Zierkohl

Nachdem die Sommerblüte vorbei ist, bringt der Zierkohl (Brassica) herbstliche Farbenpracht in den Garten. Er gehört zur Familie der Kohlgewächse und ist eng mit dem Grünkohl verwandt. Die meisten Arten des Zierkohls wurden in Japan gezüchtet.

Zierkohl
Zierkohl eignet sich zur Pflanzung im Topf oder im Garten.

Die rotvioletten, rosafarbenen und weißen Krausköpfe sind beliebte Gartenblumen im Herbst und Winter. Sie entwickeln ihre typischen Farben und leuchten erst besonders intensiv, wenn die Temperaturen zehn Grad Celsius unterschritten haben. Zudem sind die meisten Arten bis zu minus fünfzehn Grad Celsius frosthart.

Besonders attraktiv wirkt Zierkohl, wenn Töpfe und Kübel damit bepflanzt werden. So können diese bei stärkeren Frösten auch gut einen geschützten Platz erhalten, um an wärmeren Wintertagen erneut die Betrachter zu erfreuen. Auch kann Zierkohl, der selbst im Freiland angebaut wurde oder aus biologischem Anbau stammt, als schmackhaftes Kohlgericht zubereitet oder als Dekoration für andere Speisen genutzt werden.

Zierkohl wird höchstens vierzig Zentimeter breit und hoch und benötigt eine Kulturzeit von etwa drei Monaten. Empfehlenswerte Sorten sind Attraction, King Red, King White sowie Red & White Peacock.

Pflanzung und Standort

Für eine kräftige Färbung im Herbst und Winter empfiehlt sich ein vollsonniger Standort.

Der Boden sollte vor dem Pflanzen mit verrottetem Kompost oder Stallmist angereichert werden. Saure Böden hingegen müssen aufgekalkt werden. Für Töpfe und Kübel kann Einheitserde verwendet werden, allerdings sollte für eine gute Entwässerung gesorgt werden.

Gepflanzt wird der Zierkohl im September. Besonders schön wirkt er als Gruppe gepflanzt in Kübeln. Aber auch unter laubabwerfenden Gehölzen wie Forsythien, Haselnusssträuchern oder Weigelien bildet er besonders an verschneiten Tagen sehr schöne Farbakzente. Ebenfalls verträgt er sich gut mit Heidekräutern unterschiedlicher Couleur.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Pflanzen, die den Winter überstehen, blühen im Frühjahr gelb. Dann kann Saatgut abgenommen und im Sommer (Juni/Juli) in Töpfe ausgesät werden. Die Töpfe sollten an halbschattigen Standorten stehen und häufig gegossen werden. Nach einer Woche erscheinen die Keimlinge und können dann in Einzeltöpfe umgesetzt und weiterkultiviert werden.

Während der Sommermonate sollte im Abstand von zwei Wochen stickstoffbetonter Dünger gegeben werden. Hervorragend eignet sich Tomatendünger, da dieser eine intensive Färbung des Zierkohls fördert.

Bei Frösten unter fünfzehn Grad minus sollte der Zierkohl geschützt stehen, da er ansonsten erfriert. Durch Frost geschädigte Pflanzen sollten entfernt werden.

Nach dem Winter kann der Zierkohl ausgerissen und kompostiert werden.

Krankheiten und Schädlinge

Wie alle Kohlsorten kann auch der Zierkohl von Kohlschädlingen befallen werden, typisch sind hier der Befall mit Kohlfliegen oder durch den Kohlweißlingraupen. Sind Raupen ersichtlich, sollten diese sorgfältig abgesammelt werden, da sie den Zierkohl ansonsten schnell anfressen und er dadurch sehr unansehnlich wird. Zum Teil schädigt der Raupenfraß die Pflanze so stark, dass sie abstirbt. Wiederholt sich ein Befall, sollte ein spezielles Insektizid aus dem Fachhandel zum Einsatz kommen.

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