Gewürzstrauch

Gewürzstrauch

Der Gewürzstrauch (Calycanthus floridus) ist ein in Nordamerika beheimateter Strauch, der zur Familie der Gewürzstrauchgewächse gehört. Weltweit gibt es nur zwei Arten, die der Gattung Calycanthus innerhalb der Ordnung der Lorbeerartigen angehören.

Insbesondere für Duftgärten ist der Gewürzstrauch ein Muss. Seine oberirdischen Teile, besonders die Rinde, duften stark nach Gewürznelken. Vor zurückhaltender Schönheit sind die antik-samtroten, sternförmigen, fast fünf Zentimeter breiten Blüten, die auffallend nach Erdbeeren duften und meist im Juni blühen. Das Laub erinnert an das Lorbeerlaub, sodass die Zugehörigkeit zur Ordnung der Lorbeerartigen nicht verwundert.

Nach der Blüte entwickelt er zylindrische, rotbrauen Früchte, deren Samen giftig sind.

Der Strauch wächst sparrig und erreicht Wuchshöhen und -breiten von etwa zwei Metern. Unter den Blütensträuchern gilt er als wahre Rarität und ist trotz seiner Attraktivität und seines angenehmen Dufts leider nur selten in den Gärten zu finden.

Pflanzung und Standort

Gewürzstrauch
Leider findet man den Gewürzstrauch nur selten in hiesigen Gärten.

Der Gewürzstrauch bevorzugt humosen, nahrhaften Boden. Am liebsten mag er es etwas feucht, jedoch nicht zu nass. Der Standort sollte sonnig oder im hellen Halbschatten gelegen sein.

Wegen seiner auffälligen Blüten und des zauberhaften Dufts sollte er möglichst in Einzelstellung in der Nähe einer Terrasse gepflanzt werden. Sehr schön wirkt er auch in der Nähe zu Pfingstrosen, Gartenstiefmütterchen oder Lupinen. Auch in der Nähe zu Steingärten setzt er durch sein glänzendes, kräftiges Laub sehr schöne Akzente.

Gepflanzt werden sollte er im Abstand von etwa einem Meter am besten im Herbst. Auch eine Pflanzung im Frühjahr ist möglich.

Pflege und Düngung des Gewürzstrauchs

Es empfiehlt sich, nach der Pflanzung sowie nach circa einem halben Jahr reichlich zu mulchen. Dadurch entfällt eine zusätzliche Düngung des Strauches. Zudem speichert das Mulchmaterial sehr gut die Feuchtigkeit, sodass das Gehölz nicht so schnell austrocknet.

Sind lange, sonnige Perioden ohne Regen zu verzeichnen, sollte der Gewürzstrauch reichlich gegossen werden. Insbesondere kurz vor der Blüte ist dies unerlässlich.

Eine Anschubdüngung im Frühjahr mit einem herkömmlichen Dünger für Gehölze kann vorgenommen werden. Ansonsten ist das Mulchen ausreichend.

Schnitt und Vermehrung

Nach der Blüte kann der Strauch leicht ausgelichtet werden. Da er jedoch recht langsam wächst, ist dies nicht in jedem Jahr erforderlich.

Die Vermehrung kann mit Steckhölzern im Sommer vorgenommen werden, gestaltet sich jedoch oft als recht schwierig. Hierfür werden verholzte, circa zwanzig Zentimeter lange Stücke geschnitten und an einem halbschattigen Standort in die Erde gesteckt. Bis zum Anwachsen sollten sie regelmäßig und reichlich gewässert werden.

In kühlen Sommern kann mittels Plastikhauben über den Stecklingen ein günstiges Klima das Anwachsen fördern.

Auch eine Aussaat im Sommer in Töpfen ist möglich. Diese sollten allerdings an frostfreien Standorten überwintern und im nächsten Frühjahr nach den Eisheiligen erst ausgepflanzt werden.

Werden Samen zur Aussaat genutzt, sollten die Arbeiten mit Handschuhen ausgeführt werden, da die Samen giftig sind.

Krankheiten und Schädlinge

Es sind weder Krankheiten noch Schädlinge für den Gewürzstrauch bekannt.

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