Bärlauch
Seit ein paar Jahren ist Bärlauch (Allium ursinum) groß im Kommen. Immer mehr Hobbygärtner holen sich deshalb den Bärlauch in den eigenen Kräutergarten, anstatt ihn im Wald zu suchen. Seine Blüte ist eine hübsche Zierde und das Grün kann vielseitig in der Küche verwendet werden. Bärlauch kommt in Form von Brotaufstrich, als Bärlauchbutter, als Beigabe im Salat oder als Bärlauchsuppe auf den Tisch.
Vielseitig wie die Verwendung ist auch der Name unter dem Bärlauch bekannt ist: Neben Knoblauchspinat, Hexenzwiebel, Ramsen, Waldknoblauch ist er vor allen noch unter der Bezeichnung Wilder Knoblauch bekannt. Aber auch Zigeunerlauch oder Waldherre finden sich im Sprachgebrauch wieder.
Verwandt ist der aus der Gattung der Lauch-Arten (Allium) stammende Bärlauch übrigens mit Knoblauch, Zwiebeln und Schnittlauch.
Standort und Pflanzung
In der Natur wächst der Bärlauch in dichten Kolonien vor allem an Waldrändern. Im Garten mag er einen humosen Boden, der immer leicht feucht gehalten werden sollte. Am liebsten hat er einen halbschattigen Standort unter Sträuchern oder Bäumen.
Statt dem Aussäen hat es sich bewährt, junge Bärlauchpflanzen im Garten auszubringen. Sie werden Mitte Mai ins Freie ausgepflanzt, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Die einzelnen Bärlauchzwiebeln werden in etwa 15 cm Abstand gepflanzt.
Pflege des Bärlauchs
Der Waldknoblauch ist eine recht pflegeleichte und robuste Pflanze. Da sich Bärlauch enorm ausbreiten kann, muss man im Hausgarten darauf achten, ihn im Zaum zu halten. Das geschieht am besten durch regelmäßiges Zupfen und Jäten. Für den Eigenbedarf reichen zwei oder drei kräftige Pflanzen im Garten aus.
Düngen ist nicht notwendig.
Ernte und Vermehrung
Geerntet wird der Bärlauch im April, noch vor dem Blütenaustrieb. Dann sind die grünen Blätter zart und wohlschmeckend. Sie werden unten am Ansatz abgeschnitten und können dann in der Küche verwendet werden.
Bärlauch ist leicht durch Teilung in einzelne Zwiebeln zu vermehren.
Krankheiten und Schädlinge
Bärlauchpflanzen ist sehr robust, so dass Krankheiten und Schädlinge ihr kaum etwas anhaben können.
