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Rucola oder Rauke – Anbau, Pflege und Ernte

Rucola Rauke Blätter

Die Blätter des Rucola oder Rauke haben einen Nussigen intensiven Geschmack.

Rucola ist ein ist eine beliebte Salatsorte, die auf Grund ihres teils nussigen Geschmacks gerne in der Küche verwendet wird. Dabei ist der Name Rucola etwas verwirrend, denn Rucola bezeichnet eigentlich verschiedene Pflanzen aus der Gattung der Kreuzblütengewächse.

Was den meisten unter der Bezeichnung Rucolasalat bekannt ist, sind eigentlich zwei Vertreter dieser Gattung:

  • Zum einen die einjährige Garten-Senfrauke, auch bekannt unter den Bezeichnungen Salatrauke, Ölrauke oder botanisch Eruca sativa.
  • Zum anderen die mehrjährige Wilde Rauke, welche auch als Schmalblättriger Doppelsame, Würzrauke oder botanisch als Diplotaxis tenuifolia bekannt ist.

In unseren Gärten wird meist die einjährige Senfrauke angepflanzt.

Standort, Pflanzung und Fruchtfolge

Rucola Hochbeet

Rucola im Hochbeet.

Auf der Fensterbank kann bei einer Keimtemperatur von 10 bis 16 °C ganzjährig von Januar bis Dezember ausgesät werden. Ins Freiland wird die Rauke ab März gesät. Die Keimzeit beträgt je nach Sorte etwa 5 – 15 Tage.

Standort für Rucula sollte ein sonniger Platz sein. Der Gartenboden sollte humos und locker sein.

Wichtig ist, dass die Fruchtfolge beachtet wird. Rauke ist ein Kreuzblütengewächs und sollte nur in Beete gesät werden, in denen mind. 3 Jahre keine andere Kreuzblütengewächse (z.B. Kohlsorten wie Weiß-, Rot– oder Rosenkohl) angebaut wurden.

Pflege und Düngung

Die Salatrauke ist eine pflegeleichte und dankbare Salatpflanze. Sie wächst schnell und liefert einen guten Ertrag. Spezielle Düngungen sind nicht notwendig. Teilweise kann die Düngerzugabe sogar schaden und die Blattfleckenkrankheit hervorrufen.

Der Wasserbedarf der Rauke ist normal hoch. Da sie flach wurzelt muss vor allem in Trockenperioden ausreichend gegossen werden, da sie sonst zu schießen beginnt.

Ernte und Vermehrung (Samenzucht)

Rucola Eruca sativa Blüte weiß

Weiße Blüte des einjährigen Rucola (Eruca sativa).

Bei vielen Sorten kann man bereits 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat ernten. Geerntet werden die Blätter wenn sie etwa 10 – 12 cm lang sind. Schneidet man bei der Ernte die Blätter nicht zu tief ab, treibt die Rauke weiter aus. So kann, ähnlich dem Schnittsalat, bis zu drei mal nach geerntet werden.

Lässt man einige Rucolapflanzen blühen, lassen sich leicht Samen heranziehen. Blüht die Rauke verteilen sich deren Samen meist von ganz alleine im Garten. Manche Hobbygärtner berichten, dass der Rucola in ihrem Garten fast wie Unkraut wächst. Auf dem nebenstehenden Bild kann man gut die Blüte des Rucolas erkennen.

Krankheiten und Schädlinge

Einem Befall durch Erdflöhe kann man entgegenwirken, indem man die Rucolapflanzen feucht hält und regelmäßig die Erde hackt.

Rucola Diplotaxis tenuifolia Blüte gelb

Der mehrjärhige Rucola (Diplotaxis tenuifolia) blüt gelb.

Ähnlich wie Kohl, kann auch die Salatrauke von Kohlfliegen befallen werden. Daher die Fruchtfolge beachten und evtl. Insektennetze oder Vliese zur Vorbeugung verwenden, wenn in Ihrem Garten häufiger Kohlfliegenbefall vorkommt.

Ist der Rucola von der Blattfleckenkrankheit befallen, sollten die Pflanzen komplett vernichtet werden. Zur Vermeidung dieser Krankheit, sollte man auf das Düngen verzichten.

Neben den drei bereits erwähnten Krankheiten, können Rucolapflanzen auch durch falschen Mehltau geschädigt werden.

Hinweis: Zur Schreibweise von Rucola gibt es öfters Unstimmigkeit. Häufig finden sich auch die recht verbreiteten Versionen Rukola oder Ruccola. Richtig ist allerdings nur Rucola oder eben der deutsche Begriff Rauke.