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Schildblatt

Das Schildblatt (Darmera peltata) gilt als sehr imposante Pflanze, die zur Pflanzenfamilie der Steinbrechgewächse gehört. Sie ist die einzige Art innerhalb der Gattung Darmera und ist ursprünglich im Westen der USA beheimatet. Schildblatt ist die gängigste Bezeichnung, aber die Pflanze ist auch unter den Namen SchirmsteinbrechIndianerrhabarber oder Regenschirmpflanze bekannt.

Schildblatt Blüte

Die kugelförmige Blüte, des Schildblatts, setzt sich aus vielen kleinen Einzelblüten zusammen.

Der lateinische Name verweist bereits auf einen charakteristischen Teil der Pflanze: „Peltet“ bedeutet Schild und beschreibt die Form der Blattspreite, die schildförmig ausgebildet ist. Der Namensteil „Darmera“ ehrt den deutschen Gärtner Karl Darmer (1843-1918).

Das Schildblatt ist in unseren Gärten bisher nur selten zu finden und bildet damit eine Rarität. Die Ähnlichkeit zu Bergenien lässt jedoch die Hoffnung zu, dass zukünftig mehr Schildblattpflanzen kultiviert werden.

Sie wachsen ausdauernd, krautig vor allem an Ufer- und Teichrändern, aber auch im Hintergrund zu Staudenbeeten machen sie eine gute Figur. Dabei bildet die ungewöhnliche Pflanze zwischen April und Juni vorerst einen circa fünfzig Zentimeter langen, rötlichen Blütenstiel, an dem eine rosafarbene, kugelige Doldenblüte erscheint. Die Dolden können mitunter einen Durchmesser von etwa zwölf Zentimetern erreichen.

Erst danach bilden sich die charakteristischen dunkelgrünen Laubblätter aus, deren Blattrand gelappt und abgerundet ist. Die schildförmigen Blätter erreichen nicht selten eine Größe von bis zu sechzig Zentimetern, sodass sie selbst in Einzelstellung sehr attraktiv wirken. Im Herbst verfärben sich die riesigen Blätter zuerst gelb, dann orange, bis sie schließlich ein leuchtendes Rotbraun zeigen, bevor sie abfallen.

Insgesamt kann die Staude Wuchshöhen von bis zu anderthalb Metern erreichen. Auch ihr Umfang nimmt im Laufe der Jahre stark zu, wenn sie ungehindert wachsen kann.
Das Schildblatt breitet sich durch unterirdische Rhizome aus, die an günstigen Standorten sehr schnell wachsen können.

Pflanzung und Standort

Das Schildblatt bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Normale Gartenerde oder auch sumpfige Erde lässt sie ebenso gut gedeihen.

Schildblatt Darmera Peltata Blätter

Die großen Blätter des Schildblatts geben der Teichpflanze ihren Namen.

Gepflanzt wird das Schildblatt im Frühjahr oder Herbst. Je nach Standortwunsch sollten Solitärpflanzen im Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Pflanzen gesetzt werden. Zudem empfiehlt es sich, Rhizomsperren in den Boden einzubringen, damit es bei einer Einzelstellung bleibt.

Erhält sie einen Platz, an dem sie ungehindert wachsen kann, empfehlen sich Abstände von circa einem Meter, damit sich die gigantischen Blätter richtig entwickeln und ausbreiten können.

Das Schildblatt eignet sich als Alternative zu Bambus oder Schilfrohr und verleiht damit nahezu jedem Gartenteich oder Uferzone ein unverwechselbares Äußeres. Sehr hübsch zu den imposanten, großen Laubblättern wirken Blühpflanzen in kräftigen Farben. So wirken Taglilien und Schwertlilien vor dem Schildblatt besonders dekorativ, da sie von den großen Blättern förmlich eingerahmt werden.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Ein fruchtbarer, feuchter, humoser Boden ist maßgeblich entscheidend für das gute Gedeihen des Schildblatts. Im Frühjahr sollte der Boden deshalb mit reifem Kompost aufgewertet werden. Auch organischer Dünger, wie beispielsweise Hornspäne, sind bestens geeignet, um der Pflanze langfristig Nährstoffe zuzuführen.

An heißen Sommertagen sollte ausreichend gewässert werden, denn der Boden darf niemals vollständig austrocknen. Dann hängen die großen Blätter sehr schnell und wirken unschön.

Schildblatt Darmera peltata

Form und Farbe der Blüte erinnert an Bergenien.

Nach der Blüte können verdorrte Blütenstängel tief an der Basis herausgeschnitten werden, das fördert den Blattwuchs.

Im Herbst können die verwelkten Blätter abgeschnitten und kompostiert werden. Werden die Blätter entfernt, zeigt sich ein Austrieb im Frühjahr schneller und kräftiger. Verbleiben sie an der Pflanze und zersetzen sich über den Winter, erfolgt ein Austrieb meist etwas später.

Eine Vermehrung des Schildblatt wird mittels Teilung der Pflanze im Frühjahr vorgenommen. Hierfür wird mit dem Spaten ein Wurzelstück abgetrennt und andernorts wieder eingepflanzt.

Krankheiten und Schädlinge

Sofern die Standortbedingungen ideal sind, wird das Schildblatt weder von Krankheiten noch von Schädlingen befallen.