Rosenblattwespen

Rosenblattwespen Larven
Larven der Rosenblattwespe (klicken zum Vergrößern)

Rosenblattwespen (Caliora aethiops) treten nicht in jedem Jahr auf, können aber einen ungemeinen Schaden an allen Gartenrosen anrichten, da ihr Fraß für unschöne Anblicke sorgt und die Pflanze insgesamt schwächt.

Rosenblattwespen erreichen eine Größe von etwa fünf Millimetern und sind schwarz glänzend mit grauen Flügeln.

Der Befall mit Rosenblattwespen äußert sich erstmals im Jahr ab Mai und dann noch einmal im Juli, wenn die nächste Generation geschlechtsreif ist und erneut ihre Eier ablegt.

Die erwachsenen Weibchen legen dann ihre Eier auf der Unterseite der Blätter ab. Die sich daraus entwickelnden Larven sehen Nacktschnecken ähnlich, sind auf der Oberseite grün, auf der Unterseite gelb. Bis die Larvalentwicklung abgeschlossen ist, erreichen sie eine Größe von bis zu zehn Millimetern.

Rosenpflanze orange
Larven der Rosenblattwespen vergehen sich an der Königin der Blumen.

Die Larven stellen die eigentlichen Schädlinge dar. Sie fressen das Blattgrün nur oberflächlich, sodass ein sogenannter „Fensterfraß“ entsteht. Nach einem massiven Befall wird dies durch das mittlerweile skelettierte Blatt sehr gut sichtbar.

Sind erste Fraßspuren ersichtlich, muss schnell gehandelt werden, da die Rosen ansonsten unansehnlich werden und nur noch wenig bis gar nicht blühen.

Biologische Bekämpfung und Hausmittel

Da Rosen häufig das Ziel von Schädlingen sind, empfiehlt sich zur Stärkung der Pflanzen ein frühzeitiges Sprühen mit Ackerschachtelhalm. Hierfür kann bereits nach Austrieb der Rosen ein Tee aus getrocknetem Ackerschachtelhalm angesetzt und nach Abkühlung des Tees angewendet werden.

Der Vorgang kann vierzehntägig wiederholt werden und beugt neben Rosenblattwespen auch Läusen und Pilzerkrankungen vor.

Ist ein Befall ersichtlich, kann mithilfe einer Jauche aus Eiche Abhilfe geschaffen werden. Hierzu werden ein Kilogramm abgefallene Eichenblätter und Rindenstücke benötigt, die in einem Eimer mit zehn Litern Regenwasser angesetzt werden. Das Gefäß sollte abgedeckt etwa vierzehn Tage gären und ist dann gebrauchsfertig. In verdünnter Form im Verhältnis 1:10 können befallene Rosen dann behandelt werden. Ist das nicht ausreichend, sollte das Verhältnis auf 1:5 verändert und der Vorgang wiederholt werden.

Chemische Bekämpfung

Die chemische Bekämpfung von Rosenblattwespen erfolgt mittels systemisch wirkender Insektizide. Meist lassen sich Rosenblattwespen mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel gegen saugende oder beißende Schädlinge recht gut bekämpfen. Wer bspw. ein Mittel gegen Blattläuse zur Hand hat, kann dieses auch gegen die Rosenblattwespe einsetzen.

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