≡ Menu

Steinbrechgewächse

Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) bilden eine Familie in der Pflanzenordnung der Steinbrechartigen. Vor allem auf der Nordhalbkugel sind sie weit verbreitet. Etwa vierzig Gattungen der Steinbrechgewächse sind weltweit bekannt.

Bergenie

Bergenie im Garten

Viele der Steinbrechgewächse sind ein- oder zweijährige, ausdauernde, krautige Pflanzen. Die meisten gedeihen auch hervorragend an halbschattigen Standorten. Zum Teil sind sie sukkulent; das heißt, dass ihre dicken, fleischigen Blätter sehr gut Wasser speichern können und somit auch lange Trockenperioden mühelos überstehen. Hierzu zählt beispielsweise der Sternsteinbrech. Er zeigt zwischen Mai und September seine weißen, langgestielten Blüten mit zwei gelben Flecken am Grunde der fünf bis sechs Kronblätter.
Zudem sind einige Arten auch sehr gut zum Verzehr geeignet.

Das Laub der Steinbrechgewächse ist meist wechselständig oder gegenständig in Rosetten angeordnet. Ein Blattstiel kann vorhanden sein und die Blattränder sind oft glatt, gebuchtet, gesägt oder gezähnt. Nebenblätter sind manchmal vorhanden.

Die Blüten der Steinbrechgewächse stehen meist in traubigen, rispigen oder zymösen Blütenständen. Die fünfzähligen Blüten sind meist mit dem Fruchtknoten verwachsen. Zudem zeigen sich die Blüten oft in Dolden.

Steinbrechgewächse bilden Kapsel- oder Balgfrüchte mit bis zu zweihundert Samen.

Einige Steinbrechgewächse werden in der Naturheilkunde angewendet. Hierfür werden Wurzeln, Laub oder Blüten genutzt. In den grünen Pflanzenteilen ist viel Vitamin C enthalten.

Besonders im Garten sind etliche Steinbrechgewächse zu finden, die ausdauernd und lange blühen. Dazu zählen das Purpurglöckchen, die Bergenien sowie die Astilben. Die Milzkräuter bilden eine große Gruppe mit etwa sechzig Arten und werden vielfach als Bodendecker genutzt. Früher gehörten Kletter und Garten-Hortensien ebenfalls zu den Steinbrechgewächsen, heute bilden sie allerdings die Pflanzfamilie der Hortensiengewächse.

Schildblatt

Schildblatt Blüte

Das Schildblatt (Darmera peltata) gilt als sehr imposante Pflanze, die zur Pflanzenfamilie der Steinbrechgewächse gehört. Sie ist die einzige Art innerhalb der Gattung Darmera und ist ursprünglich im Westen der USA beheimatet. Schildblatt ist die gängigste Bezeichnung, aber die Pflanze ist auch unter den Namen Schirmsteinbrech, Indianerrhabarber oder Regenschirmpflanze bekannt. Der lateinische Name verweist bereits auf einen charakteristischen… mehr lesen

Steinbrech

Moos-Steinbrech

Steinbrech (Saxifraga) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse und umfasst etwa vierhundertfünfzig Arten weltweit, allerdings sind diese recht schwer voneinander zu unterscheiden. Steinbrech ist eine meist ausdauernde, krautige Pflanze, selten ein- bis zweijährig. Oft wachsen Steinbrecharten als Polsterstauden und etliche unter ihnen bilden immergrüne Blattrosetten aus. Andere Arten sind sommergrün mit am Stängel verteilten Blättern. Eine… mehr lesen

Pupurglöckchen

Pupurglöckchen Heuchera

Das Purpurglöckchen (Heuchera) ist eine attraktive, halbimmergrüne Staude, die zur Familie der Steinbrechgewächse gehört. Sie bildet eine eigene Gattung, die nach dem deutschen Arzt und Botaniker Johann Heinrich von Heucher benannt ist. Wie eine zarte, rosa Wolke scheinen die kleinen, glockenförmigen Blüten des Purpurglöckchens über den gelappten grünen Blättern zu schweben. Sie wachsen in Rispen… mehr lesen

Schaumblüte

Schaumblüte

Die Schaumblüte (Tiarella) ist eine ausdauernde, mehrjährige Rhizomstaude, die bis zu minus fünfzehn Grad winterhart ist und zur Familie der Steinbrechgewächse gehört. Hat die Schaumblüte genügend Raum, breitet sie sich stark aus und bildet ein Meer von winzig weißen bis blassrosa Blüten in lockeren Trauben (siehe Bild), die an aufrechten Stängeln in der Zeit von… mehr lesen

Bergenien

Bergenie

Bergenien sind immergrüne Stauden, die rot oder rosa blühen. Die Blüten der Bergenie sind in Rispen angeordnet, das Laub ist breit und herzförmig und wird in der Floristik gerne als attraktives Schnittgrün verwendet. Die Bergenie ist eine winterharte Staude, die horstartig wächst. Sie bildet mit ihren fleischigen Rhizomen größere Bestände und erreicht eine Höhe zwischen… mehr lesen

Prachtspiere, Astilben

Prachtspiere Astilbe

Prachtspieren haben aufgrund ihrer herrlich zarten Blütenpracht auch bei uns in vielen Gärten eine neue Heimat gefunden. Sie waren ursprünglich in den Bergwäldern Ostasiens zu finden. Ihre Herkunft ist auch heute noch leicht an der Optik zu erkennen (vor allem wegen der filigranen Verzweigungen ihrer Blütenstände). Der Handel bietet so genannte Ardensii-Hybriden (verschiedene Pflanzenkreuzungen) und… mehr lesen