Beinwell

Beinwell
Beinwell findet vor allem Verwendung in der Heilkunde, aber auch im Garten weiß die Pflanze zu überzeugen.

Der Beinwell (Symphytum officinale), auch Echter Beinwell, ist eine mehrjährige, ausdauernde, krautige Staude, die in Mitteleuropa sowie in Westasien beheimatet ist und zur Familie der Raublattgewächse gehört.

Beinwell
Beinwell findet vor allem Verwendung in der Heilkunde, aber auch im Garten weiß die Pflanze zu überzeugen.

Neben dem Echten Beinwell gibt es noch einige Beinweilsorten. Bekannt sind u.a. der Gartenbeinwell (Symphytum grandiflorum) oder der Blaue Beinwell (Symphytum azureum).

Beinwell ist für seine heilende Wirkung bekannt. Insbesondere das darin enthaltene Allantoin wirkt knochen- und zellbildend, aber auch andere Inhaltsstoffe wie Gerb- und Schleimstoffe wirken reizlindernd und entzündungshemmend. Daher findet der Beinwell in Kosmetikprodukten und Arzneimitteln nach wie vor eine Verwendung.

Beinwell kann Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreichen. An Flussufern, Seen und Waldrändern sowie auf feuchten Wiesen sind zudem von Mai bis Oktober die rot-violetten oder weißen, glockenähnlichen Blütenstände in Trauben hängend mit typischen Doppel-Wickeln vielfach zu finden.

Die Blätter des Beinwells sind länglich, lanzettförmig und gestielt. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind rau sowie borstig behaart.

Pflanzung und Standort

Beinwell bevorzugt sumpfige, feuchte, humose Böden. Er steht nahezu ideal auf feuchten Wiesen neben Sumpfdotterblumen und einigen Farnen.

Ein halbschattiger Standort ist außerdem sehr empfehlenswert. So ist es möglich, ihn als Unterpflanzung zu Trauerweiden oder Erlen zu kultivieren.

Gepflanzt wird Beinwell in Abständen von etwa fünfzig Zentimetern im Frühjahr oder Herbst.

Pflege und Düngung

Beinwell benötigt nahezu keine Pflege, da er als Wildpflanze ganz von allein wächst. Auch eine Düngung ist nicht erforderlich, wenn er einen feuchten, halbschattigen Platz erhalten hat.

Im Spätherbst, nach der Blüte im November, kann die Pflanze bis zum Boden zurückgeschnitten werden. Umso besser treibt sie im nächsten Jahr wieder aus. Gleichzeitig wird das Überwuchern des Gartens durch Beinwell damit verhindert, weil die Samen sich nicht weiter unkontrolliert verbreiten können.

Ernte und Vermehrung

Zur Verwendung als Mulchmaterial können die Beinwellblätter mehrmals im Jahr geerntet werden. Auch eignen sie sich, um daraus eine Jauche herzustellen, die sich hervorragend zur Düngung von Tomaten eignet.

Generell gilt Beinwell als ausgezeichneter Gründünger. Allerdings kann er auch manchmal durch eine unkontrollierte Selbstaussaat etwas lästig im Garten werden.

Junge Blätter können als Zugabe für frische Salate verwendet und sollten im Frühjahr geerntet werden.

Für die Salbenherstellung werden Wurzeln sowie Blätter verwendet. Diese können während der Vegetationszeit jederzeit entnommen werden.

Zur Vermehrung empfiehlt sich eine Wurzelteilung im Herbst. Kräftige Pflanzen werden dazu aus der Erde genommen, geteilt und wieder so tief eingesetzt, wie sie vorher gestanden haben. Der Abstand sollte dann circa fünfzig Zentimeter betragen.

Krankheiten und Schädlinge

Für den Beinwell sind weder Krankheiten noch Schädlinge von Bedeutung.