Marienglockenblumen

Marienglockenblume
Marienglockenblume

Die Marienglockenblume (Campanula medium) ist eine bezaubernde winterharte, zweijährige Sommerblume, die wie die Glockenblumen zur Familie der Glockenblumengewächse gehört. Weltweit ist sie mit über dreihundert Arten vertreten, in Mitteleuropa werden etwa dreißig Arten kultiviert.

Marienglockenblume
Marienglockenblume

Marien-Glockenblumen wachsen buschig und können je nach Sorte Wuchshöhen zwischen sechzig und neunzig Zentmetern erreichen. Die großen, glockenförmigen, teils einfachen, teils gefüllten Blüten, die an den langen Stängeln nach und nach erscheinen, zeigen sich in vielen Pastelltönen. So sind sie in Blau, Rosa, Hellviolett oder Weiß sehr hübsch anzusehen und verbreiten in der Zeit von Juni bis September einen nostalgischen Charme, da sie an Unterröcke aus früherer Zeit erinnern.

Sie gelten als romantische Sommerblumen und werden nicht umsonst als Motive auf antiquarisch anmutenden Postkarten, Gemälden und weiteren Artikeln gern gewählt.

Hohe Pflanzen sollten gestützt werden, da die Stängel sehr zart sind und Wind sowie Regen die Pflanzen sonst schnell abknicken lassen.
Hochwüchsige Sorten eignen sich insbesondere als Schnittblumen und sind lange in der Vase haltbar.

Pflanzung und Standort

Jungpflanzen, die im Frühjahr in Töpfen oder Kübeln ausgesät und kultiviert wurden, werden im Herbst in Gruppen von drei bis fünf Pflanzen in Abständen von etwa dreißig Zentimetern eingepflanzt.

Marienglockenblumen bevorzugen freie, vollsonnige Lagen, da sie hier ein üppiges Blütenmeer entwickeln.

Der Boden sollte gut entwässert und mit Stallmist oder Kompost angereichert werden.

Durch ihren nostalgischen Charme passt die Marienglockenblume besonders gut in Bauerngärten und liefert zwischen Rittersporn, Rosen, Margeriten, Hortensien, Stockrosen und Lupinen bezaubernde Blickfänge.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Um eine Zweitblüte zu fördern, empfiehlt sich das Zurückschneiden verblühter Stängel bis zum Boden.

[the_ad_placement id=“im-content“]Die Pflanze sollte zwar nie austrocknen, jedoch verträgt sie keine Staunässe. Bei lang anhaltender Trockenheit muss daher regelmäßig gewässert werden.

Da die Marienglockenblume nach dem zweiten Jahr nicht mehr blüht, sollte sie ausgerissen und kompostiert werden.

Vermehrt wird die Marienglockenblume durch eine Aussaat von April bis Juni im Freiland oder in Kübeln. Die Samen werden dazu nur leicht mit Erde bedeckt.

Nach dem Aufgang werden die Sämlinge in Einzeltöpfe pikiert, weiter kultiviert und im Herbst ins Freiland gesetzt. Es ist auch möglich, kräftige Jungpflanzen ab Ende Mai in Abständen von dreißig Zentimetern direkt ins Freiland zu setzen.

Einige Wochen nach dem Umsetzen oder Umtopfen sollten sie mit herkömmlichem Flüssigdünger monatlich gedüngt werden. Im Frühjahr ist es empfehlenswert, Blaukorndünger auf die Beete zu streuen.

Krankheiten und Schädlinge

Im Frühsommer werden die Blüten gern von Schnecken gefressen. In der Folge bleiben nur noch kahle Stängel übrig, die die Pflanze schließlich eingehen lassen. Hier schafft das zeitige Ausbringen von Schneckenkorn deutliche Abhilfe.