Bellis

Bellis, Gänseblümchen

Bellis (Bellis perennis) ist die Bezeichnung für Gänseblümchen, Maßliebchen, Tausendschön oder schweizerisch Margritli. Sie gehören zur Familie der Korbblütengewächse und sind alle mit dem Gemeinen Gänseblümchen unserer Wiesen verwandt.

Bellis Gänseblümchen Tausendschön
Die Bellis, häufig auch als Gänseblümchen und Tausendschön bezeichnet, schmückt viele Wiesen und lockert diese mit den schönen Blüten auf.

Die ausdauernde Pflanze wird als winterharte Zweijährige herangezogen. Es gibt sehr unterschiedliche Bellis-Züchtungen. Manche haben einfache, kleine Blüten, andere blühen wiederum gefüllt. Allen gemein ist jedoch die pompon- oder knopfförmige Blütenform.

Ihre dunkelgrünen, verkehrt eiförmigen Blätter bilden eine Rosette, aus der sich ein Stängel mit der eigentlichen Blüte entwickelt. Je nach Sorte erreichen die Blütenstängel nicht mehr als etwa zwanzig Zentimeter Höhe.

Etwa fünfzehn Arten der Bellis sind bekannt. Beheimatet sind sie ursprünglich im Mittelmeerraum.

Bellis können in den Farben Weiß, Rosa, Rot sowie gemischtfarbig in der Zeit von Februar bis in den Spätherbst hinein blühen.

Pflanzung und Standort

Bellis
Bellis oder Gänseblümchen gibt es in vielen unterschiedlichen Züchtungen, in vielen Farben und Blütenformen.

Damit die Blüte der Gänseblümchen möglichst früh einsetzt, sollten sonnige, warme Standorte für Bellis bevorzugt werden. Besonders gut eignen sie sich für die Pflanzung auf Frühjahrsbeeten inmitten von Hyazinthen, Tulpen und Narzissen. Auch in Kübeln neben Hornveilchen und Primeln kommen sie ab dem zeitigen Frühjahr sehr gut zur Geltung.

Bellis gedeihen auf fast allen Böden. Vor der Pflanzung sollte der Boden im Freiland mit Kompost angereichert werden, um den Wuchs und die Blütenbildung zu fördern. In Kübeln ist Einheitserde ausreichend, wobei hier für eine gute Entwässerung zu sorgen ist.

Gepflanzt werden Bellis nach Anzucht im Mai/Juni in kleinen Horsten mit Abständen von etwa zehn Zentimetern. Nach der Kultivierung im Sommer können Tausendschön im Herbst verpflanzt werden.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Um für Sommerblüher Platz auf den Beeten zu schaffen, können die Pflanzen entfernt werden. Um den Blütenflor zu verlängern und die Selbstaussaat zu begrenzen, können die verblühten Stängel abgeschnitten werden.

Bei Wachstumsbeginn im zeitigen Frühjahr werden die Bellis mit einem Flüssigdünger gedüngt. Dies wird alle zwei bis drei Wochen regelmäßig wiederholt. Im Winter sollte jedoch die Düngung unterbleiben, um der Wurzelfäule vorzubeugen.

Vermehrt werden Gänseblümchen mittels Aussaat. Hierfür werden die Samen ab Mai in ein Zentimeter tiefe Saatrillen ausgelegt. Sind die Pflanzen groß genug, werden sie auf Abstände von etwa zehn Zentimetern in kleine Horste vereinzelt. Im Herbst können sie dann im Abstand von etwa zwanzig Zentimetern an ihren endgültigen Standort verbracht und ebenso tief, wie sie gestanden haben eingepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bellis sind weitgehend frei von Krankheiten. Lediglich Blattläuse, Spinnmilben und Echter Mehltau kann zum Teil auftreten.

Zeigen sich an den Triebspitzen oder an den Blattachseln Gespinste, so handelt es sich meist um Spinnmilben. Sie sorgen dafür, dass sich die Blattränder des Tausendschön kräuseln und spröde werden. Hier hilft das Spritzen mit Rapsöl.

Blattläuse saugen an den Blättern, sodass diese sich einrollen oder verformen. Hier hilft das Abspritzen mittels eines Gartenschlauchs oder die Behandlung mit Insektiziden.

Echter Mehltau überzieht die Blätter mit einem grauen Schleier. Dann sollte mit Schwefel gespritzt oder betroffene Pflanzen vernichtet werden, um das Übergreifen auf weitere Pflanzen zu verhindern.

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