Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) gehören zur Ordnung der Spargelartigen. Sie beinhalten drei Unterfamilien mit etwa 70 Gattungen und circa eintausenddreihundert Arten.

Heimisch sind die Amaryllisgewächse in den warmgemäßigten und subtropischen Gebieten. Den Namen erhielt die Familie von der in Kapland beheimateten einzigen Art: Amaryllis belladonna-Belladonnalilie. Dieser Name wiederum geht zurück auf den giftigen Inhaltsstoff in der Zwiebel der Pflanze, dem Alkaloid Bellamarin.

Fast alle Amaryllisgewächse verfügen über eine Zwiebel, nur selten sind Rhizome anzutreffen. Aus den schwertförmigen, rosettenartig angeordneten Blättern ragt ein kräftiger Blütenschaft hervor, der entweder eine große oder mehrere kleinere Blüten, doldenartig angeordnet, ausbildet. Sind die Blüten verwelkt, entsteht die Frucht. Sie hat die Form einer fachspaltigen Kapsel oder einer fleischigen Beere.

Zu den Amaryllisgewächsen zählen bekannte Vertreter wie beispielsweise der Ritterstern, das Elefantenohr mit weißen Blüten, Clivien, Bärlauch und auch diverse Lilien, die bei uns sowohl in den Freilandgärten als auch als Zimmerpflanzen häufig kultiviert werden.

Amaryllisgewächse überdauern viele Jahre, wenn sie entsprechend kultiviert werden. So benötigen die im Zimmer blühenden Rittersterne im Sommer eine Ruheperiode, um in der Winter- und Weihnachtszeit das Zimmer mit ihren zum Teil kindskopfgroßen rosa, weißen oder roten Blüten zu verschönern. Gern werden sie auch um die Adventszeit in Gestecken und Blumensträußen verwendet.

Viele Amaryllisgewächse laufen zu Hochform auf, wenn in unseren Breiten die dunkleren Zeiten vorherrschen, also meist vom Herbst bis ins Frühjahr hinein.

Alle Amaryllisgewächse bevorzugen helle und warme, jedoch nicht permanent sonnige Standorte. Sie benötigen viel Licht, um ihre Blütenpracht auszubilden.

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