Zierquitten

Die Zierquitten (Chaenomeles), auch Scheinquitten genannt, gehören zur Familie der Rosengewächse und sind in Ostasien beheimatet. In ihrem Wuchs, der Blütenform und Farbintensität erinnern sie immer wieder an ihre fernöstliche Heimat.

Zierquitte
Blüte der Zierquitte.

Zierquitten sind sehr ausladende, mit Dornen bewehrte Sträucher, die einerseits reichhaltig blühen und andererseits sehr hübsche, apfelähnliche, etwa fünf Zentimeter große, essbare Früchte hervorbringen. Sie erreichen Wuchsbreiten von etwa zwei Metern und Wuchshöhen von bis zu fünf Metern.

Die Blätter sind eiförmig bis länglich, klein, oft glänzend grün. Die Blüten sind becherförmig, meist in Büscheln, selten in Einzelstellung angeordnet. Zierquitten öffnen zwischen März und Mai ihre weißen, roten oder rosafarbenen Blüten und werden deshalb gern als Ziersträucher im Garten angepflanzt.

Weltweit ist die Zierquitte mit nur drei Arten vertreten:

  • Die Japanische Zierquitte (Chaenomeles japonica) blüht bereits im März mit ziegelroten, leuchtenden Blüten und wird etwa einen Meter hoch. Sie hat ledrig wirkendes, glänzend dunkelgrünes Laub, das nach der Blüte erscheint.
  • Die Chinesische Zierquitte (Chaenomeles speciosa) wächst etwas höher und schneller, blüht oftmals auch rot und zeigt hellere Blätter als die Japanische Zierquitte.

Pflanzung und Standort

Zierquitten mögen lehmigen, nährstoffreichen Boden. Am besten gedeihen sie zudem an sonnigen Standorten.

Zierquitte Frucht
Früchte der Zierquitte

Eine Pflanzung empfiehlt sich im April, besser jedoch im Oktober. Zur Pflanzung kann etwas Lehm dem Boden zugesetzt werden, aber auch verrotteter Kompost oder Stallmist zahlt sich durch zahlreiche Blüten und raschen Wuchs aus.

Je nach Verwendung sollte den Zierquitten genug Platz gelassen werden. Da sie sich jedoch auch als Heckenpflanzen eignen, sollten sie im Abstand von etwa einem Meter eingepflanzt werden.

In der Nähe von Felsenmispeln sowie als Hintergrund zu Narzissen und Maiglöckchen wirkt die Zierquitte besonders zur Blütezeit sehr dekorativ.

Pflege und Düngung

Zierquitten benötigen, ähnlich wie normale Quitten, wenig Pflege und keine zusätzliche Düngung. Lediglich die Bodenbeschaffenheit sowie die Lichtverhältnisse wirken sich auf den üppigen Wuchs aus.

In länger anhaltenden, trockenen Perioden sollte die Zierquitte gewässert werden. Das Ausbringen von Rindenmulch im Frühjahr reguliert den Feuchtigkeitshaushalt zudem ausgezeichnet.

Schnitt und Vermehrung

Da sich die vielen Blüten am zweijährigen Holz entwickeln, muss man mit einem Schnitt sehr vorsichtig umgehen. Lediglich bei Hecken kann etwas radikaler geschnitten werden, wenn eine Form gehalten werden soll. Allerdings fallen die Blüten dem Schnitt dann oft zum Opfer.

Bei Zierquitten in Einzelstellung ist es ausreichend, direkt nach der Blüte leicht auszulichten.

Eine Vermehrung ist durch Steckhölzer im Sommer möglich. Dazu werden etwa zwanzig Zentimeter lange Stücke geschnitten und an halbschattigen Standorten in die Erde gesteckt. Bis zur Bewurzelung sollten die Steckhölzer regelmäßig gewässert werden.

Eine Aussaat hingegen ist sehr schwierig und langwierig und daher nicht zu empfehlen.

Krankheiten und Schädlinge

Für die Zierquitten sind keine Krankheiten oder Schädlinge bekannt.

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