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Glanzmispel

Die Glanzmispel (Photinia), auch Glanzblattmispel oder Lorbeermispel genannt, gehört als immergrünes Laubgehölz zur Familie der Rosengewächse. Photinia wird abgeleitet vom griechischen Wort „photeinos“, bedeutet „glänzend“ und gab daher der Glanzmispel aufgrund ihrer glänzenden Blätter den Namen.

Glanzmispel Photinia

Die roten Austriebe der Glanzmispel bilden einen wunderschönen Kontrast zu grünen Hecken.

Weltweit sind etwa sechzig Arten bekannt, bei uns ist zum Beispiel die Photinia davidiana sehr beliebt, da sie im Herbst und Winter ihre älteren Blätter in leuchtendem Rot zur Schau stellt. Sie erreicht Wuchshöhen von etwa acht Metern, wird bis zu sechs Meter breit und eignet sich hervorragend zur Pflanzung als immergrüne Hecke. Auch andere Arten zeigen beim Austrieb vielfach rosa oder rot gefärbte Blätter. Für Hecken wird meist die Sorte Photinia fraseri verwendet, wohingegen Photinia villosa in der Regel für Einzelpflanzung gepflanzt wird.

Glanzmispeln vertragen Fröste von bis zu minus zwanzig Grad Celsius. Junge Pflanzen sollten jedoch vorsorglich einen Winterschutz aus Reisig erhalten, insbesondere in rauen Lagen.

Ihre Blätter sind wechselständig angeordnet, einfach geformt und ihre Äste und Zweige verfügen oftmals über viele Dornen. Deshalb bieten sie vor allem Vögeln einen sicheren Unterschlupf. Im Herbst bildet die Glanzmispel zudem beerenartige Steinfrüchte aus, die den Vögeln zusätzlich als Nahrung dienen, aber auch einen schönen Winterschmuck darstellen.

Pflanzung und Standort

Glanzmispel Liguster Hecke

Pflanzt man Glanzmispel in Kombination mit grünen Hecken (hier Liguster) ergibt sich ein schönes Farbspiel. (zum Vergrößern klicken)

Die Glanzmispel benötigt einen feuchten, wasserdurchlässigen, möglichst geschützten Standort. Leicht halbschattige Lagen sind zu bevorzugen. Außerdem kann die Glanzmispel keine Staunässe vertragen, da sie dann alle Blätter schnell abwirft. Deshalb sollte zur Pflanzung, aber auch jeweils im Frühjahr, viel Humus in die Erde gemischt und stark gemulcht werden.

Die Pflanzung erfolgt im Frühjahr oder Herbst im Abstand der halben Wuchsbreite. Wenn eine Hecke entstehen soll, ist ein Pflanzabstand von etwa fünfzig Zentimetern anzuraten, was zwei Pflanzen pro laufendem Meter entspricht.

Besonders gut gedeihen Glanzmispeln vor Mauern, wirken jedoch auch sehr schön in gemischten Hecken mit Jasmin, Pfeifenstrauch, Kirschlorbeer oder Forsythie. Auch als Hintergrund vor Stauden wie Margeriten oder farbenfrohe Phlox sind sie sehr hübsch anzusehen.

Pflege und Düngung

Besonders sollte darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht. Wässern ist auch dann erst erforderlich, wenn die obere Bodenschicht trocken ist.

Gedüngt werden sollte die Glanzmispel im Frühjahr mit herkömmlichem Flüssigdünger. Ansonsten benötigt sie keine weiteren Düngergaben.

Schnitt und Vermehrung

Nach der Blüte im Frühjahr sollte die Glanzmispel jährlich ausgelichtet werden. Dazu sollten nicht alle Blütenrispen entfernt werden, da sich noch Früchte bilden.

Je nach Sorte können Glanzmispeln zwischen zwanzig und vierzig Zentimetern jährlich wachsen. Wer eine Hecke haben möchte, sollte sofort nach der Blüte einen mäßigen Schnitt vornehmen. Nach circa drei Jahren ist dann eine Hecke entstanden.

Beeren sollten sofort nach der Reife in einem Kasten ausgesät werden und in einem kalten Raum aufgehen und überwintert werden. Im Frühjahr können die Sämlinge dann ins Freiland verpflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Manchmal werden Glanzmispeln von Blattläusen befallen, die an den jungen Trieben und Blättern saugen und damit für Schäden sorgen. Hier ist empfehlenswert, vorbeugend im Frühjahr mit einem Knoblauchsud mehrmals zu sprühen. Ist die Pflanze befallen, eignet sich auch Brennnesselbrühe zur Bekämpfung.

Auch der Dickmaulrüssler vergreift sich an den Blättern der Glanzmispel, hier hilft nur ein entschlossenes und konsequentes Vorgehen gegen den lästigen Schädling.