Pupurglöckchen

Pupurglöckchen Heuchera
Blüten des Pupurglöckchen.

Das Purpurglöckchen (Heuchera) ist eine attraktive, halbimmergrüne Staude, die zur Familie der Steinbrechgewächse gehört. Sie bildet eine eigene Gattung, die nach dem deutschen Arzt und Botaniker Johann Heinrich von Heucher benannt ist.

Wie eine zarte, rosa Wolke scheinen die kleinen, glockenförmigen Blüten des Purpurglöckchens über den gelappten grünen Blättern zu schweben. Sie wachsen in Rispen an etwa dreißig bis fünfzig Zentimeter langen Stielen aus dem Blattgrün hervor. Die Stammart blüht rosa, es gibt jedoch auch Züchtungen mit leuchtend rosa, weißen und tiefroten Blüten. Sie eignen sich hervorragend als Bodendecker für Beetränder und können Wuchshöhen von bis zu über einem Meter erreichen.

Purpurglöckchen blühen in der Zeit von Mai bis September und sind bis zu minus fünfzehn Grad winterhart.

Pflanzung und Standort

Purpurglöckchen bevorzugen vollsonnige Standorte, gedeihen jedoch auch im Halbschatten. Ideal sind lockere, gut durchlässige Böden. Bei ständiger Feuchtigkeit geht die Pflanze jedoch ein.

Pupurglöckchen Blätter
Auch die Blätter des Pupurglöckchen sind dekorativ.

Gepflanzt werden sollte die Staude im Frühjahr oder Herbst im Abstand von etwa zwanzig Zentimetern. Für hohe Sorten sollte die halbe zu erwartende Wuchshöhe als Richtwert genommen werden.

Besonders schön wirken ihre zarten Blüten inmitten von Beetrosen, in der Nähe von Funkien, aber auch vor Thuja oder Buchsbaum. Ebenso dekorativ wirken niedrige Arten des Purpurglöckchens im Steingarten neben Grasnelken, Hauswurz und Gänsekresse.

Besonders dekorativ und auffallend wirken die Kombinationen, wenn es sich um eine rotblättrige Sorte des Purpurglöckchens (siehe Bild unten) handelt.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Verblühte Stiele sollten sofort bis fast zum Boden zurückgeschnitten werden. Auch sollten abgestorbene Blätter entfernt werden. Dies kräftigt die Staude insgesamt und sorgt für ein üppiges Wachstum.

Zu Beginn der Vegetationszeit empfiehlt sich eine Volldüngergabe. Auch eine dünne Schicht reifen Komposts ist anstelle einer Düngung sehr empfehlenswert. Danach ist keine weitere Düngung notwendig.

Das Purpurglöckchen lässt sich, wie die meisten Stauden, recht einfach durch Teilung vermehren. Gut entwickelte Stauden werden im Frühjahr oder Herbst geteilt. Die neuen Pflanzen müssen jedoch über ausreichend oberirdische Teile sowie Wurzeln verfügen, um anzuwachsen.

Grundsätzlich empfiehlt sich eine Verjüngung der Staude nach etwa vier Jahren, da die Heuchera zum Teil stark verholzt.

Eine Aussaat ist im Frühjahr an Ort und Stelle möglich. Auch Basalstecklinge, die im Sommer geschnitten und in die Erde gesetzt werden wuzeln meist problemlos an.

Krankheiten und Schädlinge

Werden Wurzeln und Stängel von Rüsselkäferlarven befallen, stirbt die Pflanze in der Folge ab. Dies geschieht häufig vor allem durch den zu spät erkannten Wurzelfraß der Schädlinge.
Hier hilft der Einsatz von Nematoden (Fadenwürmer), die in die Erde gesetzt werden. Ist der Befall bereits zu stark, sollte die Pflanze vernichtet werden, wobei gesunde Teile zur Vermehrung genutzt werden können.

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