Beetrosen

Beetrose weiß
Ungefüllte Beetrosen in Weiß.

Als Beetrosen werden die Rosengewächse Polyantha-, Polyantha-Hybrid– sowie die Floribundarosen zusammengefasst. Die höherwachsenden Sorten dieser Klasse werden ihrem Verwendungszweck entsprechend unter Strauch- oder Kletterrosen eingeordnet.

Die charakteristischen Merkmale der Beetrosen bestehen in der Vielblütigkeit sowie im rispenförmigen Blütenstand. „Polyantha“ ist aus dem Griechischen abgeleitet (polyanthus) und bedeutet „vielblumig“.
Beetrosen werden heute gegenüber den Teehybriden wegen ihrer Dauerblütigkeit und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Frost für die Beetbepflanzung bevorzugt.

Beetrose weiß
Ungefüllte Beetrosen in Weiß.

Wertvoll ist zudem, dass sich die Blüten der Beetrosen vielfach sehr lange halten. Manchmal ist dies jedoch auch ein Nachteil, da sie dann häufig am Stock vertrocknen und Schädlingen damit eine Angriffsfläche bieten. Bevorzugt werden deshalb Sorten, die sich vorrangig selbst „putzen“; das heißt, dass sie die Blütenblätter selbst abwerfen.

Eine Unterbrechung der Blütezeit bei Beetrosen ist heute kaum noch spürbar. Ausdauernd erfreuen sie die Betrachter in der Zeit von Mai bis weit in den Herbst hinein. Ihr Wuchs ist buschig, niedrig bis mittelhoch und ihr Laub ist zumeist dicht und kräftig. Daher werden diese Rosen als Bodendecker eingesetzt und beschatten den Boden besser als beispielsweise Teehybriden. Auch zur Hangbepflanzung eignen sich die Rosenbodendecker sehr gut.

Ihre Blütenformen und -farben weisen eine große Vielfalt auf. So gibt es Beetrosen von strahlendem Weiß (Innocencia) über Gelb (Friesia), Apricot (Kosmos), Rosa (Rosenfee) und Rot (Stadt Eltville) bis hin zu Violett (Rhapsody in Blue).

Zahlreiche gefüllte, halb- oder ungefüllte Sorten werden im Handel angeboten. Unter den Beetrosen gibt es allerdings nicht die typischen Duftrosen. Einige unter ihnen verströmen zumeist nur einen zarten Duft.

Pflanzung und Standort

Rosen mögen in jedem Fall sonnige Standorte. Etliche Züchtungen der Beetrosen gedeihen jedoch auch im Halbschatten sehr gut.

Beetrosen Lavendel
Beetrosen vor Lavendel.

Der Boden sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein. Sehr schwere Böden sollten aufgearbeitet und durchlässig gemacht werden.

Die Pflanzung der Beetrosen erfolgt im Frühjahr oder im Herbst. Dazu werden die Wurzeln der Rosenstöcke etwa zwölf Stunden gewässert. Anschließend werden die Wurzeln eingekürzt und die Stöcke in Abständen von etwa dreißig bis vierzig Zentimetern eingepflanzt. Es ist darauf zu achten, dass sich die Veredlungsstelle oberhalb der Erde befindet. Bis zum Anwachsen sollten die Beetrosen regelmäßig gewässert werden.

Beetrosen eignen sich hervorragend als Nachbarbepflanzung auf verschiedenen Beeten und Rabatten. So ergeben Rosen im Zusammenspiel mit Riesen– oder normalem Schleierkraut immer ein tolles Bild, aber auch neben Lavendel, Lupinen oder Ginster wirken sie sehr edel.

Pflege, Düngung und Vermehrung

[the_ad_placement id=“im-content“]Beetrosen erfordern wenig Pflege. Lediglich Verblühtes kann aus ästhetischen Gründen ausgeputzt werden. Bei lang anhaltender Trockenheit müssen sie regelmäßige Wassergaben erhalten.

Da die Beetrosen winterhart sind und Fröste vertragen, müssen sie keinen Winterschutz erhalten. Zu empfehlen ist jedoch das Abdecken mit Reisig vor allem in sehr rauen Lagen, damit sie nicht zu weit zurückfrieren. Zu verzichten ist jedoch auf eine Laubabdeckung, da Rosen dies eher nicht mögen.

Gedüngt werden die Beetrosen frühestens vier Wochen nach der Pflanzung mit speziellem Rosendünger, der im Fachhandel erhältlich ist. Im Frühjahr können sie jedoch auch durch natürlichen Dünger wie Kompost oder Stallmist viele Nährstoffe erhalten, die das Wachstum und die Blühfreudigkeit zusätzlich anregen.

Die Vermehrung gestaltet sich recht schwierig, da Rosen veredelt werden müssen, um in gleicher Schönheit als Tochterpflanze zu erstrahlen.

Krankheiten und Schädlinge

Beetrosen können wie alle Rosen empfänglich sein für Blattläuse, Rosenblattwespen oder Milben (Spinn– oder Gallmilben). Bei starkem Befall durch tierische Schädlinge können Marienkäfer, Schlupfwespen oder Raubmilben Abhilfe schaffen.

Manchmal wird es jedoch notwendig, spezielle chemische Mittel einzusetzen.

Zur Stärkung der Beetrosen empfiehlt sich jedoch auch das Spritzen mit Ackerschachtelhalmbrühe im Frühjahr.