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Pflaumenbaum

Der Pflaumenbaum (Prunus domestica) wird auch als Kultur-Pflaume bezeichnet und gehört zur Familie der Rosengewächse. Pflaumen werden in sieben weitere Unterarten eingeteilt. Dazu zählen Zwetschge, Halbzwetschen, Kriechen-Pflaume, Edel-Pflaume, Spilling, Ziparte und Mirabelle. Sie unterscheiden sich insbesondere in der Größe, dem Aussehen und dem Geschmack der Früchte, die auch zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr reifen.

Pflaume Pflaumenbaum

Pflaumen an einem Ast am Pflaumenbaum.

Weltweit gibt es etwa zweihundert Arten; in Mitteleuropa werden circa fünfzehn Arten kultiviert.

Pflaumenbäume wachsen meist als sparrige Büsche oder Bäume und erreichen durchschnittlich Wuchshöhe von bis zu sechs Metern. Die Rinde ist glatt und graubraun gefärbt. Die Laubblätter erscheinen im Frühjahr kurz nach der Blüte und sind länglich, elliptisch und gekerbt bis gesägt. Auf der Oberseite sind sie stumpfgrün.

Zwischen April und Mai zeigt die Pflaume in Dolden stehende, weiße Blüten, aus der sich die Früchte entwickeln. Je nach Sorte dauert der Reifeprozess bis zum Juli oder sogar bis in den September hinein.

Pflaumen werden am besten frisch verzehrt, eignen sich jedoch auch zum Einmachen und Einfrieren.

Pflanzung und Standort

Pflaumen sind wärmeliebende Gehölze, die günstigenfalls windgeschützt und in sonniger Lage gepflanzt werden sollten. Ideal sind Standorte mit südlicher Ausrichtung sowie vor Hecken oder Hauswänden.

Gepflanzt wird der Pflaumenbaum im Herbst oder Frühjahr. Der Boden sollte nährstoffreich und wasserdurchlässig sein. Zur Pflanzung kann verrotteter Stallmist oder Kompost untergemischt werden. Für einen besseren Wasserabzug kann etwas Kies beigegeben werden.

Der Baum wird so tief in das Pflanzloch gesetzt, dass die Veredelungsstelle (wenn vorhanden) etwa zehn Zentimeter über dem Boden sichtbar bleibt. Anschließend wird die restliche Erde aufgefüllt, festgetreten und schließlich gewässert. Zudem empfiehlt sich sofort nach der Pflanzung das Mulchen um die Baumscheibe, damit die Feuchtigkeit besser gespeichert wird.

Es empfiehlt sich, die Pflanzung im Abstand von circa fünf Metern vorzunehmen, da Pflaumenbäume oder -sträucher an geeigneten Standorten stark an Umfang zunehmen und deshalb viel Platz benötigen.

Pflege und Schnitt

Pflaumen mögen warme Standorte, jedoch vertragen sie weder Staunässe noch zu starke Trockenheit. Um den Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren und natürliche Nährstoffe zuzuführen, empfiehlt sich das Mulchen im Frühjahr.

Ältere Exemplare zeigen manchmal Risse, Flechten und Moose oder abblätternde Rinde. Dazu wird der Stamm mit einer Drahtbürste behandelt, um eindringenden Schädlingen oder Krankheitserregern keine Chance zu lassen. Anschließend kann der Stamm mit Kalk oder einer speziellen Baumfarbe angestrichen werden. Verletzte Zweige oder Äste werden an der Basis entfernt.

Pflaumenbäume sollten kurz nach der Ernte ausgelichtet werden. Je nach Sorte und Wuchskraft des Baumes werden tote, kranke, nach innen und überkreuzende Äste ausgeschnitten. Führt man dies jährlich aus, müssen keine Radikalschnitte erfolgen. Sollen Sträucher wachsen, lässt man die Bodenschösslinge stehen. Hier empfiehlt es sich jedoch, nicht mehr als fünf Schösslinge zuzulassen, die sich dann nach oben hin verzweigen und später Fruchtholz ausbilden.

Ernte

Je nach Sorte und Wetterlage werden Pflaumen zwischen Juli und September geerntet. Die Steinfrüchte nehmen dann je nach Sorte unterschiedliche Formen, Größen und Farben an. Einige unter ihnen sind rund, in voller Reife gelb oder rot, andere sind oval von drei Zentimetern bis hin zu sechs Zentimetern Länge und von violetter bis dunkelroter oder blauer Farbe. Die Fruchthülle ist meist etwas ledrig, während das Fruchtfleisch häufig saftig und weich ist.

Die Pflaumen sind reif, wenn sich der Stiel an der Frucht leicht vom Ast lösen lässt.

Krankheiten und Schädlinge

Ähnlich wie der Apfelwickler beim Apfelbaum befällt der Pflaumenwickler häufig den Pflaumenbaum und vor allem seine Früchte. Der Pflaumenwickler legt auf Ästen, Blättern und Früchten seine Eier ab. Nach etwa drei Wochen schlüpfen Larven (Maden), die in der Rinde oder im Boden überwintern oder bereits im Hochsommer die Früchte befallen.

Vorbeugend kann gegen den Pflaumenwickler ein Fanggürtel aus Wellpappe angelegt werden, der den Larven dann als Unterschlupf dient. Diese werden wöchentlich erneuert, sodass der Befall damit deutlich minimiert werden kann.