Schneebeeren

Die Schneebeere (Symphoricarpos) ist auch als Knallerbsen– oder Knackbeerenstrauch bekannt und bildet eine Gattung innerhalb der Familie der Geißblattgewächse. Weltweit gibt es etwa siebzehn Arten der sommergrünen Sträucher.

Die Bezeichnung Schneebeere geht auf die weißen Beerenfrüchte einiger Arten zurück. Wegen ihrer kugeligen Beerenfrüchte, die beim Herunterwerfen einen leichten Knall verursachen, wird sie oft jedoch auch als Knallerbse bezeichnet. Besonders Kinder mögen dieses Schauspiel. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Beeren leicht giftig sind und vor allem kleine Kinder von den Beeren besser fernzuhalten sind.

Schneebeere Knallerbse
Die Früchte der Schneebeeren, auch Knallerbsen genannt, sind beliebt bei Kindern, sind aber nicht genießbar, da leicht giftig.

Weit verbreitet ist vor allem die Gemeine Schneebeere (Symphoricarpos albus), die sehr anspruchslos ist, aber auch wegen ihrer zahlreichen Ausläufer manchmal etwas lästig werden kann. Sie wächst sehr schnell und üppig und erreicht nicht selten zwei Meter in Höhe und Breite. Sie bildet die typischen weißen, bis zu einem Zentimeter großen, kugeligen Früchte aus.

Hybriden jedoch, wie beispielsweise Symphoricarpos chanautii, wachsen nur etwa brusthoch und bezaubern im Juli mit rosafarbenen Blüten und roten Beeren mit weißen Punkten. Diese bleiben bis in den späten Winter an den Zweigen hängen und setzen daher vor allem bei Schnee wunderschöne Akzente im Garten.

Auch die Sorte „Hancock“ ist eine wertvolle Sorte der Hybride. Sie wächst kaum kniehoch, stark verzweigt und dicht und ist vor allem zum Begrünen großer Flächen hervorragend geeignet.

Symphoricarpos orbiculatus, die Korallenbeere, wächst mannshoch mit leicht überhängenden Zweigen. Die weißen, am Rand rötlich überlaufenen Blüten, sind sehr hübsch, aber auch ihre korallenroten Früchte, die bis in den Winter am Strauch bleiben, zeigen große Wirkung.

Pflanzung und Standort

An den Standort und die Bodenverhältnisse stellen Schneebeeren keine Ansprüche. Sie wachsen nahezu auf allen Böden und an jedem Ort.

Gepflanzt werden sie in Abständen der halben zu erwartenden Wuchshöhe im Frühjahr oder im Herbst.

Sehr schön wirken Schneebeeren als Hintergrundbepflanzung, als Hecken, aber auch an Zäunen und Mauern. Im Winter bezaubern die schönen Beerenfrüchte in der Nähe von Buchsbäumen, Thuja sowie in der Nachbarschaft blühender Christrosen.

Pflege und Düngung

Schneebeeren können zu Austriebsbeginn eine Mulchschicht erhalten. Dies sorgt für die Regulierung der Feuchtigkeit und bietet gleichzeitig reichlich Nährstoffe.

Eine weitere Pflege und Düngung ist nicht erforderlich.

Schnitt und Vermehrung

Knallerbsen sind sehr gut schnittverträglich. Alte Exemplare können radikal gekürzt werden und treiben zumeist erneut aus. Dann sollten die Triebe bis auf wenige Augen eingekürzt werden.

Zu empfehlen ist ein regelmäßiger Rückschnitt direkt nach der Blüte, damit der Strauch nicht zu viel Platz einnimmt, da er sehr stark wächst. Natürlich fällt dann der Fruchtschmuck des Winters weniger üppig aus.

Die Vermehrung gestaltet sich leicht durch Stecklinge, die im Sommer geschnitten und in die Erde gesteckt werden. Auch das Abteilen von Ausläufern verspricht gute Erfolge bei der Nachzucht der Schneebeere.

Krankheiten und Schädlinge

Für die Schneebeere sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.

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