflanzung eingearbeitet werden.

Es empfiehlt sich daher zur Pflanzung im Frühjahr oder Herbst das Einarbeiten von reichlich verrottetem Kompost oder Stallmist.

Gepflanzt werden sollte der Blumenhartriegel entweder in Einzelstellung oder in der Nachbarschaft zu kräftig blühenden Stauden. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel der großen weißen Blüten des Hartriegels mit den leuchtenden Farben von Lupinen, Sonnenbraut, Taglilien oder dem kräftig blau blühendem Rittersporn.

Pflege und Düngung

Um die Feuchtigkeit gut zu regulieren, empfiehlt sich das Mulchen ausgezeichnet. Dies sollte jährlich wiederholt werden.

An trockenen Tagen muss der Blumenhartriegel ausreichend Wasser erhalten, denn er verträgt Trockenheit ebenso wenig wie Staunässe.

Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.

Schnitt und Vermehrung

Geschnitten werden sollte der Blumenhartriegel möglichst wenig, da er sonst an Natürlichkeit verliert. Wird er tatsächlich zu ausladend, kann er direkt nach der Blüte etwas ausgelichtet beziehungsweise zurückgeschnitten werden.

Eine Vermehrung findet über die Aussaat statt. Allerdings verfügen nicht alle Früchte über Samen. Findet man jedoch einen, kann dieser zur Reife im Herbst in einen Topf mit Aussaaterde gesteckt und draußen überwintert werden. Im Frühjahr keimt der Samen dann und kann weiterkultiviert werden, bis er ins Freiland gesetzt wird.

Ältere Sträucher können im Herbst auch geteilt werden. Teilpflanzen werden ebenso tief eingesetzt, wie sie vorher gestanden haben.

Krankheiten und Schädlinge

Lediglich ungünstige Bodenverhältnisse führen dazu, dass Blumenhartriegel nur noch kleine oder wenige eindrucksvolle Hochblätter ausbilden. Deshalb sollte der Standort überprüft und eventuell neu aufgearbeitet werden.

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