Amaryllis oder Ritterstern

Amaryllis Topf Ritterstern Hippeastrum
Eine blühende Amaryllis (Ritterstern oder botanisch: Hippeastrum).

Die Amaryllis (Hippeastrum), auch unter der Bezeichnung Ritterstern bekannt, stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika und gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Dieses beeindruckende Gewächs wird, ähnlich wie der Weihnachtsstern, bei uns vor allem in der Weihnachtszeit häufig als Topfpflanze oder als Schnittblume angeboten. Allerdings ist Vorsicht geboten, da der Ritterstern Giftstoffe enthält.

Amarylliszwiebel Ritterstern
Die Zwiebel einer Amaryllis mit einem kleinen Sproß.

Aus einer dicken Zwiebel entspringt im Winter ein hoher, hohler Schaft mit zwei bis vier riesigen, prächtig gefärbten, trichterförmigen Blüten, aus denen gelbe Staubbeutel herausragen. Entweder zeitgleich mit den Blüten oder kurz danach erscheinen die langen und schmalen Laubblätter. Die Form der Blüten ähnelt sehr den Taglilien oder den Trompetenlilien.
Die Farbvariationen reichen von Zartrosa über Cremeweiß bis hin zu Rot, Purpur oder auch zweifarbigen, gestreiften Exemplaren.

Bei richtiger Handhabung nach der Blüte kann die Zwiebel noch einige Jahre wiederholt austreiben und erneut blühen.

Pflanzung und Standort des Ritterstern

Amaryllis Knospe Ritterstern
Zwei Knospen einer Amaryllis.

Die Amarylliszwiebeln werden ab November derart in Töpfe mit Einheitserde eingesetzt, dass das obere Drittel der Zwiebel aus der Erde ragt (siehe Bild).

Es bieten sich auch spezielle Gläser an, deren Kelch der Zwiebel eine Auflagefläche bietet, sodass lediglich der untere Teil mit den vorerst feinen Wurzelhaaren im Wasser steht. Das Wasser muss regelmäßig aufgefüllt werden, damit die entstehenden Wurzeln die Amarylliszwiebel ausreichend versorgen können.

Eine weitere dekorative Möglichkeit ist eine Vase zu einem Drittel mit Kies oder Granulat zu füllen. Auf dieses Substrat wird dann die Amarylliszwiebel gesetzt und die Vase bis zu den Wurzeln mit Wasser aufgefüllt.

Unabhängig ob nun Topf, Vase oder Glas ist der Standort entscheidend. Damit der Ritterstern schnell und kräftig wächst, benötigt er einen hellen, sonnigen Standort. Je heller der Standort gewählt wird, desto eher und größer erscheinen die Blüten der Amaryllis.

Pflege, Düngung und Vermehrung

[the_ad_placement id=“im-content“]Sobald sich ein Trieb zeigt, sollte die Topfpflanze mehr gegossen werden. Während der Blüte sollte sie zudem kühler stehen. Nach der Blüte sollten weiterhin reichlich gegossen werden. Außerdem sollte während des Blattwachstums wöchentlich mit einem Flüssigdünger gedüngt werden. Das ist sehr entscheidend hinsichtlich der Blüten im kommenden Jahr.
Gegossen werden sollte die Amaryllis mit weichem, zimmerwarmem Wasser. Überschüssiges Wasser sollte stetig entfernt werden, damit die Zwiebel nicht fault.

Im Frühherbst werden die vertrockneten Blätter entfernt. Dann sollte die Zwiebel bei etwa sechzehn Grad Celsius dunkel ruhen dürfen, bevor sie ab November wieder ins Zimmer geholt und gegossen wird.

Amaryllis Topf Ritterstern Hippeastrum
Eine blühende Amaryllis (Ritterstern oder botanisch: Hippeastrum).

Eine Vermehrung kann mit Brutzwiebeln vorgenommen werden. Diese sollten allerdings die Größe eines Apfels erreicht haben, bevor sie von der Mutterpflanze abgetrennt und erneut eingesetzt werden. Brutzwiebeln entwickeln sich häufig nur bei eingetopften Zwiebeln.

Häufige Probleme bei der Pflege der Amaryllis

  • Ab August sollte das Gießen allmählich eingestellt werden. Von September bis Oktober sollte der Amaryllis unbedingt eine Ruhepause gegönnt werden. Dabei muss sie dunkel und trocken gelagert werden.
  • Zu viel Wasser schadet der Zwiebel und lässt sie faulen. Deshalb sollte nach der Blüte bei eingetopften Pflanzen nur in den Untersetzer gegossen werden. Bei Zwiebeln in Gläsern sollten nur die Wurzeln im Wasser stehen.
  • Zwischen Februar und April werden die welken Blüten sowie der verwelkte Blütenstängel entfernt. Geschieht dies nicht, wird die Zwiebel entweder nur Laub treiben oder gar nicht mehr wachsen.

Krankheiten und Schädlinge

Es sind keine besonderen Krankheiten oder Schädlinge bekannt, die die Amaryllis im besonderen befallen.