Die Ursprungsgebiete des Frauenhaarfarns liegen vor allem in den Tropen und Subtropen. Der Frauenhaarfarn (Adiantum capillus-veneris) gehört zur Familie der Saumfarngewächse und wird auch als Venusfarn bezeichnet. Weltweit sind etwa zweihundertfünfzig Arten bekannt. Sein wissenschaftlicher Name bedeutet, dass er vom Wasser nicht benetzt wird und dieses von den feinen Blättern abperlt.

Frauenhaarfarn Topf

Ein Frauenhaarfarn (Adiantum capillus-veneris) im Topf

Bei uns wird der Farn gerne als Zimmerpflanze kultiviert, damit unterscheidet er sich von der verwandten Sorte des Pfauenradfarns (Adiantum pedatum), der verwirrenderweise auch als Frauenhaarfarn bezeichnet wird.

Die zierlichen, fein gegliederten Blattwedel sitzen auf dünnen, glänzend schwarzbraunen, drahtartigen Stielen. An ihnen bilden sich feinen, abgerundeten, kleinen Blättchen. Im Laufe der Zeit wächst der Venusfarn zu einem dichten, hellgrünen Busch heran.

Einige Arten, wie beispielsweise „Fragrantissimum„, überzeugen durch einen zarten Duft, werden bis zu fünfzig Zentimeter hoch und treiben leicht überhängende Wedel. Als starkwüchsig gilt die Sorte „Brilliant“ und durch goldgelbe Wedel betört die Sorte „Brilliant Else„.

Pflanzung und Standort

Da der Frauenhaarfarn ein ursprünglicher Bewohner des Regenwaldes ist, benötigt er zum prächtigen Gedeihen unbedingt Wärme und Schatten sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Er verträgt absolut keine Zugluft und sollte daher unbedingt davor geschützt werden.

Gepflanzt wird der Frauenhaarfarn im Frühjahr in gut durchlässige, normale Erde.

Pflege, Düngung und Schnitt

Der Frauenhaarfarn sollte niemals vollständig austrocken und muss daher regelmäßig gewässert werden. Dazu empfiehlt sich die Verwendung von zimmerwarmem, weichen Wasser. Vermieden werden sollte jedoch Staunässe.

Frauenhaarfarn Adiantum capillus veneris

Diese Sorte des Frauenhaarfarn wird bei uns gerne als Zimmerpflanze kultiviert.

Gedüngt werden sollte der Frauenhaarfarn in der Zeit von März bis Oktober mit einem herkömmlichen Flüssigdünger, der dem Gießwasser im Abstand von zwei Wochen zugefügt wird.

Der Frauenhaarfarn kann im Sommer an einem vor Sonne und Wind geschützten Platz auch draußen kultiviert werden. Besonders dekorativ wirkt er dann im Schatten großer, mediterraner Kübelpflanzen. Er ist zwar bis etwa minus fünf Grad Celsius winterhart, sollte jedoch vor den ersten Frösten wieder ins Zimmer genommen werden.

Im Winter sollte er ebenso warm stehen wie im Sommer.

Ist der Topfballen trotzdem einmal trocken geworden, verwelken die Wedel und ein Blattwurf ist zu beobachten. Dann sollten vertrocknete Wedel am Grund abgeschnitten werden.
Gleiches gilt für die Verjüngung der Pflanze, wenn einige Wedel als unansehnlich erscheinen. Der Frauenhaarfarn verträgt einen Rückschnitt, sodass er an einem warmen, schattigen Standort auch wieder austreibt.

Vermehrung des Frauenhaarfarn

Im Frühjahr kann eine zu groß gewordene Pflanze in einen größeren Topf umgesetzt oder geteilt werden. Dazu wird eine Teilung des Topfballens vorgenommen. Alle Teilpflanzen werden genauso tief eingepflanzt, wie die Mutterpflanze vorher gestanden hat. Die Vermehrung durch Teilung ist beim Frauenhaarfarn einfach und sehr erfolgversprechend.

Manchmal sät sich der Farn auch allein durch die Sporen aus. Die Jungpflanzen werden später vorsichtig entnommen und in ein eigenes Gefäß umgepflanzt.

Krankheiten und Schädlinge

Bei zu trockener Luft ist der Venusfarn anfällig für Schädlinge, wie zum Beispiel Schild-, Blatt– und Wollläuse sowie Thripse. Den Läusen kann man mithilfe von Gelbtafeln beikommen, aber auch das Ausstreuen von Zigarettenasche auf der Oberschicht des Topfballens kann die Läuse vertreiben. Hilft dies alles nicht, müssen geeignete Mittel aus dem Fachhandel zum Einsatz kommen.

Vorbeugend sollten auf eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit sowie auf die Vermeidung von Zugluft geachtet werden.