Kürbis (Cucurbita)

Der Kürbis (Cucurbita) gehört zur Familie der Kürbisgewächse und wird im Volksmund auch als Kerbes, Kirbes, Körwitz oder Flaske bezeichnet.

Fünfzehn Arten mit zahlreichen Sorten werden kultiviert. Darunter sind der Garten-, der Riesen– und der Moschuskürbis die wichtigsten Arten. Sehr beliebt ist auch der Hokkaido, dessen Schale mitverzehrt werden kann.

Die Heimat des Kürbisses ist wahrscheinlich das tropische Mittelamerika. Seine Verbreitung über Eurasien erfolgte nach der Entdeckung Amerikas. Schon lange zuvor wurden jedoch von den Indianern verschiedene Kürbisarten bis zu den kanadischen Seen hinauf angebaut.

Kürbis
Kürbis ist lecker und pflegeleicht.

Heute wird der Kürbis wegen seines schmackhaften Fruchtfleisches sehr gern in Gärten angebaut. Auch die Zierkürbisse, die zumeist viel kleiner und in sehr ungewöhnlichen Formen anzutreffen sind, erfreuen sich besonders im Herbst für Dekorationszwecke großer Beliebtheit. Im Gegensatz zu den Gartenkürbissen sind sie nicht zum Verzehr geeignet.

Der Kürbis ist eine einjährige, niederliegende oder mit mehrspaltigen Ranken kletternde, krautige Pflanze. Sie erreicht Längen von bis zu zehn Metern. Ihre kantigen, dicken Stängel sind mit steifen Haaren besetzt, ebenso die wechselständigen, gestielten, meist fünflappigen Laubblätter.

Die männlichen und weiblichen Blüten kommen an einer Pflanze vor. Die glockige, leuchtendgelbe Blütenkrone erscheint zwischen Juni und August und ist bis zu sieben Zentimeter breit. Später entwickeln sich die großen, orangefarbenen bis grünlich, runden bis länglichen Früchte mit bis zu vierzig Zentimeter Durchmesser. Einige Exemplare werden jedoch noch größer. Geerntet werden Kürbisse zwischen September und Oktober.

Kürbisse besitzen eine derbe, ledrige Schale und festes, faseriges Fruchtfleisch. In ihnen entwickeln sich die zahlreichen ovalen, flachen Samen mit deutlichem Rand.

Pflanzung und Standort

Kürbispflanzen benötigen zum prächtigen Gedeihen humusreichen Boden. Deshalb werden Kürbisse häufig auf Komposthaufen gepflanzt. Das hat den Vorteil den Komposthaufen mit den Kürbispflanzen optisch zu verdecken, was oftmals schön aussieht und dem Kompost im Sommer Schatten spendet.

junge Kürbispflanzen
Junge Kürbispflanzen im Garten.

Außerdem benötigen Kürbispflanzen einen sonnigen Standort. Stehen sie zu dunkel, produzieren sie zwar trotzdem reichlich Laub und Blüten, die Früchte bleiben jedoch viel kleiner als an sonnigen Plätzen.

Kürbisse benötigen sehr viel Platz, sodass insbesondere großwüchsige Sorten im Abstand von circa fünf Metern gepflanzt werden sollten.

Da Kürbispflanzen frostempfindlich sind, sollten sie erst nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai, ins Freiland gesetzt werden.

Um Viruserkrankungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, Kürbisse allein zu pflanzen. Lediglich die Gemeinschaft von Zucchini und Gurken kann zugelassen werden.

Pflege und Düngung

Kürbispflanze Kürbis Blüte
Kürbispflanze mit Kürbis und Blüte

Kürbis sollte regelmäßige Wassergaben erhalten, damit der Wuchs nicht zum Stillstand kommt. Anzuraten ist das Gießen direkt auf den Boden, ohne die Blätter zu benetzen, da sie sonst faulen könnten.

Kürbisse können entspitzt werden, damit die verbleibenden Früchte besonders groß werden. Hierfür werden zwei bis drei Früchte erhalten, während die nachfolgende Ranke mit den etwa tennisballgroßen weiteren Früchten abgeschnitten wird. Nach dem letzten Kürbis, der erhalten werden soll, sollten zwei Laubblätter stehenbleiben. Es gibt aber auch genügend Gärtner, die ihre Kürbispflanzen einfach wachsen lassen, ohne sie zu entspitzen.

Gedüngt werden Kürbisse mit stickstoffreichem Volldünger im Gießwasser am besten wöchentlich. Ansonsten ist bei der Pflege nciht viel zu beachten, da der Kürbis als recht pflegeleicht gilt.

Ernte und Vermehrung

Die Kürbisse werden je nach Art zwischen September und Oktober mit einem scharfen Messer von der Pflanze getrennt.

Vermehrt werden sie über die in der Panzerfrucht innenliegenden Samen, die im April im warmen Zimmer einzeln in Töpfe oder ab Mitte Mai im Freiland ausgesät werden können.

Krankheiten und Schädlinge

Zu hohe Feuchtigkeit kann zum Mehltaubefall führen. Dann werden die Blätter mit einem Grauschleier überzogen. Allerdings geschieht dies häufig erst im Spätsommer, sodass es den Früchten wenig Abbruch tut.

Viruserkrankungen aufgrund falscher Nachbarschaftspflanzen können leicht vermieden werden (siehe oben). Diese führen jedoch zum Absterben der Pflanze, bevor sie Früchte getragen hat.

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