Grasnelken

Die Grasnelke (Armeria maritima oder Armeria alpina) gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse und wird auch als Steingartennelke, Strandgrasnelke (A. maritima) oder Alpengrasnelke (A. alpina) bezeichnet. Sie ist an den Küsten der nördlichen Halbkugel, insbesondere am Mittelmeer oder den Alpen verbreitet, wo sie auf steinigen und sandigen Böden auch unter extremen Verhältnissen gedeiht.

Die Grasnelke ist eine buschig wachsende, wintergrüne Staude, die bis zu zwanzig Zentimeter hoch und etwa dreißig Zentimeter breit werden kann. Die köpfchenförmigen Blütenstände sitzen auf langen Stängeln. Die Farben reichen je nach Sorte von Weiß über Rosa bis Hellrot, wobei es auch Züchtungen in Feuerrot, Goldgelb, Dunkelrot mit weißen Rändern sowie andere Leuchtfarben gibt.

Sie blüht in der Zeit von Juni bis September und kann als dankbare Schnittblume eine Vase zieren.

Pflanzung und Standort

Grasnelken
Grasnelken vor maritimen Hintergrund.

Beste Bedingungen hat die Grasnelke an vollsonnigen Standorten. Neben Sonne verträgt sie auch Wind. Deshalb eignet sie sich hervorragend, wie der botanische Name Armeria maritima schon vermuten lässt, zur Pflanzung in Gärten am Meer (siehe Bild). Aber auch in sonnigen Steingärten findet sie neben Steinbrech, Blaukissen, Gänsekresse, Blauschwingel und der Polsterglockenblume einen guten Platz.

Sie wächst auf nahezu allen Böden, sofern dieser gut entwässert ist. Sehr dichte Böden können mit grobem Sand durchlässig gemacht werden.

Gepflanzt werden kann die Grasnelke im Frühjahr oder im Herbst in Abständen von etwa fünfundzwanzig Zentimetern.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Verwelkte Blüten müssen regelmäßig abgeschnitten werden, um eine lange Blütezeit bis in den Herbst hinein zu gewährleisten.
Da die Grasnelke eine wintergrüne Staude ist, sollten die letzten Blüten im Spätherbst entfernt werden.

Lediglich zu Beginn der Vegetationsperiode benötigt sie eine Anschubdüngung mittels eines herkömmlichen Volldüngers für Stauden. Danach sind keine weiteren Düngergaben notwendig.

Eine Vermehrung kann durch Teilung im Frühjahr vorgenommen werden. Hierfür werden die geteilten Pflanzen im Abstand von etwa zwanzig Zentimetern ebenso tief eingesetzt, wie die Mutterpflanze vorher stand.

Eine Aussaat im April an Ort und Stelle ist möglich, wenn im Sommer halbreife Samenstände geschnitten und trocken, dunkel und frostfrei aufbewahrt wurden.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn der Boden zu schwer oder wenig durchlässig ist, neigt die Grasnelke zur Wurzelfäule. Hierbei handelt es sich um einen Pilz, der im Wurzelbereich zu finden ist. Die Krankheit äußert sich durch gelbe, schlapp herabhängende Blätter und sehr geringes Wachstum der Pflanze insgesamt. Wird die Pflanze dem Boden entnommen, sind häufig matschige Wurzeln anzutreffen, die in der Folge die gesamte Pflanze absterben lassen.

Bei frühzeitiger Entdeckung können die Pflanzen zurückgeschnitten werden und müssen einen neuen, trocknen Standort erhalten.

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