Indianernessel

Indianernessel
Die Indianernessel ist unter vielen Namen bekannt u.a. Goldmelisse.
Indianernessel
Die Indianernessel ist unter vielen Namen bekannt u.a. Goldmelisse.

Die Indianernessel (Monarda didyma) ist auch unter den Bezeichnungen Goldmelisse, Bienenbalsam, Pferdeminze, Wilde Bergamotte oder Scharlach-Monarde bekannt und gehört zur Familie der Lippenblütler.

Die Goldmelisse lockt durch sein pfefferminzartig duftendes Laub im Frühjahr und Sommer unzählige Bienen und Schmetterlinge an. Ursprünglich stammt die winterharte Staude aus Nordamerika und wurde von den Oswego-Indianern als Pflanze zur Teezubereitung verwendet. Daher stammt die Bezeichnung Indianernessel.

Die robuste, leicht zu ziehende Staude kann je nach Art Wuchshöhen zwischen sechzig bis zu einhundertfünfzig Zentimetern erreichen. Durch ein Rhizom breitet sich die Indianernessel recht schnell aus und blüht in den Monaten Juli bis September fast unermüdlich. Sie zeigt dann etwa dreißig, in Quirlen angeordnete Blüten, die je nach Sorte weiß, in verschiedenen Rosatönen, scharlachrot oder rot-violett blühen.

Pflanzung und Standort

Am üppigsten blüht die Indianernessel in vollsonnigen Lagen, wobei sie auch halbschattige Plätze gut verträgt. Sie benötigt gut entwässerte, aber feuchte Böden. Es empfiehlt sich daher, dem Boden reichlich Torf oder Kompost beizumischen, um die Feuchtigkeit zurückzuhalten.

Sehr attraktiv wirkt die große Staude vor allem in Naturgärten neben Wahren Bärenklau, Sonnenhut, Gelenk– und Glockenblumen, aber auch verschiedene Gräser lassen die dekorativen Blüten gut zur Geltung kommen.

Gepflanzt wird die Goldmelisse im Abstand von mindestens vierzig Zentimetern, damit sie sich rasch entwickeln und zahlreiche Blüten bilden kann.

Pflege, Düngung und Vermehrung

Bei anhaltender Trockenheit und Hitze im Sommer muss die Indianernessel durchdringend gewässert werden, um nicht zu vertrocknen.

Verblühte Stiele sollten regelmäßig entfernt werden, um für Nachschub zu sorgen. Beginnen die Blätter im Herbst zu welken, sollte die Staude bis zum Boden zurückgeschnitten werden.

Vor dem Austrieb im Frühjahr sollte eine Volldüngergabe erfolgen. Bei humosen, fruchtbaren Böden darf dies jedoch nur in geringen Mengen erfolgen. Meist ist es ausreichend, jeweils im Frühjahr reichlich Kompost unterzumischen.

Alle zwei bis drei Jahre können ältere Wurzelstöcke vor der Vegetationszeit im Frühjahr geteilt werden, um die Staude zu vermehren. Auch eine Stecklingsvermehrung im Sommer ist vielversprechend. Eine Aussaat im zeitigen Frühjahr oder im Herbst ist ebenso empfehlenswert, allerdings mit unbestimmtem Ergebnis.

Krankheiten und Schädlinge

Die jungen Triebe sind durch Schnecken gefährdet. Bei Befall sollten diese abgesammelt und Schneckenkorn gestreut werden.

Ein großer Feind der Indianernessel ist der Echte Mehltau. Bei Befall wird das Laub mit einem weißlich-grauen Schleier überzogen und lässt die Pflanze in der Folge absterben.
Hier empfiehlt sich eine Behandlung mit einem speziellen Fungizid aus dem Fachhandel. Ist die Krankheit bereits sehr fortgeschritten, sollten befallene Pflanzenteile oder die Pflanze vollständig entfernt und vernichtet werden.