Wassermelonen

Die Wassermelone (Citrullus lanatus) stammt ursprünglich aus Afrika und wird in den warmen Regionen der Welt als Nutzpflanze angebaut. Sie gehört zur Familie der Kürbisgewächse.

Auch in unseren Gärten ist der Anbau von Wassermelonen möglich, wenngleich die Früchte allerdings nicht den Größen der aus den wärmeren Regionen stammenden Früchte entsprechen. Trotzdem sind einheimische Gärtner beeindruckt, wie geschmacklich vollendet manche Exemplare munden.

Wassermelonen Garten
Wassermelonen lassen sich auch bei uns im Garten ziehen.

Melonen wachsen ähnlich wie Gurken und Kürbisse als einjährige Pflanzen. Sie bilden lange, dünne, kantige Sprossachsen mit vielen verzweigten Ranken. Manche Pflanzen können Längen bis zu zehn Metern erreichen.

Ihre Blätter sind im Gegensatz zu denen des Kürbis gefiedert und beidseitig behaart. In den Blattachseln der oberen Laubblätter entwickeln sich ab Juni die hellgelben Blüten, die weniger auffallend als die anderer Kürbisgewächse sind.

Später entstehen längliche bis runde Früchte, die Panzerbeeren. Die Schale ist entsprechend der Bezeichnung sehr hart und kann bis zu vier Zentimeter dick werden.

Die meisten Sorten verfügen über rotes Fruchtfleisch. Manche Sorten haben jedoch gelbes, orangefarbenes, grünes oder weißes Fruchtfleisch. Allen gemein ist der hohe, zu fünfundneunzig Prozent anteilige Gehalt an Wasser. Aber auch Vitamin A und C werden im Fruchtfleisch beherbergt, sodass die Wassermelone als erfrischende, süße Frucht nicht nur bei Kindern sehr beliebt ist.

Pflanzung und Standort

Zum Vorziehen werden im März die Kerne in kleinen Töpfen zu je zwei Stück ausgesät, im warmen Zimmer gepflegt, ab Mai abgehärtet und mit einem festen Topfballen in Abständen von etwa zwei Metern frühestens Ende Mai eingepflanzt.

Ins Freiland gepflanzt werden Wassermelonen nach den Eisheiligen, also nach dem fünfzehnten Mai. Am besten erfolgt dies Ende Mai; dann hat sich der Boden bereits gut erwärmt. Da die Wassermelone eine Wärmeliebhaberin ist, sollte sie an einem geschützten, sonnigen Standort einen leicht erhöhten Platz erhalten. Der Boden muss gut durchlässig und vor allem nahrhaft sein. Es empfiehlt sich deshalb, unbedingt vor der Pflanzung reichlich verrotteten Kompost beizugeben.

In der Nähe zu Kürbissen, Zucchini und Gurken ergänzen sie das Bild der großen, gesunden Früchte.

Pflege und Düngung

Nach der Pflanzung muss reichlich gegossen werden, sodass die Wassermelonenpflanze niemals austrocknet. Im Hochsommer sollte dies mehrmals am Tag erfolgen.

Das Entspitzen, was üblicherweise bei anderen Kürbisgewächsen erfolgt, muss bei der Wassermelone nicht vorgenommen werden.

Gedüngt werden sollte nach der Pflanzung einmal wöchentlich mit stickstoffhaltigem Dünger, sodass der pH-Wert zwischen sechs und sieben liegt.

Nach der Ernte werden die Wassermelonenpflanzen ausgerissen und komplett kompostiert.

Ernte und Vermehrung

Die Früchte können je nach Sorte zwischen Ende August und Ende September voll ausgreift geerntet werden. Wenn sie voll ausgereift sind, sind sie süßer als die herkömmlichen, gekauften Melonen.

Vermehrt werden Wassermelonen über die Samen der Früchte.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn Schnecken das junge Laub fressen, sollten sie abgesammelt und Schneckenkorn ausgebracht werden.

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