Hauswurz

Hauswurz

Hauswurzen (Sempervivum), auch als Dachwurz bezeichnet, bilden eine artenreiche Gattung innerhalb der Familie der Dickblattgewächse. Aus dem Lateinischen leitet sich „semper“ mit der Bedeutung „immer“ sowie „vivus“ für „lebend“ ab.
Im Volksglauben galt die Pflanze früher als sicherer Schutz vor Blitzeinschlägen und wurde deshalb auf den Dächern gepflanzt. Deshalb gab man ihr die Bezeichnung Dach- und Hauswurz.

Über fünfzig Arten mit etwa siebentausend Sorten sind weltweit bekannt. Etliche werden in Gärten als anspruchslose Zierpflanzen kultiviert.

Hauswurz
Hauswurz eignet sich auch für die Bepflanzung von Mauern.

Daraus kann man schlussfolgern, dass Hauswurzen mehrjährige, sukkulente Pflanzen sind, die sehr anspruchslos im Garten überdauern können. Aufgrund ihrer fleischigen Blätter, die rosettenartig angeordnet sind, speichern sie Feuchtigkeit und Nährstoffe über lange Zeit.

Zur Blütezeit, die bei den meisten Arten zwischen Mai und August liegt, ragt ein Stängel von drei bis zu dreißig Zentimetern aus der Blattrosette heraus, an dem eine weiße, gelbe oder rosafarbene, spärliche Blüte zu sehen ist. Der eigentliche Schmuck der Dachwurzpflanze besteht jedoch weniger in der Blüte, als vielmehr in den schmuckvollen Blattrosetten, die sich an geeigneten Plätzen sehr großflächig ausbreiten können.

Hauswurzen eignen sich deshalb sehr gut als Bodendecker vor allem in Steingärten. Ihre Rosetten sind zumeist halbkugelig, sternförmig ausgebreitet und immergrün, sodass sie selbst an kalten Wintertagen nichts von ihrem ungewöhnlichen Aussehen einbüßen und dafür ebenso im Winter für einen hübschen Anblick sorgen. Ihre Rosettengröße sowie die Farben variieren sehr stark, sodass man zahlreiche Sorten sehr gut kombinieren kann und damit für Abwechslung im Beet sorgt.

Pflanzung und Standort

[the_ad_placement id=“im-content“]Hauswurzen bevorzugen sonnige, heiße Plätze und vor allem trockenen Boden. So eignen sie sich hervorragend zur Pflanzung an wenig beschatteten Wegen oder Rabatten, aber auch in Steingärten neben Polsterstauden wie Rotes Seifenkraut, Moossteinbrech oder in der Nähe zu BlauschwingelKugelprimeln, Enzian oder Hornveilchen.

Gepflanzt werden kann Hauswurz vom Frühjahr bis in den Herbst hinein jederzeit. Die Abstände sollten je nach Größe das Doppelte der Rosette betragen.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Hauswurzen sind nicht sehr pflegeextensiv, da sie sehr gut mit Trockenheit zurechtkommen und selbst an heißen Tagen nicht gegossen werden müssen. Auch eine Düngung ist nicht erforderlich.

Hauswurz Steingarten
Auch in Steingärten kommt Haus- oder Dachwurz sehr gut zur Geltung.

Zu vermeiden ist unbedingt ständige Feuchtigkeit oder gar Staunässe. Dies führt zum Verfaulen des Dickblattgewächses. Deshalb ist auf gut drainierte Böden, auch in Kübeln oder Töpfen, unbedingt zu achten.

Die Vermehrung gestaltet sich mit den kleinen, überirdisch gebildeten Tochterrosetten sehr einfach. Diese werden lediglich von der Mutterpflanze abgetrennt und an einem anderen Ort eingesetzt und leicht angegossen. Die beste Zeit zur Vermehrung von Dachwurz ist der Hochsommer.

Eine Vermehrung mit den an den verwelkten Blüten zu findenden Samen erweist sich als schwierig und wenig erfolgversprechend.

Krankheiten und Schädlinge

Lediglich zu feuchte oder nasse Standorte lassen die Pflanze verkümmern. Ansonsten sind keine Krankheiten oder Schädlinge bekannt.