Schaumblüte

Schaumblüte
Mit seinen traubenförmigen Blüten ist die Schaumblüte ein dezenter und schöner Bodendecker.
Schaumblüte
Mit seinen traubenförmigen Blüten ist die Schaumblüte ein dezenter und schöner Bodendecker.

Die Schaumblüte (Tiarella) ist eine ausdauernde, mehrjährige Rhizomstaude, die bis zu minus fünfzehn Grad winterhart ist und zur Familie der Steinbrechgewächse gehört.

Hat die Schaumblüte genügend Raum, breitet sie sich stark aus und bildet ein Meer von winzig weißen bis blassrosa Blüten in lockeren Trauben (siehe Bild), die an aufrechten Stängeln in der Zeit von Mai bis August wachsen. Sie werden bis zu dreißig Zentimeter hoch und überragen die herzförmigen, circa zehn Zentimeter langen, gelappten und gesägten Blätter um Einiges. Als dichter Bodendecker eignen sie sich an günstigen Standorten hervorragend und breiten sich, je nach Sorte, recht schnell aus.

Besonders wucherfreudig ist die Tiarella cordifolia aus dem Osten Nordamerikas, wo sie in Bergwäldern heimisch ist und ausgedehnte Kolonien bildet. Für kleinere Gärten eignen sich die etwas weniger wuchernden T. wherryi oder Bronze Beauty mit cremeweißen Blüten und braunem Laub.

Pflanzung und Standort

Die Schaumblüte gedeiht sowohl im Halbschatten als auch im Schatten unter Sträuchern und Bäumen. So bildet sie schöne Kontraste zu Herzblattlilien, Lungenkraut, Dickmännchen und vielen Farnen, wie bspw. dem Pfauenradfarn. Auch in der Nähe von blühenden Sträuchern und Hecken wie bspw. Tamarisken, blühenden Weigelien oder Perückensträuchern wirkt sie sehr dekorativ.

Pfauenradfarn Bärlauch Schaumblüte
Pfauenradfarn in Kombination mit Bärlauch und der Schaumblüte.

Sie benötigt für gutes Wachstum einen lockeren, humosen Boden, der feucht, jedoch nicht moorig sein darf.

Gepflanzt wird die Staude im Frühjahr oder Herbst im Abstand von etwa vierzig Zentimetern.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Die Schaumblüte benötigt wenig Pflege. Lediglich im Herbst muss sie bis zum Boden zurückgeschnitten werden.

Gegossen werden muss sie erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.

Da sie nährstoffreiche Böden benötigt, empfiehlt es sich, im zeitigen Frühjahr Lauberde und reifen Kompost einzuarbeiten. Auch im Herbst sollte dies wiederholt beziehungsweise sollte herabfallendes Laub nicht weggeharkt werden. So erspart man sich langfristig zusätzliche Düngergaben.

Vermehrt werden kann die Schaumblüte durch eine Teilung der Rhizome entweder im Frühjahr nach Austriebsbeginn oder kurz nach der Blüte oder im Herbst. Die jungen Pflanzen werden dann in Abständen von etwa vierzig Zentimetern eingepflanzt und müssen gut feucht gehalten werden.

Auch eine Aussaat im Frühjahr im Freiland oder im Herbst im Kasten ist möglich. Jedoch müssen Sämlinge aus dem Herbst vor Frost geschützt werden. So können sie mit einer dicken Schicht Laub oder mit Reisig abgedeckt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Manchmal werden Schaumblüten von Schnecken befallen. Insgesamt kann die Pflanze das meist durch ihr starkes Wachstum gut kompensieren. Nehmen die Schnecken jedoch überhand, sollten sie abgesammelt und Schneckekorn ausgebracht werden. Weitere Tipps bei einem Schneckenbefall gibt es in einem eigenen Beitrag.