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Endivie – Anbau und Pflege

Die Endivie (Cichorium endivia) ist ein Spätsommersalat mit einem hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt. Bereits seit der Antike wird diese Salatart, zur Gattung der Wegwarten (Cichorium) gehörend, kultiviert. Ihre Heimat ist das Mittelmeergebiet, doch auch weit darüber hinaus findet die Endivie in Garten und Feldern ihren Platz. Selbst in einer Höhe von bis zu 2.000 Metern in den Alpen kann die Endivie noch erfolgreich angepflanzt werden. Sie schmeckt roh köstlich als Salat, kann jedoch auch warm zubereitet werden.

Standort, Pflanzung und Fruchtfolge

Endivien

Endivienpflanzen im Garten

Die Endivie benötigt einen humusreichen und mittelstark nährstoffhaltigen Boden mit einem pH-Wert von etwa 6,5 bis 7. Besonders gut gedeiht die Salatsorte an einem sonnigen Standort. Idealerweise erfolgt die Aussaat von Mitte Juni bis Mitte Juli, sofern die Endivien direkt ins Freiland gesät werden sollen. Der Pflanzabstand sollte jeweils 30 bis 40 cm betragen, die Saattiefe etwa 1 cm. Praktisch ist es, die Endivien in einem Abstand von 20 Tagen einzusäen, um so eine laufende frische Ernte gewährleisten zu können.

Alternativ zur Saat im Freiland können die Pflanzen auch in Töpfen gezogen werden. Das Auspflanzen erfolgt dann etwa von Juli bis August.

Als unmittelbare Nachbarn im Pflanzenbeet eignen sich andere Gemüse- und Salatsorten, wie etwa Lauch, Fenchel, Kohl oder auch Stangenbohnen.

Endivien sind zweijährige Pflanzen, werden jedoch als Salat nur einjährig kultiviert. Es empfiehlt sich, nur alle drei Jahre die Endivien in den gleichen Boden zu setzen. Geeignet ist die Aussaat nach Kartoffeln, Winterzwiebeln oder Tomaten.

Pflege, Düngung und Ernte der Endivie

Schon einige Monate, bevor der Endiviensalat ausgesät wird, sollte in das Beet Mist oder Kompost eingearbeitet werden, vorzugsweise in einer Tiefe von 30 bis 35 cm.
Durch die Aussaat der Endivien im Sommer ist insbesondere in der anfänglichen Wachstumsphase regelmäßiges Gießen notwendig. Staunässe sollte dabei jedoch vermieden werden. Sobald die Blätterrosetten ausgebildet sind, kann das Wässern reduziert werden, um so auch Fäulnis entgegenzuwirken.

Nach Belieben kann ein ein- bis zweimalige Düngung mit Blaudünger erfolgen. Jedoch reicht bei guten die Anreicherung mit der Komposterde sowie zusätzliches Mulchen aus.

Endivien, die spät im Herbst ausgepflanzt werden, sollten mit Hilfe von Vlies oder Folien gegen auftretenden Frost geschützt werden.

Die Ernte des Endiviensalates beginnt ab August, und zieht sich bis in den November hinein. Leichte Minusgrade verträgt der Salat gut, sodass auch eine späte Ernte kein Problem darstellt – in einer Zeit, in der andere Salatsorten längst geerntet worden sind.
Die Pflanzen sollten jedoch herausgenommen worden sein, bevor die Temperaturen unter 5 Grad Minus fallen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Endivie wird häufig von Schnecken belastet. Hier kann es hilfreich sein, Schneckenkorn an den Beeträndern zu platzieren. Das Absammeln der Schnecken von Hand ist zwar ebenso effektiv und verzichtet auf Chemie, bedeutet jedoch auch einen großen Arbeitsaufwand.
Weitere Schädlinge sind Blattläuse, die sich gerne auf Cichorium-Salaten breitmachen. Hier helfen vorbeugend Kulturschutznetze. Besteht der Blattlausbefall bereits, so können speziell für diese Kulturen entwickelte Pflanzenschutzmittel Linderung bringen.

Bei den Krankheiten stehen Blattrandbrand und falscher Mehltau an erster Stelle bei Endiviensalaten. Die Ursachen des Blattrandbrandes sind bis heute nicht vollständig geklärt – vermutet wird jedoch, dass diese Erkrankung durch Magnesiummangel hervorgerufen wird. Falscher Mehltau kann insbesondere dadurch entstehen, dass in der Anbaufolge nicht der notwendige zeitliche Abstand zu anderen Blattgemüsen eingehalten wird.

Weitere Schäden kann das Bakterium Pseudomonas an Endivien hervorrufen, das speziell bei feuchter Witterung in Erscheinung tritt.