Orangenblume

Die Orangenblume (Choisya) ist ein kleiner Strauch, der in seiner Heimat Mexico Wuchshöhen bis zu drei Metern erreicht. Er bildet eine kleine Gattung innerhalb der Familie der Rautengewächse und ist mit nur acht Arten weltweit vertreten. Sein botanischer Name ist dem Schweizer Botaniker Jacques Denis Choisy gewidmet.

Orangenblume
Orangenblume

Die Orangenblume wächst immergrün und verfügt über fingerförmig, geteilte Blätter, die nach dem Zerreiben zwischen den Fingern einen stark aromatischen, nach Orangen riechenden Duft verströmen, da etliche ätherische Öle hier eingelagert sind. Die Blätter sind gegenständig angeordnet und linealisch bis breit eiförmig sowie ledrig, grün und glänzend.

Zwischen den Blattachseln blühen in der Zeit ab Mai die meist von fünf Kronenblättern gebildeten weißen Blüten, die ebenfalls stark nach Orangen duften. Dann wird der Strauch auch von vielen Insekten aufgesucht.

Die Orangenblume ist nur bedingt winterhart und sollte vor allem in rauen Lagen besser als Kübelpflanze kultiviert werden, damit sie an einem kühlen, jedoch frostfreien Standort überwintern kann.

Pflanzung und Standort

Die Orangenblume sollte in sonnigen oder hellen, halbschattigen Lagen gepflanzt werden. Der Boden sollte nährstoffreich, aber vor allem kalkfrei sein. In milden Gegenden kann er ins Freiland in Abständen von etwa fünfzig Zentimetern das gesamte Jahr über, außer in Frostperioden, gepflanzt werden.

Als Hecke sollten pro laufenden Meter drei Pflanzen einkalkuliert werden.

Für Kübelpflanzungen ist Einheitserde ausreichend, jedoch sollte für einen guten Wasserabfluss gesorgt werden. Hier eignen sich Tonscherben, die vor dem Befüllen mit Erde auf den Boden des Kübels gelegt werden. Zudem sollte bedacht werden, dass die Pflanzen recht groß werden können und deshalb ein großer Kübel zur Verfügung stehen sollte.

Neben anderen mediterranen Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrus- oder Olivenbäumen wirkt die Orangenblume sehr schön. Platziert auf der Terrasse oder in der Nähe eines Teiches bringt auch eine Orangenblume das Flair des Urlaubs in den heimischen Garten.

Pflege, Düngung und Überwinterung

Manchmal reagiert die Orangenblume etwas frostempfindlich. Dann friert sie stark zurück, treibt aber im nächsten Frühjahr meist wieder aus.

Es empfiehlt sich, einen Winterschutz aus Reisig oder Jute auszubringen, sodass sie lediglich zurückfriert, aber nicht vollständig erfriert.

Kübelpflanzen sollten im Kalthaus überwintert werden. Das bedeutet, sie sollten zwar kühl, aber frostfrei stehen. Dann werden sie wenig gegossen und gar nicht gedüngt. Erst im Februar sollte mit dem häufigen Gießen begonnen werden.

Das Düngen setzt ein, sobald die Eiheiligen vorbei sind und Kübelpflanzen wieder langsam ins Freie gebracht werden können. Hier eignen sich herkömmliche Flüssigdünger für mediterrane Pflanzen.

Freilandpflanzen können mit verrottetem Kompost oder Stalldung reichlich Nährstoffe im Frühjahr erhalten.

Schnitt und Vermehrung

Ein Stutzschnitt kann direkt nach der Blüte erfolgen.

Die Vermehrung wird im Sommer mittels Stecklingen vorgenommen. Ein etwa zwanzig Zentimeter langes, verholztes Stück wird in einen Topf mit Einheitserde gesteckt und an einem halbschattigen Ort platziert. Bis zum Anwachsen sollte regelmäßig gegossen werden. Über den Winter wird der Topf drinnen aufgestellt und im Frühjahr kann er entweder ins Freiland oder in einen Kübel umgepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bei zu hoher Feuchtigkeit können Blattläuse die Pflanze befallen. Dann sollten die Blätter mit Schmierseifenlösung abgewischt werden. Auch Nützlinge wie Marienkäfer und Schlupfwespen, die in der Nähe vieler Blühpflanzen leben, sind hilfreich.

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