Pfauenradfarn (Adiantum pedatum)

Pfauenradfarn Adiantum pedatum
Pfauenradfarn (Adiantum pedatum) liebt schattige und feuchte Standorte.

Der Pfauenradfarn (Adiantum pedatum) gehört zur Familie der Saumfarngewächse und ist ursprünglich in Ostasien, Nordamerika und dem Himalaya beheimatet. Dort wächst er auf feuchten Wiesen, an Uferzonen, Wasserfällen und in feuchten Wäldern. Bei uns ist er auch unter der Bezeichnung Hufeisenfarn bekannt und ist mit dem Frauenhaarfarn verwandt.

Pfauenradfarn Bärlauch Schaumblüte
Pfauenradfarn in Kombination mit Bärlauch und der Schaumblüte.

Die federähnlichen Blätter, angeordnet wie ein Pfauenrad, lassen Rückschlüsse auf die Namensgebung zu.

Der Pfauenradfarn besticht durch seine grazilen Wedel, die hellgrün bis blaugrün im Frühjahr aus einer Rosette erscheinen. Die Wedel sind fein zerteilt und wachsen an drahtigen, schwarzen Stielen.

Der Farn wächst sehr langsam, horstartig und erreicht Höhen von etwa fünfzig Zentimetern. Dabei zeigt er sich buschig und leicht überhängend. Ist er einmal eingewachsen, breitet er sich jedoch wie alle Farne recht umfangreich durch seine unterirdischen Rhizome sowie durch die Sporen an den Unterseiten der Blätter aus.

Farne sind besonders in naturnahen Gärten, unter Bäumen, an Wasserläufen oder Teichen zu empfehlen. Neben anderen Pflanzen, die Feuchtigkeit lieben, ist er nahezu unerlässlich. Besonders hübsch lässt sich Pfauenradfarn mit Wasserdost, Sumpfstorchenschnabel, Sumpflilien und -gladiolen, Schwert– und Taglilien, Frauenmantel und Günsel kombinieren. Auch in einer Waldartigen Ensemble mit dem wohlschmeckenden Bärlauch und der Schaumblüte ergeben sich schöne Kombinationen (siehe Bild).

Pflanzung und Standort

Farne bevorzugen generell halbschattige bis schattige Plätze. Der Boden sollte feucht bis nass und humos sein. Eine Pflanzung im Gartenbeet gilt als wenig erfolgversprechend, da der Boden insbesondere an Sommertagen zu stark austrocknet.

Pfauenradfarn Adiantum pedatum
Pfauenradfarn (Adiantum pedatum) liebt schattige und feuchte Standorte.

An Teichen hingegen wächst der Pfauenradfarn gut, solange der Boden permanent feucht ist. Auch unter Bäumen lässt er sich ansiedeln, wenn auf ausreichende Feuchtigkeit geachtet wird.

Gepflanzt wird der Pfauenradfarn am besten im Herbst in Abständen von etwa fünfzig Zentimetern. Es sollte auf ausreichenden Platz geachtet werden, da sich der Pfauenradfarn mäßig schnell ausbreitet. Wer die unterirdische Ausbreitung vermeiden möchte, sollte bereits bei der Neupflanzung Wurzelsperren in den Boden einbringen.

Pflege, Düngung und Vermehrung

[the_ad_placement id=“im-content“]Pfauenradfarn benötigt sehr wenig Pflege. Er benötigt keinen Schnitt, da sich die Pflanze im Spätherbst von allein zurückzieht. Lediglich verwelkte Wedel sollten an der Basis abgetrennt werden.

Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig, sofern der Hufeisenfarn eine ständige Humuszufuhr erfährt. Dies ist gegeben, wenn er an einem permanent feuchten Standort steht. Ansonsten sollte im Frühjahr sowie noch zusätzlich drei Mal im Jahr reichlich Humus um die Pflanze ausgebracht werden. Dies sichert eine ausreichende Nährstoffzufuhr.

Eine Vermehrung kann im Spätsommer mittels Teilung einer älteren Pflanze vorgenommen werden. Dafür wird die Pflanze mit einem Spaten geteilt und das Teilstück an anderer Stelle erneut eingepflanzt. Bis zum Winter wächst das Teilstück an und zieht sich dann ebenso zurück, um im Frühjahr erneut auszutreiben.

Pflanzen, die durch Selbstaussaat an entfernten Stellen gewachsen sind, können natürlich auch entsprechend ab dem Frühjahr umgesetzt werden. Eine Aussaat in Töpfen ist jedoch recht schwierig und daher nicht empfehlenswert.

Krankheiten und Schädlinge

Erhält der Pfauenradfarn genügend Feuchtigkeit und Humus, gedeiht er prächtig und zeigt keine Schwächen. Zu trockene, sonnige Standorte lassen ihn jedoch kümmern und schließlich absterben.