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Mittagsblumen

Mittagsblumen (Dorotheanthus) sind ursprünglich in Afrika beheimatet und zählen zu den sukkulenten Pflanzen. Als Entdecker gilt Gustav Schwantes, der diesen Gewächsen aus der Familie der Mittagsblumengewächse den Namen Dorotheanthus zu Ehren seiner Mutter Dorothea gab.

Mittagsblumen erreichen eine Wuchshöhe von etwa zehn Zentimetern. Die polsterbildende, einjährige Sommerblume wird etwa dreißig Zentimeter breit und blüht in der Zeit von Juni bis September, allerdings nur, wenn die Sonne scheint. Die Polster benötigen viel Platz, damit sie sich buschig entwickeln können und ihre farbenprächtigen Blüten voll zur Geltung kommen.

Die etwa fünf Zentimeter großen Blüten verfügen über eine reiche Farbenvielfalt von Weiß, Rosa, Violett, Orange, bis hin zu Gelb. Bei sonnigem Wetter bieten die Mittagsblumen ein wahres Naturschauspiel, wenn sie fast zur gleichen Zeit ihre Blüten öffnen und bei Sonnenuntergang wieder schließen. Bei vielen Mittagsblumen wirkt dieser Effekt auf den Betrachter besonders faszinierend.

Pflanzung und Standort der Mittagsblume

Mittagsblumen

Besonders schöne Mittagsblumen im Steingarten.

Mittagsblumen brauchen unbedingt vollsonnige Lagen. Nach Süden gerichtete Böschungen oder Beetanlagen sind zudem ideal.
Der Boden sollte gut entwässert sowie leicht und sandig sein. Für Gefäßkulturen sollten einer Einheitserde etwa 50 Prozent sandiger Erde untergemischt werden.

Mittagsblumen bilden an idealen Standorten dichte Blütenteppiche aus und eignen sich hervorragend als Pflanzen in Steingärten neben Duftsteinrich, Schleifenblumen oder in der Nähe von Leberbalsam, Berg-Steinkraut und Lobelien.

Gepflanzt werden die Jungpflanzen ab Ende Mai in Abständen von etwa fünfzehn bis zwanzig Zentimetern an ihren endgültigen Standort.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Die Mittagsblumen benötigen wenig Pflege. Sie sollten jedoch nur im Wurzelbereich gegossen werden, da durch das Übergießen der Pflanzen manchmal eine Wurzelfäule entsteht, die die Pflanze absterben lässt.

Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.

Vermehrt werden die Mittagsblumen durch Aussaat. Hierfür können die Samen den welken Blüten entnommen und bis zum nächsten Frühjahr dunkel und trocken aufbewahrt werden.

Eine Aussaat erfolgt ab März in Töpfen bei etwa achtzehn Grad Celsius. Wenn die Keimlinge kräftig genug sind, werden sie vereinzelt und an einem hellen, warmen Standort weiterkultiviert, bis sie im Mai ihren endgültigen Platz im Freien erhalten.

Krankheiten und Schädlinge

Junge Pflanzen sind für Schneckenfraß recht anfällig. Daher sollte bereits kurz nach der Pflanzung Schneckenkorn ausgebracht werden, um dem Schneckenfraß vorzubeugen.

Übermäßiges Gießen und Staunässe können zu, der bereits weiter oben erwähnten, Wurzelfäule führen.