Das Sonnenauge (Heliopsis) zählt zu den anspruchslosen Dauerblühern in jedem Garten. Weltweit gibt es zwölf Arten des Korbblütengewächses, das aufrecht wachsend in leuchtendem Gelb für eine reichliche Blütenpracht von Juli bis zum Beginn der ersten Fröste sorgt.

Sonnenauge

Immer ein Blickfang im Garten: Sonnenauge.

Diese ausdauernde mehrjährige Staude kann eine Wuchshöhe von bis zu 1,80 Metern und Umfänge von bis zu 60 Zentimetern erreichen. Besonders geeignet ist das Sonnenauge zur Zaunbegrünung und benötigt dann keine zusätzliche Stütze.

In Kombination mit kleinblütigen Pflanzen wie Verbenen, Riesenschleierkraut oder Gräsern, wie dem Lampenputzer– oder Wimper Perlgras, kommen die leuchtendgelben, relativ großen Blüten des Sonnenauges besonders gut zur Geltung. Sehr schön ist auch eine Kontrastbepflanzung mit den farbenfrohen Kokardenblumen oder rosa oder roten Sonnenhutstauden.

Pflanzung und Standort

Das Sonnenauge bevorzugt für ein gutes Wachstum einen nährstoff- und humusreichen Boden, der jedoch nicht zu trocken sein darf. Auch alkalischen oder leicht sauren Boden verträgt die Staude.

Regelmäßige Feuchtigkeit kann durch ein ausreichendes Mulchen um die Staude herum erreicht werden, um die Blühfreude zu intensivieren. Weiterhin benötigt sie einen vollsonnigen Standort.

Die Pflanzung der Staude sollte im Frühjahr erfolgen. Es empfiehlt sich eine Pflanzung im Abstand einer halben Wuchsbreite, also von etwa 30 Zentimetern.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Das Sonnenauge benötigt wenig Pflege. Lediglich das Ausputzen verblühter Teile ist notwendig, um eine Vielzahl nachfolgender Blüten zu fördern und die Blühzeit zu verlängern.

Erst nach einigen Jahren, wenn die Staude zur Blühfaulheit neigt, ist eine Teilung nach Austrieb im Frühjahr vorzunehmen. Das Anwachsen gestaltet sich zumeist völlig problemlos. Nach der Blüte sowie im zeitigen Frühjahr kann die Staude etwa handhoch zurückgeschnitten werden, um sie üppiger austreiben zu lassen.

Düngerzugabe benötigt das Sonnenauge nur dann, wenn nicht gemulcht wurde. Ansonsten sind regelmäßige Bewässerung und Düngung mit organisch- mineralischem Dünger zu empfehlen.

Im Winter sollte das Sonnenauge trockener gehalten werden, da es empfindlich auf Winternässe reagiert.

Krankheiten und Schädlinge

Lediglich in besonders feuchten Jahren kann das Sonnenauge durch Schneckenbefall Schaden nehmen und unansehnlich werden. Daher sind auftretende Schnecken regelmäßig zu entfernen. Zur Prävention kann Schneckenkorn um die Staude herum ausgebracht werden.

Im Gegensatz zur sehr ähnlichen Staudensonnenblume ist das Sonnenauge auch bei großer Trockenheit resistent gegen Mehltau und andere Krankheiten.