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Ziergräser im Garten

Ziergräser bringen ähnlich wie Farne Lebendigkeit und Eleganz in den Garten. Im Zusammenspiel mit ähnlich hochwachsenden Blumen wirken Ziergräser besonders attraktiv, obgleich sie nur durch ihre Halme beeindrucken. Gräser wirken als ruhiger Gegenpol zu einem wahren Blütenfeuerwerk des Sommers und sind daher für jeden Garten ein Muss.

Auch einzeln an Wegrändern, in der Nähe von Teichen oder an Sitzgruppen wirken Ziergräser manchmal einzigartig und dekorativ. Viele Sorten mit aufrecht wachsenden, federartigen oder überhängenden Halmen sind bekannt und beliebt. Es unterscheiden sich mehrjährige und einjährige Gräser.

Ziergrassorten

Pampasgras

PampasgrasSo ist das sehr hochwüchsige Pampasgras (Cortaderia) mit seinem straff aufrechten Wuchs ein echter Hingucker. Als Alleinpflanzung zieht er alle Blicke besonders in der Nähe von Wasser oder an Sitzplätzen auf sich. Verhindert man das Eindringen von Nässe und Frost in das Herz der Pflanze, kann man Pampasgras als winterhart bezeichnen.

Federgras

Auch das Federgras (Stipa) mit seinem überhängenden Wuchs oder das Lampenputzergras (Pennisetum) verleihen jedem Garten ein ungezwungenes Flair, da sie leuchtende Sommerblumen mit ihren federartigen Halmen leicht bedecken und damit ein natürliches, ästhetisches Bild wiedergeben. Ähnlich wie auf den Feldern, wenn Mohn- und Kornblumen blühen, legen sich diese Gräser entsprechend der Windrichtung leicht darüber.

Chinaschilf

Chinaschilf ElefantengrasDas Chinaschilf mit seinen rispenförmigen Blütenständen wirkt neben Wuchsriesen unter den Sommerblumen zusätzlich auflockernd und edel. Mit der richtigen Vorbereitung ist das Chinaschilf ein winterhartes Ziergras und übersteht auch Frost und Schnee.

Japangras

Das Japangras (Hakonechloa), ein sehr früh im Jahr sichtbares Gras, beeindruckt durch seine weiß-grün oder gelb-grün gestreiften Blätter. Auch die Segge (Carex) gedeiht ähnlich wie das Japangras im Halbschatten und ist im Frühjahr bereits ein schöner Blickfang.

Weitere Ziergrassorten

Auch Gräser mit langen, dichten Ähren wie Perlgras (Melica) oder Schopfgras (Sesleria) können einem Beet zusätzliche Attraktivität verleihen. Herzförmige Ähren wie die des Zittergrases (Briza media) wirken sehr verspielt und schmücken den Garten.

Die meisten Gräser in Farben von Grün und Gelb bis hin zu verschiedenen Braun- und Rottönen sind ein besonders reizvoller Vasenschmuck, zumal sie sehr lange haltbar sind. Die Größen der Ziergräser variieren von niedrigen Sorten ab zehn Zentimetern bis zu mannshohen, robusten Stauden.

Die Gräsersaison beginnt für viele Sorten erst im Spätsommer, wenn bereits einige Blumen welken. Dann entfalten etliche Gräser ihre volle Pracht und finden mehr Beachtung. Auch im Winter bieten sie dem Betrachter interessante Anblicke.

Pflege von Ziergräsern

Gräser haben sehr unterschiedliche Ansprüche an Standort und Bodenverhältnisse. Es gibt etliche Gräser, die es eher sonnig und trocken mögen, andere wiederum vertragen auch gut Halbschatten und etwas Feuchtigkeit. Bei der Planung der Pflanzung sollte man daher der jeweiligen Sorte gerecht werden, da sie ansonsten nur mäßig wachsen. Einjährige Gräser werden im Herbst ausgerissenen und kompostiert, während man mehrjährige große Gräserstauden zumeist erst im Frühjahr von welken Blättern befreien und teilen sollte.

Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das Ziergras winterhart ist, ansonsten muss die Pflanze an einem frostfreien Ort überwintert werden. Aber auch winterfeste Ziergräser benötigen vor der kalten Jahreszeit etwas Pflege. Die meisten Ziergrassorten vertragen keine Feuchte oder Frost im Herz der Pflanze. Daher werden die im Herbst eingetrockneten Gräser zusammengebunden und mit Vlies oder Reisig vor zu starker Kälte geschützt.