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Pantoffelblumen

Die Pantoffelblume (Calceolaria) ist in Chile beheimatet und gehört zur Familie der Pantoffelblumengewächse. Die meisten großblütigen Varietäten werden als Zimmerpflanzen kultiviert, während die Freilandarten jährlich aus Samen gezogen und in Beete oder Gefäßkulturen gepflanzt werden.

Pantoffelblume Garten

Pantoffelblume im Garten.

In ihrer Heimat wächst sie als Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von bis zu über einem Meter. Bei uns wird sie jedoch nur einjährig kultiviert, da sie sehr kälteempfindlich reagiert, und wird nur bis zu vierzig Zentimeter hoch und breit.

Pantoffelblumen wachsen auf dicht verzweigten Büschen, die länglich-ovale Blätter aufweisen. Dazwischen bilden sich lange Stängel, die die aparten, vorgewölbten, pantoffelähnlichen Blüten in gelben oder roten oder zweifarbigen Farbvariationen hervorbringen.

Sie blühen in der Zeit von Juni bis September, wobei nur sehr wenige Calceolaria-Hybriden für die Freilandpflanzung geeignet sind. Zu empfehlen sind Sorten wie „Goldbukett“, „Golden Bunch“, „Sunset“, „Sunshine“ und „Goldari“.

Einige Blütenzweige kann man von der Pflanze für die Vase schneiden, sollte aber darauf achten, dass Form und Gestalt der Pflanze nicht leiden.

Pflanzung und Standort

Pantoffelblume

Blüten der Pantoffelblume.

Pantoffelblumen bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Allerdings sollten sie einen Regenschutz erhalten, da sie ansonsten schnell unansehnlich wirken und auch verfaulen.

Der Boden sollte nährstoffreich, feucht und kühl sein. Es ist zu empfehlen, vor der Pflanzung Ende Mai reifen Kompost in die Erde einzuarbeiten.

Gepflanzt werden die Jungpflanzen nach den Eisheiligen und wenn der Boden bereits gut erwärmt ist in Abständen von etwa dreißig Zentimetern. Sehr attraktiv wirken die Pantoffelblumen in der Nähe von Leberbalsam, Männertreu und Studentenblumen.

Auch eine Kübel- oder Topfpflanzung ist empfehlenswert. Bei starkem Regen lassen sich die Pflanzen dann schnell und gut schützen, da sie untergestellt werden können.

Neben der Pflanzung im Garten eignen sich besonders großblütige Sorten der Pantoffelblumen auch als Zimmerpflanze.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Verwelkte Blüten sollten wöchentlich entfernt werden, um die Blütezeit zu verlängern. Abgestorbene Pflanzen können im Herbst ausgerissen und auf den Kompost gegeben werden.

Gedüngt werden Pantoffelblumen im Abstand von zwei bis drei Wochen mit Flüssigdünger, der dem Gießwasser beigegeben wird. Töpfe oder Kübel können eine Gabe Vorratsdünger erhalten; damit entfällt eine weitere Düngung.

Vermehrt werden die Pantoffelblumen mittels Aussaat. Die Samen werden zwischen Januar und März bei Bodentemperaturen von achtzehn Grad Celsius zum Keimen gebracht. Hierfür empfiehlt sich ein beheizbares Minigewächshaus.

Nach etwa drei Wochen werden die Keimlinge in Einzeltöpfe pikiert und weiterkultiviert. Ab Mai können sie abgehärtet und nach den letzten Frösten Ende Mai ins Freiland gepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bei anhaltender feuchter Witterung im Frühsommer besteht die Gefahr des Schneckenfraßes. Dann werden junge Pflanzen häufig über Nacht kahlgefressen und die Pflanze geht in der Folge ein. Hier hilft das vorsorgliche Ausbringen von Schneckenkorn oder andere Hilfsmittel gegen Schnecken.