Edelwicke

Edelwicke

Die Edelwicke (Lathyrus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler und wird auch als Duftwicke, Gartenwicke oder Duftende Platterbsebezeichnet.

Edelwicke
Die Blüten der Edelwicke erinnern an Orchideen oder Löwenmäulchen.

Das Angebot an Varietäten von Lathyrus odoratus, der Wohlriechenden Wicke, ist sehr groß und zerfällt in zwei Grundsorten: Kletterpflanzen, die über zwei Meter hochwachsen und als Schnittblumen sowie als Sichtschutz verwendet werden und die Zwergsorten mit bis zu neunzig Zentimetern Höhe für Beete und Gefäße.

Jedoch duften nicht alle Wicken. Besonders reizvoll sind jedoch duftende Prachtmischungen in Farben wie Weiß, Rosa, Rot, Hellviolett, Orange und Blau.

Die einjährige Kletterpflanze verfügt über einen behaarten Stängel, an dem neben gefiederten Laubblättern zahlreiche endständige Ranken zu finden sind, mit denen sich die Pflanze jeden Zaun erklimmt.

In der Zeit von Juni bis September öffnen die Edelwicken eine Vielzahl von Blüten und verströmen meist einen angenehmen Duft dabei. Die Pflanze verträgt Fröste bis zu minus fünfzehn Grad Celsius. Die Blüten der Edelwicken erinnern meist an eine Mischung aus Löwenmäulchen und Orchideen.

Nach der Blüte bildet sie eine behaarte, etwa sieben Zentimeter lange Hülsenfrucht aus, in der acht Samen, die Platterbsen, enthalten sind.

Pflanzung und Standort

Edelwicken benötigen vollsonnige Standorte auf gut durchlässigem, humosen Boden. Vor der Aussaat im Frühjahr oder Frühherbst bei Bodentemperaturen um zwölf Grad Celsius sollte in die Krume verrotteter Kompost oder Stallmist eingearbeitet werden.

Es empfiehlt sich eine Aussaat an Ort und Stelle mehr, als das Vorziehen im warmen Zimmer. Meist sind die Jungpflanzen eher mickrig und vor allem blühfaul.

Die Samenkörner sind recht grob und hart und sollten vor der Aussaat angeritzt oder angefeilt werden, damit sie schneller keimen.

Die Aussaat wird in etwa zwei Zentimeter tiefe Rillen in Abständen von etwa zehn Zentimetern vorgenommen. Wenn die Keimlinge erste Rankversuche unternehmen, sollten sie entspitzt werden. Das fördert einen buschigen und kräftigen Wuchs.

Neben Levkojen, Phlox und Mädchenauge verleihen die blütenreichen Edelwicken jedem Beet einen unvergleichlichen Charme und erinnern an Bauerngärten aus vergangenen Zeiten.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Nach der Blüte im Herbst wird die Pflanze bis zum Boden abgeschnitten. Die stickstoffreichen Wurzeln sollten in der Erde verrotten.

Gedüngt werden sollten die Edelwicken wöchentlich mit herkömmlichem Flüssigdünger. Das verlängert die Blütezeit um Einiges.

Zur Vermehrung können die trocken gewordenen Hülsen abgenommen, die Samen entnommen und gelagert werden. Am besten werden sie in kleine Schachteln gelegt, kühl, trocken und dunkel überwintert.

Krankheiten und Schädlinge

Für Wühlmäuse, die sich gern an den Wurzeln zu schaffen machen, sind Katzen die besten Feinde.

Bevor Mehltau die gesamte Pflanze mit einem Grauschleier überzieht und absterben lässt, sollte bereits mit Beginn der Pilzerkrankung ein geeignetes Fungizid gespritzt werden.

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