Bambus, Gartenbambus

Bambus im Garten
Gartenbambus wird immer beliebter, da er schön aussieht und recht schnell wächst.

Bambus (Pseudosasa) gehört zur Familie der Süßgräser und ist ursprünglich in China, Vietnam, Korea und Japan beheimatet. Zwischen neunzehn und sechsunddreißig Arten sind weltweit bekannt, wobei in unseren Breiten eher die mittelwüchsigen zu finden sind.

Bambus im Garten
Gartenbambus wird immer beliebter, da er schön aussieht und recht schnell wächst.

Pseudosasa leitet sich aus dem Griechischen „Pseudo“ ab und bedeutet „falsch“; „sasa“ hingegen kommt aus dem Japanischen und ist gelichbedeutend mit „Bambusgras“. Damit bilden Pseudosasa eine eigene Bambusgattung.

Bambus kann Wuchshöhen zwischen eineinhalb Metern bis zu fünf Metern erreichen. So ist es nicht selten, dass an günstigen Standorten die riesigen Rohre des Bambus in manchen Gärten fast die Haushöhe erreichen oder mühelos Garten- oder Sichtzäune überragen.

Bambus wächst grasartig mit verholzenden, röhrenartigen, oft verzweigten Halmen, die bisweilen durch zierliche, luftige Blätterkronen und lange Blütenrispen sehr dekorativ wirken.

An manchen Standorten neigen sie jedoch zum Überwuchern, sodass dann ausreichend Platz vorhanden sein sollte, da sie ansonsten niedrige Pflanzen leicht verdrängen können.

Pflanzung und Standort

Bambus kann im Frühjahr oder Herbst an schattigen oder halbschattigen Standorten gepflanzt werden. Sie bevorzugen feuchten Boden, sodass sich Uferzonen, Teichränder oder leicht sumpfige Untergründe für die meisten Arten sehr gut eignen.

Je nach Sorte und Verwendung sollte Bambus im Abstand von mindestens fünfzig Zentimetern gepflanzt werden. Sehr gut eignet er sich als Hintergrundbepflanzung, als Sichtschutz oder an schattigen Uferzonen. Akzente setzt der Gartenbambus insbesondere hinter Farnen, in der Nähe von Rhododendren, Freilandazaleen, Hosta, Schaumblüte und Lungenkraut.

Pflege, Düngung und Vermehrung

[the_ad_placement id=“im-content“]Gartenbambus sollte regelmäßig ausgelichtet werden. Dies gilt vor allem für recht hoch und stark wachsende Sorten. Um ein Überwuchern zu vermeiden, ist es ratsam, die unterirdischen Rhizome in regelmäßigen Abständen zu durchtrennen und auszugraben.

Diese können auch zur Vermehrung genutzt werden, sodass Teilstücke an anderen Standorten in der gleichen Tiefe wie die ursprüngliche erneut eingepflanzt werden. Dies sollte im Frühjahr oder im Spätsommer erfolgen.

Auch ist es möglich, große Horste im Herbst mit einem Spaten zu teilen und an einem anderen Standort wieder einzupflanzen.

Bei einem feuchten Standort kann auf zusätzliche Düngergaben verzichtet werden. Wird es jedoch am Standort zu trocken, muss reichlich und regelmäßig gewässert werden, da er ansonsten schnell vertrocknet und abstirbt.

Krankheiten und Schädlinge

Bambus ist sehr robust, sodass er weder von Krankheiten noch von Schädlingen befallen wird.