Erika Heidekraut

Erika, Heidekraut

Als Erika (Erica) werden mundartlich alle Heidekräuter bezeichnet, die zur Familie der Heidekrautgewächse gehören. Dazu zählen rund achthundertsechzig verschiedene Arten, darunter auch die eng verwandte Besenheide (Calluna), ohne dass sie streng genommen tatsächlich dazugehört.

In unseren Heidelandschaften sind vor allem eine Menge Sorten der Erica carnea, der Winder- oder Schneeheide, anzutreffen. Die Gattung Calluna hingegen verfügt zwar nur über Calluna vulgaris, ist aber auch in vielen Sorten wiederzufinden.

Erika Heidekraut
Das Heidekraut, auch als Erika oder Heide bezeichnet, gibt es in unterschiedlichen Farben.

Die Schneeheide oder Winterheide (Erica) ist eine typisch winterblühende Art, während die Besenheide (Calluna) vom Sommer bis in den Herbst hinein blüht. Allerdings gibt es auch einige sommerblühende Arten der Erica.
Sie sind immergrün und die Blütenfarben variieren je nach Sorte von Weiß über Rosa bis hin zu tiefem Purpur.

Zu unterscheiden sind beide am Laub: Erica zeigt abstehende Nadeln, die Calluna anliegendes, schuppiges Laub. Beide wachsen zu kleinen Büschen mit holzigen Trieben heran und können über mehrere Jahre hinweg schöne Akzente in den Gärten setzen.

Die Erica ist vor allem für Insekten eine wichtige Nahrungsquelle. Etwa siebenundzwanzig Schmetterlingsarten profitieren in der kalten Jahreszeit von der Erica.

Pflanzung und Standort

Heiden bevorzugen einen mäßig nährstoffreichen Boden. Günstig wirken sich recht feuchte Böden auf ein üppiges Wachstum aus.

Der Standort sollte vollsonnig oder im hellen Schatten liegen. Besonders schön sind Heidekräuter in Staudenbeeten, die zumeist im Winter leer und kahl wirken. Lediglich Christrosen können Begleiter der Erica sein. Auch in Kübeln bieten sie in der vegetationsarmen Zeit sehr schöne Anblicke.

Gepflanzt wird das Heidekraut in Abständen von etwa zwanzig Zentimetern im Herbst.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Auch während der Wintermonate ist darauf zu achten, dass die Erde niemals ganz austrocknet. Es empfiehlt sich daher, feuchtes Laub oder Moorbeetsubstrat um die Pflanze auszubringen, das die Feuchtigkeit gut speichert.

Eine zusätzliche Düngung ist nicht notwendig.

Direkt nach der Blüte sollte die Erica einem kräftigen Rückschnitt unterzogen werden, da sie sonst von unten verkahlt.

Vermehrt werden kann die Erica mittels Absenkern. Hierfür wird ein kräftiger Trieb im Sommer auf die Erde gelegt, gut angehäufelt und regelmäßig gegossen. Auch Stecklinge können im Sommer geschnitten und in die Erde gesteckt werden.

Beide Möglichkeiten erfordern jedoch große Aufmerksamkeit und viel Fingerspitzengefühl.

Krankheiten und Schädlinge

Der größte Feind der Erica ist zu lange Trockenheit, da sie die Pflanze vertrocknen lässt.
Ansonsten sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.

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