Leberbalsam

Leberbalsam

Leberbalsam (Ageratum houstonianum) gehört zur Familie der Korbblütler und ist weltweit mit etwa vierzig Arten vertreten. Seine Heimat sind feuchte Wälder und Lichtungen sowie Weiden im Südosten Mexikos, aber auch in Teilen der Tropen und im Süden der USA ist er weit verbreitet.

Leberbalsam
Leberbalsam im Garten

Leberbalsam wird bei uns als kälteempfindliche, einjährige Pflanze kultiviert und ist häufig als Beeteinfassung zu finden. Besonders sehenswert sind die buschigen Röhrenblüten, die von Juni bis September in Blau, Rosa und Weiß an den krautigen, ausdauernden Zwerg- oder Halbsträuchern weithin leuchten. Gelegentlich sind auch zweifarbige Züchtungen zu finden.

Leberbalsam kann Wuchshöhen zwischen fünfzehn und einhundert Zentimetern erreichen. Besonders beliebt sind die niedrigen Zwergsorten für Beeteinfassungen, Töpfe und Kübel. Hier empfehlen sich die Sorten „Blaue Donau„, „Pacific“ sowie „Blue Hawaii“ und „White Hawaii“ ganz besonders, da sie als äußerst reichblühend und widerstandsfähig gelten.

Höhere Sorten, wie etwa „Schnittwunder“ in mittelblauen Nuancen, eignen sich hingegen hervorragend als Schnittblumen.

Pflanzung und Standort

Leberbalsam benötigt vollsonnige, geschützte Standorte. Ein gut durchlässiger Boden sowie die Anreicherung mit Gartenkompost sind unerlässlich für das prächtige Gedeihen. Auch in Kästen und Kübeln sollte für einen ausreichenden Wasserabzug gesorgt werden.

Sehr schön wirkt Leberbalsam im Zusammenspiel mit anderen Sommerblumen, wie beispielsweise Marienglockenblumen, Ringelblumen, Löwenmaul, Hainblumen und Ziertabak.

Gepflanzt wird der Leberbalsam nach den Eisheiligen, frühestens jedoch Ende Mai, wenn der Boden sich erwärmt hat. Die Abstände variieren je nach Wuchshöhe zwischen zehn und vierzig Zentimetern.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Verwelktes sollte regelmäßig entfernt werden, da dadurch die Zweitblüte gefördert wird. Vor allem sollte dies nach langen Regefällen vorgenommen werden.

In langen Trockenperioden im Hochsommer muss regelmäßig gewässert werden.

Bis zum Frosteinbruch blüht der Leberbalsam zumeist unermüdlich und kann nach den ersten Frösten ausgerissen und kompostiert werden.

Für einen kräftigen Wuchs und einen reichhaltigen Blütenflor sorgt das Flüssigdüngen im Gießwasser im vierzehntägigen Abstand. Es ist zudem möglich, vor der Pflanzung Langzeitdünger unter Kompost zu mischen, der der Pflanzerde zugegeben wird.

Ab Februar oder März können Samen zur Vermehrung in kleine Töpfe ausgesät werden. Diese benötigen eine Temperatur von einundzwanzig Grad Celsius, sodass sich hierfür ein beheizbares Zimmergewächshaus anbietet.

Nach etwa einer Woche werden die Keimlinge pikiert und nach dem Abhärten Ende Mai ins Freiland an ihren endgültigen Standort gepflanzt.

Krankheiten und Schädlinge

Steht der Leberbalsam zu nass, entwickelt sich manchmal die Wurzelfäule, die die Pflanze absterben lässt. Deshalb sollte insbesondere für eine Kübelbepflanzung tonhaltige Erde eingesetzt und grundsätzlich für eine gute Entwässerung gesorgt werden.

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