Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia)

Glücksfeder Zamioculcas zamiifolia
Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia)

Die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) gehört, wie die Zimmercalla oder das Einblatt zur Familie der Aronstabgewächse und stammt ursprünglich aus dem tropischen Ostafrika. Erst seit wenigen Jahren ist diese pflegeleichte Blattschmuckpflanze bei uns im Handel erhältlich.

Glücksfeder Zamioculcas zamiifolia
Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia)

Sie gilt in allen Pflanzenteilen als schwach giftig. Kommen Pflanzenteile mit Schleimhäuten in Berührung, kann es zu Brennen und Jucken, aber auch zu Rötungen führen. Deshalb ist besondere Vorsicht hinsichtlich Kindern und Haustieren geboten.

Die Glücksfeder besticht durch ihre glänzenden, ledrigen Fiedern, die jeweils an nur einem Blatt gebildet werden. Durch waagerecht in der Erde wachsende Rhizome werden die einzelnen, aufrechten Blätter mit fünf bis vierzehn Fiedern ausgebildet. Die Blattfiedern sind an der Basis stark verdickt und dienen der Feuchtigkeitsspeicherung.

Glücksfedern werden nicht selten zwischen sechzig und neunzig Zentimeter groß. Ältere Zamioculcas-Exemplare bilden an geeigneten Standorten und bei guter Pflege einen typisch aronstabartigen Blütenkolben aus, der allerdings recht klein und unscheinbar aus einem Rhizom wächst.

Pflanzung und Standort der Zamioculcas

Glücksfedern vertragen keine starke Mittagssonne und sollten deshalb einen halbschattigen Standort erhalten. Ein wenig Morgen- und Abendsonne vertragen sie jedoch recht gut und wachsen dann sehr schnell und kräftig. Stehen sie schattiger, zeigen die Fiedern ein kräftigeres Grün, aber sie wachsen langsamer.

Die Glücksfeder bevorzugt lockere, nahrhafte Erde. Es eignet sich bestens ein Gemisch aus Blumen- und Komposterde. Eine Pflanzung erfolgt im Frühjahr.

Pflege und Düngung

Die Glücksfeder benötigt recht wenig Pflege. Sie sollte regelmäßig gegossen werden. Wird dieses mal vergessen, kann die Zamioculcas auf das in den Rhizomen gespeicherte Wasser zurückgreifen. Trotzdem sollte sie eher trocken als zu nass stehen.

Glücksfeder Topf
Glücksfeder, hier im Topf, ist pflegeleicht und eine beliebte Zimmerpflanze.

In der Wachstumszeit von März bis Oktober kann dem Gießwasser in Abständen von etwa vier Wochen ein herkömmlicher Flüssigdünger zugegeben werden. Das stärkt die Zimmerpflanze und lässt sie besonders kräftig austreiben.

Während dieser Zeit sind Umgebungstemperaturen zwischen achtzehn und fünfundzwanzig Grad Celsius für die Glücksfeder ideal. Im Winter sollten die Temperaturen jedoch auch nicht unter sechzehn Grad Celsius sinken. Dann werden die Düngergaben eingestellt und nur noch sehr wenig gegossen.

Es ist normal, wenn die Glücksfeder in der Ruhephase zwischen November und Februar einige Fiedern verliert. Wird das Gießen im Frühjahr wieder verstärkt, bilden sich diese neu aus.

Vermehrung und Schnitt der Glücksfeder

Zur Vermehrung kann die Pflanze im Frühjahr problemlos geteilt werden. Besonders große Exemplare müssen aufgrund ihrer Starkwüchsigkeit ohnehin einem zu klein gewordenen Topf entnommen werden, sodass sich eine Vermehrung dann nahezu anbietet.
Wurde die Pflanze dem Topf entnommen, wird sie an ihrer Basis geteilt und die Teilpflanzen erneut in ein Erde-Kompost-Gemisch eingepflanzt.

Ein Schnitt ist nicht notwendig.

Krankheiten und Schädlinge

An einem zu nassen Standort zeigt die Glücksfeder zunehmend vergilbte Blätter. In der Folge verfaulen die Wurzeln und die Zamioculcas geht ein. Sind Anzeichen erkennbar, sollte die nasse Erde entfernt und durch neue, trockene Erde ersetzt werden. Dauerhaft sollte dann weniger gegossen werden.

Sind zwischen den Blattachseln feine Gespinste erkennbar, kann es sich um Spinnmilben handeln. Trockene, warme Heizungsluft leistet der Ausbreitung maßgeblich Vorschub. Dagegen können Raubmilben unterstützend eingesetzt werden. Auch spezielle Mittel aus dem Fachhandel sind dann hilfreich.

Beim Befall durch die Rote Spinne können die Blätter der Zamioculcas ebenfalls mit kleinen Gespinsten überzogen sein. Dazu sind jedoch auf den Blättern gelbe bis weiße Flecken erkennbar. Zudem ändert sich die Blattfarbe von Grün zu Gelb, später zu Kupferbraun, sodass die Pflanze eingeht. Auch hier können Raubmilben eingesetzt werden. Als erste Maßnahme ist jedoch das gründliche Duschen der Blattober- und Unterseiten anzuraten.

Häufige Probleme

Die Glücksfeder eignet sich sehr gut als Pflanze für Anfänger. Lediglich ein zu nasser Standort oder zu trockene Raumluft bereiten Probleme.