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Kumquat

Die Kumquat (Fortunella margarita) gehört zur Familie der Rautengewächse und ist eng mit Zitruspflanzen wie der Zitrone und der Orange verwandt. Bekannt sind Kumquats auch unter den Bezeichnungen Orangenbäumchen, Zwergorangen oder Zwergpomeranzen.

Kumquat Pflanze

Kumquat-Pflanze, typischerweise als Hochstämmchen, im Topf

Ursprünglich stammen die Kumquats aus Ostasien und wurden zu Beginn der Renaissance in den europäischen Fürstenhäusern bekannt. Dort wurden sie neben anderen uns bekannten und beliebten Pflanzen, wie beispielsweise Oleander und Olivenbäumchen, in Parkanlagen und Orangerien kultiviert.

Kumquats werden meist ein bis zwei Meter hoch und wachsen als Hochstamm oder als Strauch. Sie bereichern unsere Gärten und Balkone als imposante Kübelpflanzen, vor allem zur Blüte- und Tragzeit.
Ihre Blätter sind immergrün, glänzend, ledrig lanzettförmig und werden etwa fünf Zentimeter lang. Die Pflanze zeigt in der Wachstumsperiode hübsche, duftende, weiße, bis zu drei Zentimeter große Blüten. Häufig findet man gleichzeitig mit den Blüten die dekorativen, kleinen Früchte, die aussehen wie Orangen in Miniaturausgabe.

Die Früchte werden in der Regel samt der Schale und den Kernen gegessen, können auch zu Marmelade verarbeitet oder für Getränke verwendet werden. Die Schale schmeckt herb bis süßlich, das Fruchtfleisch weist einen bitteren bis sauren Geschmack auf.

Kumquats können bis zum Frosteintritt im Freien verbleiben und vertragen kurzzeitig auch Temperaturen um 0 Grad Celsius.

Pflanzung und Standort

Kumquat Fortunella margarita

Kumquat (Fortunella margarita) hier Früchte und Blätter im Detail.

Kumquats sind wärmeliebende Gehölze, die es ganzjährig hell und sonnig, allerdings ohne Zugluft, haben möchten. Im Sommer sollten sie warm stehen, auch im Freien, während sie es im Winter etwas kühler, zwischen fünfzehn und achtzehn Grad Celsius, mögen.

Gepflanzt werden Kumquats am besten im Frühjahr in einen ausreichend großen Kübel, damit das jährliche Umtopfen erspart wird. Das Substrat sollte gut durchlässig und leicht sauer sein.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Im Sommer sollten Kumquats regelmäßig mit kalkfreiem Wasser reichlich versorgt werden. Zudem sollten sie häufig mit lauwarmem Wasser übersprüht werden. Von März bis August sollten sie wöchentlich schwache Düngergaben erhalten. Im Fachhandel sind eigens für Zitrusgewächse Präparate zur Düngung erhältlich.

Droht die Wurzel der Pflanze den Topf zu sprengen, sollte sie im Frühjahr in einen größeren Kübel umgetopft werden.

Kumquats, die im Herbst ihre Blätter verlieren, müssen trocken und kühl überwintert werden. Vor allem darf nur noch mäßig gegossen werden. Meist treiben die Pflanzen im Frühjahr wieder aus.

Eine Vermehrung der Kumquats ist wenig erfolgversprechend und gestaltet sich schwierig. Im Frühsommer kann ein Trieb abgeschnitten und in einen Topf mit Anzuchterde gesteckt werden. Zusätzlich kann über den Steckling eine Plastikhaube gestülpt werden, die jedoch auch täglich abgehoben werden muss, um eine Lüftung vorzunehmen und den Steckling zu gießen. Mit viel Glück kann der Steckling anwachsen.

Auch mit den kleinen Kernen der Früchte ist eine Vermehrung möglich, jedoch tragen durch Samen gezogene Pflanzen häufig weder Blüten noch Früchte.

Krankheiten und Schädlinge

Manchmal werden Kumquats von Woll-, Schmier– oder Blattläusen befallen. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit, vor allem im Winterquartier, zeigen sich die Tiere dann häufig zuerst auf den Blattunterseiten oder auch an den Zweigen.

Ist dies der Fall, kann als erste Maßnahme die gesamte Pflanze gründlich lauwarm abgeduscht werden. Schildläuse kann man zudem sehr gut mit einer alten Zahnbürste von den Blättern abbürsten, Wollläuse hingegen werden gründlich mit Küchenkrepp abgewischt. Gegen Blattläuse helfen manchmal bereits vorbeugend kleine Abwehrstäbchen aus dem Fachhandel, die in die Erde gesteckt werden.