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Zaubernuss

Die Zaubernuss (Hamamelis) gehört zur Familie der Zaubernussgewächse und ist weltweit mit nur fünf Arten vertreten. Ihre ursprüngliche Heimat liegt in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel.

Es sind sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume. Je nach Art erreichen sie Wuchshöhen zwischen zwei und vier Metern, gelten jedoch als sehr langsam wachsende Sträucher.
Zaubernüsse wachsen straff aufrecht, meist sparrig und schließen sich nach unten hin nicht. Deshalb sollten sie mit kleinen Stauden oder immergrünen Bodendeckern unterpflanzt werden.

Zaubernuss Hamamelis

Die Zaubernuss hat ein unverkennbares Aussehen.

Die einzelnen Arten der Zaubernuss blühen von Oktober bis in das Frühjahr hinein. Hamamelis virginiana, die Virginische Zaubernuss, blüht bereits im Oktober in Zartgelb. Bei dieser Art ist es interessant, dass man Blüten und Früchte des Vorjahres zur gleichen Zeit am Strauch finden kann.

Hamamelis japonica, die Japanische Zaubernuss, blüht zwischen Januar und Februar in kräftigem Gelb. Bei starkem Frost rollen sich ihre Blütenblätter jedoch etwas ein. Die Herbstfärbung des Laubs ist glänzend rot.

Als die eindrucksvollste Zaubernuss gilt jedoch die Hamamelis mollis, die Lichtmesszaubernuss. Sie zeigt zwischen Februar und März ihre goldgelben, duftenden, bis zu vier Zentimeter großen Blüten.

Zaubernuss Rot

Neben gelben gibt es auch andersfarbige Sorten, hier eine rote Zaubernuss.

Es gibt etliche Züchtungen, die neben gelb auch orange oder rot blühen und in jedem Fall sehr eindrucksvolle Blütensträucher darstellen.

Die vierzähligen Blüten stehen meist in dichten Büscheln zusammen und erinnern aufgrund ihrer Länge und ihrer grazilen Erscheinung an Spinnen. Die Frucht ist keine Nuss, sondern eine Kapsel, und reift in etwa zeitgleich mit der Blüte des Gehölzes.

Pflanzung und Standort

Zaubernüsse mögen nährstoffreichen, mäßig feuchten, kalkfreien Boden. Der Standort sollte bevorzugt sonnig oder halbschattig sein.

Gepflanzt werden kann die Zaubernuss im Frühjahr oder Herbst. Als Hecke sollte sie im Abstand von mindestens zwei Metern stehen. Empfehlenswert ist jedoch die Solitärstellung, da sie dann mit ihren schönen Blüten am besten zur Geltung kommt.

Sehr schön wirkt die Zaubernuss im Zusammenspiel mit immergrünen Gräsern und Bodendeckern, zum Beispiel Waldmarbel, Immergrün oder Efeu sowie Lerchensporn und Schattenblume, die als Unterpflanzung gesetzt werden können. Sehr passend sind zudem Frühblüher wie Krokusse, Schneeglöckchen und Wildtulpen.

Pflege und Düngung der Zaubernuss

Die Zaubernuss benötigt keine besondere Pflege. Lediglich zu starke Trockenheit behindert die Blütenbildung. Daher sollte während langer Trockenperioden im Sommer mäßig gewässert werden.

Eine Düngung ist nur dann nötig, wenn das Laub nicht rechtzeitig vor der Blüte fallen sollte. Dann sind fünfzig Gramm Kalidünger im Abstand von zwei Jahren empfehlenswert.

Schnitt und Vermehrung

Da die Zaubernuss langsam wächst und lediglich einen Jahreszuwachs von maximal zwanzig Zentimetern verzeichnet, sollte sie nicht geschnitten werden. Das leichte Auslichten ist oftmals ausreichend.

Die Vermehrung gestaltet sich mittels Absenkern im Sommer recht einfach. Eine Aussaat gilt als schwierig und ist deshalb nicht empfehlenswert.

Krankheiten und Schädlinge

Für die Zaubernuss sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.