Erdflöhe sind häufige Schädlinge auf verschiedenen Gemüsepflanzen. Man findet sie auch auf Blumen und seltener auf Ziersträuchern und Bäumen.
Erdflöhe überwintern ausgewachsen in Laubstreu, Hecken, windgeschützten oder bewaldeten Gebieten.

Erdfloh im Garten

Unerwünschter Schädling im Garten: Erdfloh.

In Gärten findet man sie vor allem auf Kreuzblütlern wie Rettich, Broccoli, Kraut, Rüben, Auberginen, Paprika, Tomaten, Spinat und Melonen.

Im Frühjahr werden sie aktiv und die Weibchen legen einzelne oder mehrere Eier in kleinen Löchern in der Erde, in Wurzeln oder Blättern unterschiedlicher Pflanzen ab.

Aus den Eiern schlüpfen anschließend kleine weiße Larven, die sich von den frischen Setzlingen ernähren. Dabei verursachen sie jedoch keinen bis wenig Schaden (Erdflöhe, die sich auf Kartoffeln niederlassen sind hier die Ausnahme). Die Larven verpuppen sich danach im Boden. Pro Jahr gibt es meist eine bis zwei Generationen.

Erdflohbefall erkennen

Die meisten ausgewachsenen Erdflöhe sind sehr klein. Sie erreichen eine Größe von 1,5 bis 4 Millimetern. Sie können verschiedene Färbungen haben – schwarz, bronzefarben, bläulich, braun oder metallisch grau; manche sind auch gestreift. Alle Erdflöhe haben lange Hinterbeine, die sie vor allem dann zum Springen verwenden wenn sie gestört werden.

Erwachsene Erdflöhe verursachen den größten Schaden wenn sie sich von Laub, Keimblättern oder Stängeln ernähren. Wenn sie fressen, hinterlassen sie oberflächliche Vertiefungen oder kleine, runde Löcher (gewöhnlich kleiner als 4 Millimeter) auf den Blättern. Der Schaden sieht bei allen Arten ähnlich aus.

Durch Befall mit Erdflöhen können die Pflanzen welken oder verkümmern. Bei einer hohen Anzahl von Erdflöhen kann in jedem Fall ein großer Schaden im Garten entstehen.

Hausmittel und Maßnahmen um Erdflöhe zu bekämpfen

  • Erdflöhe lieben ihre Ruhe. Werden sie gestört, springen sie meistens mit Hilfe ihrer langen Hinterbeine weg. Regelmäßiges hacken oder Unkraut jäten, stört die Ruhe und vermindert oder verhindert den Befall.
  • Auch regelmäßiges Gießen, also Feucht halten des Bodens, ist ein gutes und einfaches Mittel gegen Erdflöhe.
  • Während die Setzlinge gezogen werden, kann ein Gartenvlies vor Erdflöhen schützen.
  • Es kann ratsam sein eine „Lockpflanze“ anzubauen, von der die Flöhe angezogen werden (zum Beispiel Rettich). Auf diese Weise werden die Flöhe von der eigentlichen Pflanze abgelenkt. Ausgewachsene Erdflöhe bevorzugen die größte, am frühesten blühende Pflanze. Wenn die Flöhe erst auf der Pflanze sind, kann man diese mit einem Insektizid besprühen oder einfach einsammeln.
  • Zwiebeln und Knoblauch wehren Erdflöhe auf natürliche Weise ab. Man kann aus diesen Pflanzen auch eine Jauche oder Tee herstellen und auf betroffene Pflanzen sprühen.
  • Zur Vorbeugung von Erdflöhen kann man auch Klebefallen verwenden. Man platziert sie am besten in etwa 4,5 bis 9 Metern Abstand im Beet.
  • Es gibt viele Insektizide, die für die Vernichtung von Erdflöhen geeignet sind. Insektenschutzmittel sollten immer erst der letzte Schritt bei einem Schädlingsbefall sein. Vor allem im Gemüsegarten sollte man Insektizide, wenn möglich, vermeiden.