Mandevilla

Die Mandevilla (Dipladenia) gehört zu den Hundsgiftsgewächsen und ist im tropischen Südamerika beheimatet. Weltweit gibt es etwa einhundertzwanzig verwandte Arten. Bei uns wird sie als Zimmerpflanze kultiviert.

Mandevilla Dipladenia Topf Rosa
Rosa Mandevilla (Dipladenia) im Topf.

Aufgrund der Form ihrer Blüten wird die Mandevilla auch Trichterblüte genannt. Diese werden bis zu sieben Zentimetern breit und blühen vom zeitigen Frühling bis in den Herbst hinein an günstigen Standorten meist unermüdlich. Die Blütenfarben variieren von Rosa, Pink über Weiß bis hin zu Rot. Manche Blüten zeigen zudem einen auffällig gelben Schlund. Außerdem zieren diese attraktive Kletterpflanze dunkelgrüne, glänzende, ovale Blätter.

Anfangs wächst die Mandevilla meist nur gedrungen, da sie häufig mit Stauchmitteln behandelt wird. Nach einiger Zeit beginnt sie jedoch zu ranken und benötigt dann eine Rankhilfe. Sie kann Längen zwischen ein und zwei Metern erreichen.

Die Mandevilla ist eine sehr anmutige Zimmerpflanze, die allerdings mit Vorsicht zu behandeln ist. Wie ihre familiäre Herkunft preisgibt, zählt sie zu den giftigen Pflanzen und ist daher in allen Teilen giftig. Vor allem der sich absondernde Milchsaft kann zu Hautreizungen oder Irritationen führen. Deshalb sollten Kinder und Haustiere von ihr ferngehalten werden.

Pflanzung und Standort

Die Mandevilla benötigt einen hellen, luftigen, aber nicht vollsonnigen Standort. Starke Mittagssonne sollte vermieden werden. Steht sie jedoch zu schattig, bildet sie weniger Blüten aus.

Gepflanzt wird sie im Frühjahr in gut durchlässige, herkömmliche Erde.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Mandevilla Dipladenia Zimmerpflanze rot
Dipladenia, auch Trichterblüte genannt, ist eine recht pflegeleichte Zimmerpflanze.

Gegossen werden sollte die Mandevilla nur mäßig, da sie ansonsten zu stark treibt, aber nur wenig Blüten bildet. Sie sollte deshalb nur gegossen werden, wenn sich die obere Erdschicht als trocken erweist. Sie ist auch empfindlich gegen Staunässe, sodass überschüssiges Wasser entfernt werden sollte.

Während der Blütezeit benötigt sie zusätzliche Nährstoffe. Dann sollte sie wöchentlich mit einem herkömmlichen Flüssigdünger gedüngt werden. Ab August werden die Düngergaben eingestellt, da sie dann eine notwendige Ruhepause erhalten muss. Diese ist für eine reichhaltige Blüte im Folgejahr unerlässlich.

Da die Mandevilla zum Teil starke, lange Triebe bildet, kann sie auch zurückgeschnitten werden. Dies sollte vor Austriebsbeginn im Frühjahr vorgenommen werden, da sie jeweils an den neuen Trieben Blüten ausbildet.

Soll sie eher klein gehalten werden, müssen im Frühjahr alle neuen Seitentriebe entfernt werden. Die Mandevilla verträgt auch kräftige Rückschnitte. Diese können besonders nach dem Sommer notwendig werden, wenn sie sehr kräftig gewachsen ist. Dann werden sie wie Halbsträucher auf etwa ein Drittel eingekürzt.

Eine Vermehrung mit Stecklingen, die im Sommer geschnitten werden und schnell bewurzeln, erhöht die Chance „geklonter“ Pflanzen in der gleichen Blütenfarbe. Eine Aussaat im Frühjahr hingegen verspricht meist eine „unechte“ Vermehrung, bei der weniger Blütenreichtum oder andere Farben hervorkommen.

Überwintern der Mandevilla

Die Dipladenia benötigt unbedingt eine Ruhephase. Deshalb sollte sie kühl, aber nicht zu kalt überwintert werden. Gemeinsam mit anderen mediterranen Pflanzen kann sie deshalb in einem hellen, etwa zwölf Grad Celsius kalten Raum überwintert werden.
Dann wird das Düngen eingestellt und nur noch dann gegossen, wenn die Erdoberfläche trocken ist.

Krankheiten und Schädlinge

Ein Blattfall sowie gelbe Blätter im Winter sind normal aufgrund der
Temperaturschwankungen. Zeigen sich jedoch Gespinste an der Blattunterseite, handelt es sich meist um Spinnmilben. Dann steht die Pflanze zu warm und sollte einen kühleren Platz erhalten. Ist sie befallen, können Raubmilben zur Bekämpfung oder spezielle Mittel aus dem Fachhandel eingesetzt werden.

 

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