Weihnachtskaktus

Der Weihnachtskaktus (Schlumbergera) stammt aus dem Tropischen Regenwald von Brasilien, wo er als Aufsitzerpflanze nicht parasitisch auf Bäumen wächst. Er gehört zur Familie der Kakteengewächse.

Weihnachtskaktus Gliederkaktus Schlumbergera rot
Weihnachtskaktus, auch Gliederkaktus genannt (bot. Schlumbergera) sind meist in rot erhältlich.

Wie auch der Weihnachtsstern ist der Weihnachtskaktus bei uns in der Weihnachtszeit sehr beliebt. In der Adventszeit ist er besonders attraktiv, da er an günstigen Standorten jährlich an Umfang gewinnt und während dieser Zeit unzählige Blüten in den Farben Weiß, Rosa, Rot, Orange, Gelb und Violett ausbildet. Meist sind Hybride-Sorten für die Farbenvielfalt verantwortlich.

Der Weihnachtskaktus wird auch als Gliederkaktus bezeichnet, da sich seine fleischigen Blätter wie Glieder einer Kette aneinanderreihen. Am oberen Ende eines Gliedes oder auch an den Nahtstellen einzelner Äste bilden sich dann zwischen November und Januar die zweiseitig symmetrischen Blüten aus. Er ist nicht mit dem Osterkaktus zu verwechseln.

Weihnachtskakteen zeichnen sich durch Langlebigkeit und einen niedrigen Pflegebedarf aus. Werden sie an einem günstigen Standort kultiviert, können sie viele Jahre alt werden und sehr opulent, auch überhängend, wachsen.

Pflanzung und Standort des Gliederkaktus

Weihnachtskakteen werden im Frühjahr nach der Ruheperiode gepflanzt. Sie benötigen Einheitserde und einen halbschattigen Standort. Im Sommer sind ihm Temperaturen um zwanzig Grad Celsius genehm, während im Winter zehn Grad Celsius ausreichend sind.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Weihnachtskaktus Schlumbergera pink rosa
Der Weihnachtskaktus, sollte am besten in Ruhe gelassen werden. Dann gedeiht und blüht er am besten.

Der Gliederkaktus gedeiht am besten, wenn er vor allem in Ruhe gelassen wird. Er reagiert auf Standortwechsel oder Änderung der Ausrichtung mit Wachstumsstopp sowie mit Knospen- oder Blütenfall. Ebenso sollten neben einem blühenden Kaktus keine Äpfel gelagert werden. Diese sondern Äthylen ab, welches die Blüten des Weihnachtskaktus schneller welken lässt.

Im Sommer wie auch im Winter wird er nur sparsam mit weichem, temperiertem Wasser gegossen. Es wird erst dann gegossen, wenn die obere Erdschicht ausgetrocknet ist. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollte entfernt werden, Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Im Sommer kann er zusätzlich in Abständen von zwei Wochen Kakteendünger erhalten, damit seine Blühfreudigkeit angeregt wird. Außerdem kann er dann ab und zu mit Wasser besprüht oder überbraust werden.

Zur Vermehrung des Weihnachtskaktus können ausgereifte Glieder einer Pflanze verwendet werden. Es genügt schon ein Blatt, aber auch ganze Zweige einer Pflanze sind zur Vermehrung geeignet. Sie werden entweder bis zur Bewurzelung in ein Gefäß mit Wasser gestellt oder gleich in einen Topf mit Erde gesteckt. Zieht man sich in Abständen diese Pflanzen, blühen sie häufig nacheinander. Das Vermehren mittels abgetrennten Gliedern funktioniert recht zuverlässig.

Krankheiten und Schädlinge

Wirken die Blätter schlaff und schrumpelig, so leidet der Gliederkaktus unter Wassermangel oder einem zu warmen Standort. Deshalb sollte der Wasserbedarf der Pflanze insbesondere an heißen, sonnigen Tagen regelmäßig überprüft werden.

Wenn die Pflanze insgesamt kümmerlich wirkt, können Schild– und Schmierläuse dafür die Ursache sein. An den Wurzeln finden sich dann häufig grauweiße Läuse. Diesen kann mit Gelbtafeln vorgebeugt werden. Ansonsten helfen spezielle Mittel aus dem Fachhandel gegen diese Läuse.

Eine Fäule der unteren Pflanzenteile oder die Welke der Pflanze kann von Bodenpilzen herrühren. Dann ist allerdings keine Heilung möglich und die Pflanze muss entsorgt werden. Für neue Pflanzen ist es empfehlenswert, weniger zu gießen, da eine zu hohe Feuchtigkeit der Erde die Entwicklung der Fäule und des Pilzes vorantreibt.

Auch der Grauschimmel findet sich häufig auf der oberen Erdschicht. Diese nässenden oder grauen Schimmelflecken lassen sich mit einem Messer herausschneiden. Anschließend kann auf die Stellen etwas Asche gegeben werden, damit die fauligen Stellen austrocknen.

Häufige Probleme

Nochmals sei darauf hingewiesen, dass der Weihnachtskaktus am liebsten in Ruhe gelassen werden will. Häufiges Drehen oder ständige Standortwechsel haben zur Folge, dass er nicht wächst und vor allem nicht blüht. Je weniger mit ihm hantiert wird, desto größer und üppiger wächst und blüht er und kann dann jahrelang als zuverlässige Blühpflanze das Auge erfreuen.

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