Kranzschlinge (Stephanotis floribunda)

Kranzschlinge Stephanotis floribunda
Die Blüte der Kranzschlinge (Stephanotis floribunda) gleicht der Jasminblüte.

Die Kranzschlinge (Stephanotis floribunda) ist auch als Madagaskarjasmin bekannt und gehört zur Familie der Seidenpflanzengewächse. Sie ist ein immergrüner Kletterstrauch, der in den Bergen Madagaskars heimisch ist und etwa fünfzehn verwandte Arten umfasst und bei uns eine schöne Zimmerpflanze abgibt.

Kranzschlinge Stephanotis floribunda
Die Blüte der Kranzschlinge (Stephanotis floribunda) gleicht der Jasminblüte.

Ähnlich wie Jasmin oder Maiglöckchen betören die weißen, trompetenförmigen Blüten mit einem starken Duft. Daher rührt auch die Bezeichnung Madagaskarjasmin. Sie erscheinen in der Zeit von April bis August und stehen in Dolden beisammen.

Die dunkelgrünen Blätter glänzen ledrig und sitzen an biegsamen, zähen Trieben, die manchmal sehr lang werden können und deshalb eine Rankhilfe benötigen. Dazu eignen sich Spaliere oder Rundgestelle bestens, aber auch eine Wand im Hintergrund der Pflanze bietet ihr Halt. Aufgrund ihres starken, verschlungenen Wachstums und der Befestigung an runden, kranzartigen Rankhilfen nennt man sie auch Kranzschlinge.

Die Kranzschlinge benötigt besondere Bedingungen sowie sehr viel Pflege, damit sie prächtig gedeiht und reichlich blüht.

Pflanzung und Standort für die Kranzschlinge

Die Kranzschlinge benötigt einen hellen, luftigen, jedoch nicht sonnigen Platz, der im Sommer warm und im Winter kühl ist. Im Sommer bevorzugt sie Temperaturen um zwanzig bis zweiundzwanzig Grad Celsius, im Winter jedoch nur zwölf bis vierzehn Grad Celsius.

Da sie jedoch einen Standortwechsel mit gelben Blättern oder Blütenfall bestraft, sollte ein Platz gefunden werden, an dem diese Temperaturen eingehalten werden können. So eignet sich zum Beispiel ein Wintergarten, in dem es nicht zu warm ist oder beispielsweise die Küche. Von Schlafräumen hingegen ist aufgrund des starken Duftes eher abzuraten.

Gepflanzt werden sollte die Kranzschlinge im Frühjahr in gut wasserdurchlässige Erde.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Die Kranzschlinge sollte keinen Ortswechseln unterzogen werden, da sie darauf sehr empfindlich reagiert. Gleiches trifft auf das Drehen der Pflanze zu.

Kranzschlinge Topf
Die Kranzschlinge, hier im Topf, benötigt eine Rankhilfe.

Von März bis August muss sie reichliche Wassergaben erhalten, darf jedoch nicht im Wasser stehen. Das Wasser muss weich und zimmerwarm sein, da sie ansonsten auch darauf mit Blüten- und Blattfall reagiert.

Im Abstand von zwei Wochen wird in der Vegetationszeit mit einem herkömmlichen Flüssigdünger gedüngt. Im August werden die Düngergaben wieder eingestellt, da die Pflanze unbedingt eine Ruheperiode benötigt, um im nächsten Jahr erneut zahlreiche Blüten zu bilden.

Die Blätter sollten gelegentlich mit Wasser besprüht werden. Auf keinen Fall dürfen die Blüten besprüht werden, da sie sehr zart und seidig sind und dann faulen würden.

[the_ad_placement id=“im-content“]Bei Bedarf wird die Kranzschlinge im Frühjahr umgetopft. Allerdings sollte dies nur selten und vorsichtig geschehen.

Lange Triebe können ganzjährig abgeschnitten werden. Auch einen radikalen Rückschnitt verträgt sie gut.

Eine Vermehrung kann in der Zeit zwischen Frühjahr und Herbst vorgenommen werden. Dazu werden circa zehn Zentimeter lange Stecklinge abgeschnitten, vom Laub befreit und in einen beheizten Vermehrungskasten gesetzt.

Überwintern

Die Kranzschlinge benötigt im Winter nur geringe Temperaturen sowie geringe Wassergaben. Am besten gießt man sie nur dann, wenn die Erdoberfläche abgetrocknet ist.
Bei zu warmer Überwinterung steigt ansonsten die Anfälligkeit für Schädlinge.

Krankheiten und Schädlinge

Kommt es zu Schädlingsbefall durch Spinnmilben, Woll– oder Schildläuse, sind häufig die Standortbedingungen nicht ideal. Bekämpft werden die Schädlinge mit Gelbtafeln oder Spritzmitteln aus dem Fachhandel. Dann ist jedoch unbedingt über einen Standortwechsel nachzudenken, weil sich die Schädlinge sonst nicht dauerhaft bekämpfen lassen.

Gelbe Blätter weisen auf zu hartes Gießwasser oder Lichtmangel hin. Auch dann sollte über den Standort nachgedacht und für weiches Gießwasser gesorgt werden.

Um Schädlingen oder Krankheiten vorzubeugen und nicht etwa einen Standortwechsel vornehmen zu müssen, auf den die Kranzschlinge auch empfindlich reagiert, sollte von vornherein ein idealer und geeigneter Platz sorgfältig ausgewählt werden.